Wien (OTS) – Eine Rückname der Tariferhöhungen bei den Fahrkarten der
Wiener
Linien für Kinder, Jugendliche und Senior:innen fordern die Grünen
Wien. Mit der neuerlichen Tariferhöhung des Verkehrsverbundes Ost-
Region wurden insbesondere jene Menschen belastet, die besonders von
Mobilitätsarmut betroffen sind: Kinder, Jugendliche und Senior:innen.
Das Top-Jugendticket kostet mittlerweile 101 Euro und ist damit seit
2023 um rund 27 Prozent teurer geworden. Auch müssen Eltern, die mit
ihren Kindern außerhalb der Schulzeit mobil sein wollen, nun 101 Euro
pro Kind bezahlen.
Auch ältere Menschen sind von den Preissteigerungen betroffen: Das
“KlimaTicket Metropolregion Senior” wurde heuer bereits zum zweiten
Mal erhöht. Der Preis ist damit um fast 20 Prozent innerhalb eines
Jahres von 607 Euro auf unglaubliche 724 Euro gestiegen. Gerade für
Senior:innen ist der öffentliche Verkehr häufig eine zentrale
Voraussetzung für selbstständige Mobilität, etwa für Arztbesuche,
Einkäufe, soziale Kontakte und die Teilnahme am gesellschaftlichen
Leben. Im Vergleich sind die Pensionen im gleichen Zeitraum um gerade
einmal 2,7 Prozent gestiegen.
„Familien mit Kindern und ältere Menschen dürfen nicht vor die Wahl
gestellt werden, ob sie ein Jahr mobil sind oder ihre Miete zahlen
können. Leistbare Öffis sind zudem ein elementarer Bestandteil der
Verkehrswende und damit der Erreichung der Klimaziele der Stadt Wien.
Mit der Erhöhung der Jahreskartenpreise vergangenes Jahr wurde schon
ein fatales Zeichen an all jene gesetzt, die ihren Beitrag zum
Klimaschutz leisten wollen. Mit der Rücknahme der Tarifanpassungen
für diese vulnerablen Gruppen kann die Stadt allen unter die Arme
greifen, die auf diese Tickets angewiesen sind“, so
Mobilitätssprecherin Heidi Sequenz und Jugendsprecher Theo Löcker von
den Grünen Wien.
Die Grünen fordern, dass die Stadtregierung mit dem VOR eine
Rücknahme der aktuellen Tariferhöhungen verhandelt, ebenfalls sollen
Kinder bis 15 Jahre kostenlos mit ihren Eltern, wenn diese eine
Jahreskarte besitzen, mitfahren dürfen. „Nur so kann sichergestellt
werden, dass öffentliche Mobilität auch für Familien, Kinder und
Jugendliche sowie für Senior:innen leistbar bleibt“, so Sequenz und
Löcker.