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Grüne Wien/Huemer, Ellensohn zu Stadtrechnungshofbericht: 7 Monate Wartezeit auf HNO-Eingriffe sind zu viel

Wien (OTS) – Drastische Wartezeiten auf planbare
Hals-Nasen-Ohren-Eingriffe stellt
der Stadtrechnungshof in seinem Bericht zu den HNO-Abteilungen der
städtischen Kliniken fest. So betragen die Wartezeiten auf einen
Ersttermin in den HNO-Ambulanzen zumindest 6 (!) Monate. Im zweiten
Quartal 2025 warteten Kinder zwischen 22 und 30 Wochen auf einen
planbaren HNO-Eingriff, Erwachsene noch länger. „Die Stadt Wien soll
raschest die Defizite beheben, vor allem die sehr langen Wartezeiten,
auf die wir seit Jahren immer wieder – leider vergeblich – hinweisen.
Eine Wartezeit von sechs bis sieben Monaten auf einen
Operationstermin ist für Kinder und deren Angehörige eine enorme
Belastung. Durch die gesundheitlichen Einschränkungen, von
Hörstörungen bis zu Schlaf- und Atemproblemen, werden Kinder oft
monatelang aus ihrem Alltag gerissen, was auch zu psychischen
Belastungen führt. Während der Wartezeit droht außerdem eine
Chronifizierung der Beschwerden oder sogar das Auftreten von akuten
Komplikationen. Das ist alles völlig unzumutbar“, so
Gesundheitssprecherin Barbara Huemer von den Grünen Wien.

Nur 21 HNO-Operationen wurden zwischen 2020 und 2025 auf Grund
einer Kooperationsvereinbarung mit Privatkliniken zur Vermeidung von
punktuellen Spitzen oder extremen Wartezeiten durchgeführt. „Das ist
verschwindend gering, gemessen am Gesamtvolumen von rund 10.000
stationären HNO-Patient:innen im Gesundheitsverbund. Bei jährlich
rund 10.000 stationären HNO-Patient:innen im WIGEV-System reicht
diese geringe Zahl bei weitem nicht aus, um die monatelangen
Wartelisten spürbar abzuarbeiten“, so Huemer.

„Die Schaffung der beiden neuen HNO-Schwerpunkt-Standorte sowie
die Kooperationsvereinbarungen mit den Privaten haben offenbar nicht
wesentlich zur Verbesserung der Versorgung beigetragen“, so
Stadtrechnungshof-Ausschuss-Vorsitzender David Ellensohn
abschließend.