Wien (OTS) – – Stromverbraucher und Stromerzeuger können über
Plattform Strom
tauschen
– Start am 5. Oktober – Stromsharing innerhalb desselben Netzgebiets
– Netzübergreifende österreichweite Nutzung ab 5. April 2027
vorgesehen
– Unternehmen starten bis Jahresende kostenlos
Ein Unternehmen erzeugt Strom. Ein anderes braucht ihn. EMMA-Strom
bringt beide zusammen. Mit der neuen Peer-to-Peer-Stromsharing-
Plattform der ENERGIEALLIANZ Austria können Erzeuger und Verbraucher
künftig selbst entscheiden, mit wem sie erneuerbare Energie teilen
oder von wem sie Strom beziehen möchten. EMMA-Strom startet am
Montag, den 5. Oktober 2026. Unternehmen, die etwa mit ihrer
Photovoltaikanlage mehr Strom erzeugen, als sie selbst verbrauchen,
können überschüssige Mengen gezielt mit ausgewählten Partnern teilen
oder verkaufen. Umgekehrt können Unternehmen erneuerbaren Strom
direkt von selbst gewählten Erzeugern beziehen. EMMA-Strom
organisiert die dafür notwendigen Prozesse im Hintergrund. Mit EMMA-
Strom nutzt die ENERGIEALLIANZ Austria die neuen Möglichkeiten des
Elektrizitätswirtschaftsgesetzes und setzt diese erstmals in eine
innovative digitale Lösung für Peer-to-Peer-Stromsharing um. Dabei
übernimmt das Unternehmen die Vorreiterrolle am Markt.
Zwtl.: Startschuss für Peer-to-Peer in Österreich
Der Marktstart erfolgt mit Inkrafttreten der entsprechenden
Regelungen im Elektrizitätswirtschaftsgesetz (ElWG). EMMA-Strom
fungiert dabei als Drehscheibe, unterstützt bei Anmeldung und Start
und stellt die notwendigen vertraglichen Grundlagen bereit. EMMA-
Strom wickelt außerdem die erforderlichen Kommunikationsprozesse mit
Netzbetreibern ab, ermittelt die geteilten Energiemengen und erstellt
die Abrechnungen. Die rechtlichen Grundlagen für Peer-to-Peer-
Verträge treten mit dem ElWG am 1. Oktober 2026 in Kraft. Die
technische Umsetzung erfolgt aufgrund der erforderlichen Anpassungen
der Marktprozesse bei den Netzbetreibern stufenweise.
Zwtl.: Stufenweiser Ausbau: zunächst innerhalb eines Netzgebiets
Zum Start von EMMA-Strom am 5. Oktober 2026 können Erzeuger und
Verbraucher Strom miteinander teilen, wenn sich die beteiligten
Zählpunkte im selben Netzgebiet befinden. Die netzübergreifende
Nutzung ist in einer weiteren Ausbaustufe ab 5. April 2027
vorgesehen. Ab diesem Zeitpunkt soll Stromsharing auch über die
Grenzen einzelner Netzgebiete hinweg und damit österreichweit möglich
sein. Peer-to-Peer Stromsharing setzt keine eigene
Energiegemeinschaft als Rechtsperson voraus. Das Modell ermöglicht
individuelle Energiepartnerschaften von Großindustrie bis zu
Privathaushalten und eine gezielte Wahl der jeweiligen
Vertragspartner. Einzige Einschränkung in der Startphase – bis zur
netzübergreifenden Ausbaustufe müssen sich die beteiligten Zählpunkte
im selben Netzgebiet befinden.
Zwtl.: Privatkunden – Schwerpunkt ab März 2027
Ab März 2027 sollen dann auch Privatkundinnen und Privatkunden
von den Vorteilen von EMMA-Strom überzeugt werden. Damit steht die
Peer-to-Peer-Plattform auch Kundinnen und Kunden der regionalen
Vertriebsgesellschaften Wien Energie, EVN und Burgenland Energie als
zusätzliches Angebot zur Verfügung. Der bestehende Stromliefervertrag
bleibt dabei bestehen und kann um die Möglichkeiten des Peer-to-Peer-
Stromsharings ergänzt werden. Für die österreichweite,
netzübergreifende gemeinsame Energienutzung gilt unabhängig von der
Kundengruppe die nächste technische Ausbaustufe: Ab 5. April 2027
soll Peer-to-Peer-Stromsharing über Netzgebietsgrenzen hinweg
österreichweit möglich sein. Voranmeldungen für die Plattform sind
bereits jetzt möglich. Mittelfristig soll EMMA Strom Stromerzeuger
und Stromverbraucher über alle Kundengruppen hinweg zusammenbringen.
EMMA-Strom wird dabei bewusst nicht nur als technische Plattform
positioniert, sondern als persönliche digitale Schnittstelle für neue
Formen der Energienutzung. Zum Marktstart begleitet die
ENERGIEALLIANZ Austria EMMA-Strom mit einer eigenen digitalen
Informationswelt. Auf www.emma-strom.at werden Funktionsweise,
Einsatzmöglichkeiten und Konditionen erklärt. Ein Erklärvideo
vermittelt das Prinzip des Peer-to-Peer-Stromsharings, ein Folder
erklärt, wie Unternehmen EMMA einsetzen können.
Zwtl.: Sonderaktion für Unternehmen in der Startphase
Besonders interessant ist EMMA-Strom bereits in der Startphase
etwa für Unternehmen mit eigener PV-Anlage: Mit einer speziellen
Sonderaktion richtet sich EMMA-Strom gezielt an Großkunden,
Unternehmen, Landwirte und öffentliche Einrichtungen: Vom 1. Oktober
bis einschließlich 31. Dezember 2026 entfallen sämtliche
Plattformnutzungsentgelte.
Überschüssiger Strom kann gezielt mit einem anderen Geschäftspartner
geteilt werden. Das reicht vom Verkauf an Partnerunternehmen über die
Verbindung eigener Standorte bis zu Energiepartnerschaften oder
Stromspenden an Vereine. Den Preis für die geteilte Energie legt EMMA
-Strom nicht fest; die Konditionen vereinbaren die Beteiligten
selbst.
Über EMMA-Strom
EMMA-Strom ermöglicht Unternehmen, Landwirten, öffentlichen
Einrichtungen und Privatpersonen, überschüssige erneuerbare Energie
direkt miteinander im Peer-to-Peer-Modell zu teilen, ohne eine eigene
Energiegemeinschaft gründen zu müssen. Zum Start ab 5. Oktober 2026
ist die gemeinsame Energienutzung zwischen Zählpunkten im selben
Netzgebiet möglich. Die netzübergreifende österreichweite Nutzung ist
ab 5. April 2027 vorgesehen. Voraussetzung für die Plattformnutzung
ist unter anderem ein Smart Meter in erweiterter Konfiguration (IME)
oder ein Lastprofilzähler sowie die entsprechende Zustimmung zur
täglichen Übermittlung der Viertelstundenwerte. Die Plattformnutzung
ist für Unternehmen bis Ende 2026 kostenlos.
Über ENERGIEALLIANZ Austria
Die EAA versorgt mit den regionalen Vertriebsgesellschaften aus Wien,
Niederösterreich und dem Burgenland sowie der Diskontmarke „Switch“
und dem Ökostromlieferanten „NATURKRAFT“ rund 2,6 Millionen
Kundenanlagen mit Strom, Erdgas und Energiedienstleistungen. Mit EMMA
-Strom erweitert die ENERGIEALLIANZ Austria ihr Angebot um eine
digitale Stromsharing-Plattform für die gemeinsame Nutzung
erneuerbarer Energie.
Video(s) zu dieser Aussendung finden Sie unter http://video.ots.at