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Studie: Europas Unternehmen massiv unter Druck

Wien (OTS) – Wien (ots)

– 57 Prozent der Unternehmen: Aktuell die unsicherste Zeit, an die
sie sich erinnern können

– Einstellungsstopps, Personalabbau und gestrichene Investitionen als
Reaktion auf die Lage

– 62 Prozent sehen in ihren Finanzpartnern eine praktische Stütze im
Umgang mit diesen Herausforderungen

Für viele Unternehmen in Europa hat die wirtschaftliche Lage ein
Ausmaß erreicht, das den unternehmerischen Alltag spürbar verändert:
57 Prozent bezeichnen die aktuelle Phase als die unsicherste Zeit, an
die sie sich erinnern können. Das zeigt die aktuelle Studie „Banking
on Banks 2026“ des Informationsdienstleisters CRIF, 500
Unternehmensentscheider:innen in Deutschland, Großbritannien, Irland,
Italien und Polen befragt wurden. Die Ergebnisse zeigen aber auch:
Viele Unternehmen begegnen der Lage nicht passiv, sondern mit
gezielten Anpassungen – und mit einem bemerkenswert stabilen
Vertrauen in ihre Finanzpartner.

Unternehmen reagieren mit gezielten Maßnahmen

Hintergrund sind reale Kostensorgen: 40 Prozent der Unternehmen
rechnen in den kommenden zwölf Monaten mit einem deutlichen Anstieg
ihrer Betriebskosten. Entsprechend zeigen sich klare Reaktionen: 36
Prozent der Unternehmen haben ihre Wachstumspläne bereits
überarbeitet, 27 Prozent haben Einstellungen pausiert, 22 Prozent
Expansionspläne verschoben oder gestrichen, und jedes fünfte
Unternehmen hat Leistungen ausgelagert, um Kosten zu senken. 15
Prozent haben bereits Personal abgebaut. Auch strategische Themen
stehen auf dem Prüfstand: 12 Prozent haben DEI-Initiativen (
Diversity, Equity & Inclusion) pausiert, 10 Prozent ESG-Vorhaben
zurückgestellt. Die Zahlen zeigen: Unternehmen reagieren überwiegend
proaktiv und differenziert, mit einem Mix aus kurzfristigen
Einsparungen und strategischen Kurskorrekturen, statt pauschal zu
kürzen.

„Unternehmen setzen sich sehr bewusst mit ihrer Situation
auseinander und treffen gezielte Entscheidungen, statt in Aktionismus
zu verfallen. Genau das erhöht die Chance, gestärkt aus dieser Phase
herauszugehen“, kommentiert Anca Eisner-Schwarz, Geschäftsführerin
von CRIF Österreich.

Inflation und geopolitische Konflikte belasten die Planung

Als größten externen Risikofaktor nennen Unternehmen die
anhaltend hohe Inflation (39 Prozent), dicht gefolgt von der
Instabilität im Nahen Osten (37 Prozent), einer wirtschaftlichen
Abschwächung im eigenen Land (36 Prozent) sowie einer Abschwächung
der Konjunktur in Europa insgesamt (33 Prozent) und den angespannten
Beziehungen zwischen Europa und den USA (32 Prozent).

Die Auswirkungen sind spürbar: 73 Prozent der Unternehmen geben
an, dass hohe Kosten und Inflation die Führung ihres Unternehmens
zunehmend erschweren, und 70 Prozent sagen, dass das aktuelle globale
Umfeld langfristige Planung erschwert. Für viele wird damit weniger
die einzelne Kostenposition zum Problem als die fehlende Planbarkeit
an sich.

Finanzpartner als praktische Stütze – mit noch ungenutztem
Potenzial

Trotz der angespannten Lage bleibt das Vertrauen in die eigenen
Finanzpartner hoch: 62 Prozent der Unternehmen sehen in den
praktischen Tools ihrer Bank oder Versicherung eine echte Hilfe im
Umgang mit Cashflow-Risiken, 63 Prozent schreiben Versicherern eine
wichtige Rolle beim Schutz vor wirtschaftlichen Abschwüngen zu.
Gleichzeitig zeigen sich reale Reibungspunkte: 46 Prozent der
Unternehmen empfinden den Zugang zu Finanzierung als zunehmend
schwierig, 55 Prozent sehen steigende Fremdkapitalkosten als
Belastung für ihre Wachstumspläne. Auch im Vergleich zu
Privatkund:innen sehen viele noch Luft nach oben: 57 Prozent sind der
Meinung, dass Finanzdienstleistungen für Privatkund:innen schneller
und unkomplizierter sind als für Unternehmen. Verschärft wird das
durch die Schließung von Bankfilialen: 43 Prozent geben an, dass
ihnen das den Zugang zu benötigter Unterstützung erschwert hat.

„Unternehmen, die in dieser Phase auf verlässliche Finanzpartner
und eine klare Anpassungsstrategie setzen, sind klar im Vorteil. Wer
hier ansetzt, etwa mit einfacheren Prozessen und passgenaueren
Lösungen für Unternehmen, schafft echten Mehrwert und stärkt das
Vertrauen zusätzlich“, so Eisner-Schwarz.

Über die Studie:

Die Studie „Banking on Banks 2026 – Financial services in an age
of uncertainty“ wurde von Opinium Research im Auftrag von CRIF
durchgeführt. Befragt wurden 500 Unternehmensentscheider:innen in
Deutschland, Großbritannien, Irland, Italien und Polen (
Erhebungszeitraum: 20. März bis 9. April 2026).