Schönheit

„Schurli – Der Liedermacher & Poet Georg Danzer“: Präsentation des neuen ORF-Filmporträts zum 80. Geburtstag des Liedermachers

Wien (OTS) – Zum 80. Geburtstag (7. Oktober) des 2007 im Alter von 60
Jahren
verstorbenen österreichischen Musikers und Sängers Georg Danzer
gestaltet der ORF einen umfangreichen TV- und Radioschwerpunkt. Im
Rahmen dessen ist am 5. Oktober 2026 (22.30 Uhr, ORF 2; Dacapo: 8.
Oktober, 23.00 Uhr, ORF III) auch das neue Filmporträt „Schurli – Der
Liedermacher & Poet Georg Danzer“ von Tatjana Berlakovich zu sehen,
das gestern, am Mittwoch, dem 30. September, im Arkadenhof des Wiener
Rathauses vor Publikum seine Premiere feierte. Der Einladung des ORF
in Zusammenarbeit mit der Wienbibliothek im Rathaus, die Georg
Danzers Nachlass verwahrt, waren mehr als 300 Menschen gefolgt,
darunter Mitglieder der Familie Danzer – etwa Ex-Frau Dagmara Danzer
und Sohn Andreas – sowie Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter wie der
ehemalige Danzer-Manager Franz Christian „Blacky“ Schwarz, der
Musiker und DanzerMania-Mitinitiator Christian Becker, Sängerin und
Vocalcoach Monika Ballwein, Musiker Roman Gregory u. v. a. Den von
ORF-Kulturjournalistin Teresa Vogl moderierten Abend in Anwesenheit
von Filmemacherin Tatjana Berlakovich, Wienbibliothek-Direktorin
Anita Eichinger und ORF-TV-Kulturchef Martin Traxl ergänzte ein
musikalischer Auftritt des Duos Wiener Blond, alias Verena Doublier
und Sebastian Radon.

Porträt eines sensiblen Denkers und unbequemen Beobachters seiner
Zeit

Mit Titeln wie „Jö schau“, „Hupf in Gatsch“ oder „So a Dodl mid
da Rodl“ bleibt Georg Danzer unvergessen. Hinter dem populären
augenzwinkernden Ton seiner poetischen, bisweilen melancholischen
Texte verbergen sich oft auch Protest und der Ruf nach sozialer
Gerechtigkeit, mit denen er eine ganze Generation geprägt hat. Das
neue Filmporträt „Schurli – Der Liedermacher & Poet Georg Danzer“ von
Tatjana Berlakovich beleuchtet das Leben und Werk dieses
außergewöhnlichen Künstlers. In seltenen Archivaufnahmen, mit seinen
Liedern und Texten – oft im Wiener Dialekt verfasst – erzählt „da
Schurli“ darin seine Geschichte weitgehend selbst.
Wegbegleiter:innen, Familienmitglieder sowie enge Vertraute ergänzen
diesen Blick und machen den Menschen hinter den Liedern sichtbar. Von
der Kindheit im Wien der Nachkriegszeit bis zu den bislang
unveröffentlichten Notizbüchern seines Nachlasses entfaltetet sich
das Porträt eines sensiblen Denkers und unbequemen Beobachters seiner
Zeit.

Wienbibliothek-Direktorin Anita Eichinger: „Es freut mich sehr,
dass der Nachlass von Georg Danzer seit Herbst 2025 in der
Wienbibliothek im Rathaus ist und nun auch für alle Interessierten
zur Verfügung steht. Tatjana Berlakovich hat für das filmische
Porträt auch mit diesen Materialien gearbeitet. Dies zeigt einmal
mehr, wie wichtig die Rolle der Wienbibliothek als sammelnde und
bewahrende Institution ist. Originalquellen aus Nachlässen von
Persönlichkeiten eröffnen immer einen differenzierten Blick auf das
Leben und Werk von Kulturschaffenden, so auch auf Georg Danzer.“

ORF-TV-Kulturchef Martin Traxl: „Es gibt Künstler, die einem nahe
sind und über die man alles zu wissen meint. Und auf einmal sieht man
einen Film und erfährt ganz neue Dinge über diesen Menschen. So ist
es mir mit dem Georg-Danzer-Porträt von Tanja Berlakovich ergangen.
Man bekommt tiefe Einblicke in Danzers Herkunft und Werdegang und
doch bleibt es ein großes Rätsel, woraus dieser scheue und
introvertierte junge Mann seine Ausdruckskraft, seine künstlerische
Integrität und seine Widerständigkeit entwickelt hat. Eine subtile
filmische Annäherung an die vielen Facetten eines außerordentlichen
Talents.“

Filmmacherin Tatjana Berlakovich: „Das Besondere für mich an
Georg Danzer ist, mit welcher Eleganz und Leichtigkeit er große
Themen – egal ob politische Fragen oder Gefühlswelten – in ein Lied
verwandeln konnte und dabei ganz nebenbei auch maßgeblich Wiener
Geschichte und Identität geschrieben hat. Das alles mit seinem
typischen Wiener Schmäh, der einen gleichzeitig zum Lachen und zum
Weinen bringen kann. Überraschend für mich war, dass er auch für
andere Künstler:innen wie etwa Marianne Mendt Texte geschrieben hat
und das oft innerhalb weniger Minuten. Die handschriftlichen Notizen
aus seinem Nachlass haben mir Einblicke in seine Arbeits- und
Gedankenwelt ermöglicht und zugleich einen unsicheren und
verletzlichen Menschen gezeigt. Diese Verbindung aus Leichtigkeit,
Tiefgang und persönlicher Verwundbarkeit macht seine Glaubwürdigkeit
als Mensch und als Künstler für mich aus.“

„Jö schau!“ – ORF-Programmschwerpunkt in TV und Radio ab 4.
Oktober

Den Auftakt des ORF-Programmschwerpunkts zum 80. Geburtstag von
Georg Danzer macht in Ö1 am Sonntag, dem 4. Oktober, um 17.10 Uhr,
ein „Spielräume spezial“ mit dem Titel „Wiener Lässigkeit“. Für
Sendungsgestalter Klaus Wienerroither verkörperte keine andere Figur
der österreichischen Musikszene Ironie, Leichtigkeit und Nonchalance
so überzeugend wie Danzer.

Nach der Ausstrahlung des neuen Filmporträts „Schurli – Der
Liedermacher & Poet Georg Danzer“ am 5. Oktober geht es im Fernsehen
weiter mit „Studio 2“ (Dienstag, 6. Oktober, 17.30 Uhr, ORF 2):
Verena Hartlieb begrüßt Singer-Songwriterin und Dialektmusikerin Anna
-Maria Schnabl alias AMS, die live im Studio Hits von Georg Danzer
präsentiert. Im Herbst bringt sie ein neues Programm mit Liedern der
drei großen Ikonen des Austropop – Georg Danzer, Wolfgang Ambros und
Rainhard Fendrich – auf die Bühne.

Tags darauf, an Georg Danzers Geburtstag, ist bei „Hinter den
Schlagzeilen“ (Mittwoch, 7. Oktober, 16.20 Uhr, ORF 2) Ulli Bäer zu
Gast bei Patrick Budgen. Der Musiker war jahrelang Gitarrist in
Danzers Band und einer seiner engsten Begleiter. Außerdem widmet sich
eine Schwerpunktsendung des Magazins „Kultur Heute“ (19.40 Uhr, ORF
III) der Austropop-Ikone.

Am Donnerstag, dem 8. Oktober, würdigt ORF III Georg Danzer mit
einem vierteiligen Themenabend: Zunächst nähert sich die
Dokumentation „Nur a klana Bua im Winter – Georg Danzer“ (21.55 Uhr)
dem Künstler vor allem über seine Lieder. Musiker wie Konstantin
Wecker und Norbert Schneider interpretieren Danzer-Titel und
erzählen, warum ihre Wahl auf das jeweilige Lied gefallen ist. Die
Sendung, durch die Schauspieler, Kabarettist und Sänger Thomas
Stipsits führt, legt außerdem Augenmerk auf die Jugend und Schulzeit
des Künstlers. Auf ein Dacapo des neuen Porträts „Schurli – Der
Liedermacher & Poet Georg Danzer“ (23.00 Uhr) folgt mit „Georg Danzer
– Und so bin i“ (23.50 Uhr) ein Auftritt in „Die kleine Show“ 1976:
Der Liedermacher erzählt über seine Jugend und die Probleme, mit
denen er als molliger Bursche zu kämpfen hatte, seine Erfahrungen mit
der Schule und seinen Werdegang als Sänger. Dabei gibt er auch
einiger seiner Lieder zum Besten. Den Abend beschließt eine
Aufzeichnung des 2005 gespielten letzten Konzerts „Von der
Donauinsel: Georg Danzer“ (0.35 Uhr) – mit musikalischen Highlights.

Mit einer Spezialausgabe des „Ö3-Heimatsound“ (Mittwoch, 7.
Oktober, 21.00 Uhr) ehrt der Sender den Liedermacher, zudem sind den
ganzen Tag über prägende Titel von Georg Danzer zu hören.

Auch die ORF-Regionalradios würdigen die Musikikone mit eigenen
Programmschwerpunkten: Radio Wien lädt zu einer musikalischen
Zeitreise und bringt am 7. Oktober um 19.00 Uhr eine von Tommy Vitera
gestaltete zweistündige Sondersendung über den Liedermacher und seine
zeitlosen Songs. Radio Niederösterreich präsentiert in „Guten Morgen
Niederösterreich“ ein Porträt, Erinnerungen von Weggefährtinnen und
Weggefährten, eine Publikumsumfrage zum beliebtesten Danzer-Song
sowie zahlreiche Musiktitel. Radio Vorarlberg ehrt Danzer um 22.00 in
der „Radio Vorarlberg Musiknacht“ mit Live-Versionen seiner größten
Erfolge sowie besten Lieder und gibt ihm am Donnerstag, 8. Oktober,
um 21.00 Uhr auch in den „Österreichhits“ nochmals breiten Raum.
Radio Tirol greift den Geburtstag am 7. Oktober mit einem Beitrag und
Musiktiteln auf. Am Samstag, 10. Oktober, folgt um 20.00 Uhr in der
„Radio Tirol Hitbox Austria“ eine einstündige Sendung mit Danzer-Hits
und persönlichen Erinnerungen.

Weiter Details zum neuen ORF-Filmporträt „Schurli – Der
Liedermacher & Poet Georg Danzer“ sowie zum restlichen
Programmschwerpunkt sind unter https://presse.ORF.at abrufbar.