Schönheit

Neues Hüftgelenk ohne Übernachtung im Spital

Wien (OTS) – Eine neue Hüfte und am selben Tag wieder zu Hause: Im
Wiener Herz-
Jesu Krankenhaus werden erstmals in Österreich Patient*innen
tagesklinisch am Hüftgelenk operiert. Das aktuelle Vinzenz magazin
zeigt, wie sich die Versorgung rund um den Gelenksersatz verändert,
von der Operation bis zur ambulanten Reha im eigenen Alltag. Weitere
Themen unter anderem: Warnsignale bei Gebärmutterschleimhautkrebs,
die Angst vor der Darmspiegelung und der Einfluss von
Schlankheitsidealen auf Social Media.

Nach einer Hüftgelenksoperation noch am selben Tag nach Hause?
Was noch vor Kurzem kaum vorstellbar war, wird im Herz-Jesu
Krankenhaus Wien bereits Realität. Selbst bei modernen minimal-
invasiven Eingriffen war bisher ein mehrtägiger Spitalsaufenthalt
vorgesehen. Mit der Einführung des tagesklinischen
Hüftgelenksersatzes setzt das Krankenhaus nun einen neuen Meilenstein
in der orthopädischen Versorgung. Die ersten Patient*innen wurden
bereits tagesklinisch operiert und konnten kurz nach dem Eingriff
wieder entlassen werden. Das Angebot richtet sich an sorgfältig
ausgewählte Patient*innen in gutem Allgemeinzustand ohne schwere
Begleiterkrankungen. „Die tagesklinische Operation erfolgt
ausschließlich auf ausdrücklichen Wunsch der Patient*innen. Dafür
braucht es Motivation, eine gute Grundfitness und Unterstützung im
häuslichen Umfeld“, erklärt Primar Prof. Priv.-Doz. DDr. Christoph
Böhler, Facharzt für Orthopädie und Traumatologie sowie Vorstand der
1. Orthopädischen Abteilung.

Für alle Patient*innen nach einer Gelenksoperation ist die
Rehabilitation genauso wichtig wie die Operation selbst, um eine
optimale Funktion des Gelenksersatzes zu ermöglichen. Während die
erste Phase der Reha bereits im Krankenhaus beginnt, gibt es für die
darauffolgenden Phasen die Möglichkeit, diese ambulant statt
stationär in spezialisierten Zentren durchzuführen. Ein großer
Vorteil: Was in der Therapie erarbeitet wird, kann zu Hause sofort
umgesetzt werden. Ob Stiegensteigen, Einkaufen oder alltägliche
Bewegungsabläufe, neue Bewegungsmuster werden dort geübt, wo sie
später tatsächlich gebraucht werden. Die Vinzenz Gruppe bietet mit
Reha.ambulant eine ambulante Rehabilitation an vier Standorten in
Wien, Linz und Ried an.

Gleichzeitig untersucht ein Forschungsteam, wie sich Infektionen
am Implantat früher und sicherer erkennen lassen. Zur besseren
Diagnose entwickelt das Team vom Wiener Michael-Ogon-Labor am
Orthopädischen Spital Speising Team in Kooperation mit der Wiener
BiotechFirma TAmiRNA eine neue Klasse von Biomarkern. „Bestimmte
microRNAs in der Gelenksflüssigkeit erkennen Infektionen an Prothesen
mit hoher Genauigkeit“, erklärt Priv.-Doz. Dr. Jochen Hofstätter,
Leiter des Labors. Die neue Methode könnte Infektionen künftig klarer
erkennbar machen als bisherige Verfahren.

Zwtl.: Gesundheitstipps in den Sozialen Medien

Seriöse Information und Gesundheitsbildung auf LinkedIn und
Facebook zu präsentieren, ist das Ziel von Primarius Robert
Königsberg, Vorstand der Inneren Medizin 2 im Göttlicher Heiland
Krankenhaus Wien. Seine Themen sind Natürliche Prävention und
metabolische Stabilität. „Nur mit einem fitten Körper können Menschen
gesund alt werden. Sie sollten auf ihr Körperfett und ihren
Blutzucker aufpassen und auf ihre Muskelmasse achten, die durch Sport
und Bewegung trainiert wird. Dazu kommt kognitive Bewegung für Kopf
und Gedächtnis.“ Dennoch betont er, dass Technologie nie das
persönliche Gespräch mit Patientinnen und Patienten ersetzen wird
können.

Zwtl.: Über Klicks in die Essstörung

Die möglichen negativen Folgen von Sozialen Medien auf Kinder und
Jugendliche beschreibt Ing.in Claudia Fuchs, Psychotherapeutin und
Leiterin der Psychotherapie bei sowhat, dem Kompetenzzentrum für
Menschen mit Essstörungen, in einem Interview in der neuen Ausgabe
des Vinzenz magazin . Unter Begriffen wie „SkinnyTok“, „Skinny Girl
Mindset“ oder „thinspiration“ werden extrem dünne Körper zelebriert,
die häufig durch Bildbearbeitung optimiert wurden. „Junge Menschen
sind aufgrund ihrer Entwicklungsphase besonders vulnerabel und
anfällig für psychische Erkrankungen. Bei ihnen können diese
unrealistischen Schönheitsideale das Risiko für eine verzerrte
Selbstwahrnehmung, ein geringes Selbstwertgefühl und gestörtes
Essverhalten erhöhen“, warnt die Expertin.

Zwtl.: Blutungen als Warnsignal

Gebärmutterschleimhautkrebs betrifft vor allem Frauen nach dem
Wechsel. In rund 90 Prozent der Fälle treten Blutungen als
Frühsymptom auf. In einem Interview unterstreicht Prim. Univ.-Prof.
Dr. Lukas Hefler, Leiter der Abteilung für Gynäkologie und
Geburtshilfe am Ordensklinikum Linz und dem Krankenhaus Barmherzige
Brüder Linz, die Bedeutung dieses Symptoms: „Jede Blutung aus der
Scheide, die nach den Wechseljahren auftritt, sollte ärztlich
abgeklärt werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um eine
stärkere Blutung, eine Schmierblutung oder nur wenige Tropfen Blut
handelt.“ Auch wenn in den meisten Fällen keine Krebserkrankung
dahintersteckt – ohne Untersuchung lässt sich dies nicht sicher
beurteilen.

Zwtl.: Keine Angst vor Magen-und Darmspiegelung

Zwei Untersuchungen sind wichtig, um Beschwerden im Magen-
Darmtrakt zu beurteilen: Die Gastroskopie wird zur Abklärung von
Symptomen im oberen Verdauungstrakt eingesetzt, bei Entzündungen oder
Geschwüren. Die Koloskopie spielt eine zentrale Rolle in der
Vorsorge, wird jedem ab 45. empfohlen und gilt der Früherkennung von
Darmkrebs. Die Angst, die viele Menschen davor haben, möchte eine
Reportage nehmen – eine Ärztin des Barmherzige Schwestern Krankenhaus
Wien und eine Patientin werden deshalb für das Vinzenz magazin bei
dieser Untersuchung begleitet.

Zwtl.: Vinzenz magazin : Verfügbar als Print- und Onlinemagazin

Das Magazin der Vinzenz Gruppe mit diesen und vielen weiteren
Beiträgen erscheint als Printmagazin viermal pro Jahr und richtet
sich an Menschen, die sich für Gesundheitsthemen begeistern.

Das Vinzenz magazin erscheint ebenfalls in digitaler Form. Die
digitale Ausgabe ist unter www.vinzenz-magazin.at aufzurufen.

Darüber hinaus kann die aktuelle Printausgabe kostenlos abonniert
werden. Das Magazin als PDF können Sie hier herunterladen.