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Tag der Psychologie 2026: BÖP zeichnet beste Berichterstattung über psychische Gesundheit aus

Wien (OTS) – Wie über psychische Gesundheit berichtet wird,
entscheidet mit
darüber, ob Menschen Hilfe suchen oder schweigen. Um qualitativ
hochwertige Berichterstattung zum Thema psychische Gesundheit
auszuzeichnen, hat der Berufsverband Österreichischer Psychologinnen
und Psychologen (BÖP) am 3. Oktober 2026 im Rahmen des „Tags der
Psychologie“ im Wiener Rathaus zum dritten Mal den BÖP-
Journalist:innenpreis verliehen. Ausgezeichnet wurden herausragende
journalistische Arbeiten, die psychische Gesundheit fundiert,
differenziert und entstigmatisierend behandeln. Der „Tag der
Psychologie” – Österreichs größtes Psychologie-Event – verzeichnete
dabei erneut großen Andrang mit rund 1.000 Teilnehmer:innen vor Ort
oder online via Livestream.

Zwtl.: Die Preiträger:innen 2026

Der 1. Platz ging an Leon Hoffmann-Ostenhof für seine Reportage
„Bauernburnout – Wenn Bauern nicht mehr können“ , erschienen bei ORF
2 „Thema“. Statistisch gesehen ist Burnout bei Bäuer:innen besonders
verbreitet. Gleichzeitig ist das Problem tabuisiert, die meisten
Betroffenen schweigen. Der Beitrag beleuchtet die hohe psychische
Belastung von Landwirt:innen und das damit verbundene Stigma und
macht so sichtbar, was viele Menschen kennen, aber kaum ansprechen.

Den 2. Platz erhielt Eva Wackenreuther für „Revolutioniert KI die
Therapie?“ (ORF Youtube-Format „ZIB erklärt”). Der Beitrag
beschäftigt sich mit der Frage, ob und wie Künstliche Intelligenz
psychologische Unterstützung leisten kann, und beleuchtet Chancen und
Risiken. Der Beitrag zeichnet sich durch eine fundierte
psychologische Einordnung und die persönliche Perspektive eines
Betroffenen aus. Bei der Preisverleihung wurde Wackenreuther durch
Helene Voglreiter (Leitung News/Video/Verification) und Sebastian
Prokop (Chefredakteur ORF-Newsroom) vertreten.

Den 3. Platz erreichte Sandra Gloning für ihren Artikel „Ich, das
Säuferkind“ in der Zeitung Der Standard. Das Portrait einer Tochter
einer Alkoholikerin macht das weitgehend tabuisierte Thema Co-
Abhängigkeit sichtbar. Denn auf jede alkoholabhängige Person kommen
schätzungsweise drei Co-Abhängige, die leiden und oft ein Leben lang
die Folgen tragen.

Der BÖP-Journalist:innenpreis stieß heuer auf besonders großes
Interesse: Mit 46 Einreichungen war die Beteiligung so hoch wie noch
nie. Aus diesen wählte eine Jury, bestehend aus a.o. Univ.-Prof.in
Dr.in Karin Gutiérrez-Lobos (Universitätsklinik für Psychiatrie und
Psychotherapie), Dekanin Univ.-Prof.in Dipl.-Psych.in Dr.in Barbara
Schober (Universität Wien), BÖP-Präsidentin a.o. Univ.-Prof.in Dr.in
Beate Wimmer-Puchinger und BÖP-Vizepräsident Mag. Georg Hafner, MA ,
die Preisträger:innen aus.

Zwtl.: Tag der Psychologie 2026: „Future of Mind“

Die Preisverleihung fand im Rahmen des „16. Tags der Psychologie“
am 3. Oktober 2026 statt. Das Motto der Veranstaltung lautete in
diesem Jahr „Future of Mind. Psychologie für eine neue Zeit“ . Im
Wiener Rathaus widmete sich der BÖP gemeinsam mit Expert:innen aus
Wissenschaft und Praxis aktuellen Entwicklungen rund um
Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, die Arbeitswelt der Zukunft
und gesellschaftliche Veränderungen.

„Psychologie hilft uns zu verstehen, wie Menschen mit
Veränderungen umgehen und wie Technologien unser Leben beeinflussen
können, um auch in einer sich schnell verändernden Welt gesund
arbeiten und leben zu können“, so BÖP-Vizepräsident Mag. Georg
Hafner, MA in seiner Eröffnungsrede.

Das Programm spannte einen weiten Bogen, von digitalen
Anwendungen und KI in der Psychologie über Handysucht und die
Psychologie der Arbeitswelt der Zukunft bis hin zu Wohn- und
Architekturpsychologie. An verschiedenen Ständen konnten
Besucher:innen unter anderem Biofeedback ausprobieren, virtuelle
Realität erleben und sich über psychologische Themen informieren. Den
Abschluss gestaltete ein Poetry Slam von FOMP Vienna. Fabian Navarro
ging hier mit seinem Text „Von Webern und Garnelen“ als Sieger
hervor.

Der „Tag der Psychologie“ bot damit erneut eine Plattform, um
psychologische Forschung und Praxis einem breiten Publikum zugänglich
zu machen und aktuelle gesellschaftliche Fragen aus psychologischer
Perspektive zu beleuchten.

Die gesamte Veranstaltung können Sie hier nachsehen .

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie unter http://bild.ots.at