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3. Jahrestag Hamas-Terrorüberfall und Gazakrieg: Caritas fordert ein Ende des Leidens im Nahen Osten

Wien (OTS) – Am 7. Oktober jährt sich der Jahrestag des
Hamas-Terrorangriffs, bei
dem 1.200 Menschen getötet und 251 als Geiseln verschleppt wurden,
zum dritten Mal. Im dadurch ausgelösten Gaza-Krieg sind mehr als
73.000 Tote zu beklagen, darunter schätzungsweise bis zu 18.000
Kinder. Trotz des Waffenstillstands vom Oktober 2025 greift die
israelische Armee fast täglich Ziele und Zivilbevölkerung im
Gazastreifen an; es herrschen noch immer katastrophale humanitäre
Zustände. Der Gazastreifen ist großflächig zerstört worden und
hunderttausende Palästinenser*innen haben ihr Zuhause verloren. Sie
leben in provisorischen Zeltunterkünften oder beschädigten Gebäuden,
die oft einsturzgefährdet sind. Allein seit dem Waffenstillstand im
Oktober 2025 sind laut Vereinten Nationen 1.123 Menschen getötet und
3.616 verletzt worden.

Alexander Bodmann, Vize-Präsident der Caritas Österreich: „ Die
schrecklichen Verbrechen, die von der Hamas und anderen Gruppen
begangen wurden, sind nicht zu rechtfertigen. Der 7. Oktober ist ein
traumatischer Tag der Trauer für Israelis, denn hier haben Menschen
geliebte Angehörige verloren. Meine Gedanken sind bei den Angehörigen
dieses Terroranschlags. Durch nichts zu rechtfertigen sind auch die
steigenden antisemitischen Vorfälle. Gleichzeitig ist es aber unsere
Aufgabe als Caritas, scharfe Kritik an der beispiellosen humanitären
Katastrophe im Gazastreifen zu üben und uns für eine Verbesserung der
Situation einzusetzen. Humanitäre Hilfslieferungen werden weiterhin
durch die israelische Regierung behindert, die Bevölkerung leidet
unter Ernährungsunsicherheit und Wassermangel, die meisten Menschen
sind nach wie vor vertrieben. Die medizinische Versorgung ist völlig
unzureichend und Kinder können nicht die Schule besuchen. “

Nur 40 Prozent der für 2026 erforderlichen humanitären Mittel
seien eingelangt, so Bodmann weiter. „ Wir appellieren wiederholt
eindringlich an die nationale und internationale Politik, sich
unmissverständlich für einen Waffenstillstand einzusetzen, der diesen
Namen auch verdient. Wir fordern die österreichische Regierung auf,
klar Position zu beziehen. Dazu gehört auch, dass Österreich seinen
Sitz im UN-Sicherheitsrat nutzt und sich für die konsequente
Einhaltung des humanitären Völkerrechts einsetzt. “

Zwtl.: Kinder im Krieg

Im Gazastreifen wachse eine Generation von Kindern heran, die
nichts anderes kenne als Krieg: „Die Kinder haben keine Chance, in
die Schule zu gehen oder ein normales Leben zu führen. UN-Schätzungen
gehen davon aus, dass bis zu 18.000 Kinder in diesem Krieg getötet
wurden. Außerdem lebt die größte Gruppe amputierter Kinder in der
modernen Geschichte im Gazastreifen. Dass so etwas geschehen kann,
ist einfach nur verstörend. Die Überlebenden werden den kommenden
Winter und die bevorstehende Regenzeit wieder in Notunterkünften
verbringen, wo sie der Gefahr von Überschwemmungen und Krankheiten
ausgesetzt sind. Unterstützung seitens Hilfsorganisationen werden
durch Finanzierungsengpässe und Zugangsbeschränkungen derart
behindert und untergraben, dass wir rasch handeln müssen. Und mit wir
meine ich auch die österreichische Regierung, die alle Hebel in
Bewegung setzen sollte, damit Hilfsorganisationen wie die Caritas
auch weiterhin effizient Hilfe leisten können“, so Alexander Bodmann.
Es stelle sich beispielsweise die Frage, wieso dem zu einer
Kinderambulanz umgebauten ehemaligen Papamobil des verstorbenen Papst
Franziskus die Einreise in den Gazastreifen verweigert werde.

Zwtl.: Kriegsverbrechen auch im Westjordanland

„ Auch im Westjordanland eskaliert die Situation durch
Siedlergewalt und Vertreibung der palästinensischen Bevölkerung immer
mehr: Häuser werden besetzt und zerstört, Kinder gezielt ins Visier
genommen. Seit dem Waffenstillstand gibt es täglich Angriffe mit
Todesopfern und Verletzten, auch hier ist der Zugang für humanitäre
Helfer*innen stark eingeschränkt “, erklärt Alexander Bodmann.

Zwtl.: So hilft die Caritas

Kerem Shalom ist nach wie vor der einzige funktionierende
Grenzübergang nach Gaza. „Seit Oktober 2025 hat unsere
Partnerorganisation CRS 622 LKW-Ladungen mit humanitären Hilfsgütern
aus Jordanien und 137 LKW-Ladungen aus Ägypten nach Gaza
transportiert und damit die humanitären Einsätze trotz anhaltender
Zugangsbeschränkungen unterstützt,“ betont der Vizepräsident der
Caritas.

Die Caritas Österreich hilft durch die Caritas Jerusalem und CRS
(Catholic Relief Services) bei den laufenden Aktivitäten in Gaza und
im Westjordanland. „ Unsere Partner unterstützen in Form von
finanzieller Soforthilfe, Hilfsgütern, medizinischer Versorgung,
Materialien für Unterkünfte und Winterausrüstung wie Decken,
Matratzen, Zelte, Planen. Auch Hilfe durch Notunterkünfte für intern
vertriebene Personen, Nahrungsmittel und Hygieneartikel wird
geleistet. Ein wichtiger Bestandteil ist auch die psychosoziale
Unterstützung. “ Angesichts des Trinkwassermangels, von dem 91
Prozent der Haushalte im Gazastreifen betroffen sind, spiele auch die
Bereitstellung von Trinkwasser durch die Caritas Jerusalem eine
wesentliche Rolle, so Bodmann.

„ Die Lage im Gazastreifen und im Westjordanland erfordert nach
wie vor unsere Hilfe und Solidarität – dafür sind wir auf die
Unterstützung hier aus Österreich angewiesen: Auf politischer Ebene,
um die Einhaltung des humanitären Völkerrechts zu gewährleisten, und
natürlich auch auf Spenden aus der Bevölkerung! “

Caritas-Spendenkonto:
Caritas
Erste Bank
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Kennwort: Nahost-Konflikt

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