Wien (OTS) – Die Zahl der beim AMS Wien als arbeitslos vorgemerkten
Personen ist
im September 2026 im Jahresvergleich um 1,1 Prozent auf 123.444
zurückgegangen, die der AMS-Kundinnen und -Kunden in Schulung um 4,6
Prozent auf 32.524. Die Summe beider Gruppen ist um 1,9 Prozent
kleiner geworden.
„Damit haben wir erstmals seit sieben Jahren ein Minus vor beiden
relevanten Zahlen, sowohl bei der Veränderung der Zahl der
Arbeitslosen als auch bei jener der Menschen in Schulung“, freut sich
AMS-Wien-Chef Winfried Göschl und sieht dafür mehrere Gründe: „Der
Druck am Arbeitsmarkt hat nachgelassen, es gibt weniger Migration als
noch vor einigen Monaten, und auch bei Unternehmensansiedlungen gibt
es in Wien einen sehr positiven Trend.“
Alles in allem eine gute Basis für Optimismus, sagt Göschl: „Es
gibt wirklich keinen Grund für Schwarzmalerei, die Lage ist in Wien
deutlich besser als die Stimmung.“
Die Zahl der über 50-Jährigen, die arbeitslos oder in Schulung
sind, ist um 2,7 Prozent gestiegen – weil diese Altersgruppe in der
Erwerbsbevölkerung generell größer wird –, die Zahl der unter 25-
Jährigen um 5,4 Prozent gesunken.
Nach wichtigen Branchen betrachtet, ist die Arbeitslosigkeit im
September im Einzelhandel um 3,3 Prozent und in der Warenproduktion
um 2,9 Prozent gestiegen. Im Bau ist sie um 6,8 Prozent gesunken, in
der Hotellerie und Gastronomie um 2,7 Prozent.
„Auch wenn sich die Zahlen in den tourismusnahen Bereichen gut
entwickeln, sei doch noch einmal daran erinnert: Gerade der Herbst
ist eine gute Gelegenheit, sich auch einmal in einem anderen
Bundesland in einem Hotel oder einem Restaurant zu bewerben“, betont
der Wiener AMS-Chef. „Die Chancen auf einen guten Verdienst sind im
Westen und Süden Österreichs in den Wintermonaten ausgezeichnet.“
Das AMS Wien unterstützt Interessierte dabei, dauerhaft oder
zumindest für eine gewisse Zeit ein anderes Arbeitsumfeld – etwa in
einem Hotel in Kärnten oder einem Tiroler Spitzenrestaurant –
kennenzulernen. Göschl: „Wer in Wien seinen Lebensmittelpunkt hat,
muss ja nicht für immer wegziehen. Es ist, im Gegenteil, vor allem
für Berufseinsteigende oder länger Arbeitslose eine gute Chance, auch
hier wieder besser zu leben – denn mit der neuen Arbeitserfahrung
wird auch die Jobsuche in Wien wieder leichter.“