Wien/Oberwart (OTS) – Vier neue Analyseergebnisse der
Umweltschutzorganisation Greenpeace
bestätigen die akute Asbestgefahr bei der Friedensburg Schlaining.
Greenpeace widerlegt damit die am 4.8.2026 veröffentlichte
vermeintliche Entwarnung durch die Landesimmobilien Burgenland (LIB).
In diesem Zusammenhang hat Greenpeace eine Beschwerde beim
Landesverwaltungsgerichtshof gegen die LIB eingereicht. Landesrätin
Haider-Wallner muss für eine umgehende Sperre des Areals für
Veranstaltungen aller Art sorgen, statt weiterhin untätig zu bleiben.
Herwig Schuster, Umweltchemiker bei Greenpeace Österreich: „Wir
haben neue Proben bei der Friedensburg Schlaining gezogen, die eine
deutliche Belastung der Luft mit Asbestfasern belegen. Damit werden
jährlich rund 60.000 Burg-Besucherinnen und Besucher, darunter viele
Kinder, einer völlig unnötigen Asbestbelastung ausgesetzt. Noch viel
besorgniserregender ist die ständige Belastung der Angestellten auf
der Burg.”
Neue Greenpeace-Analysen bestätigen akute Asbestgefahr
Bei den vier neuen Analysen handelt es sich um zwei
Materialproben sowie um zwei Staubproben aus dem Burggelände. Die
Materialprobe vom Schotter aus dem Innenhof mit Restaurant enthielt
20-50% Asbest, jene aus dem Bereich vor den Sanitäranlagen 5-20%
Asbest. Die beiden Staubproben aus dem Innenhof wurden etwa auf
Kopfhöhe auf einem Schild entnommen und belegen eine erhebliche
Asbestbelastung von 40 und 120 Asbestfasern pro Quadratzentimeter.
Mit diesen speziellen Proben an Oberflächen kann zweifelsfrei eine
Asbestbelastung der Luft nachgewiesen werden.
Aufgrund der hohen Asbestbelastung und der vielen betroffenen
Menschen fordert Greenpeace eine sofortige Totalsperre der Burg, bis
eine Sanierung umgesetzt ist. „ Die burgenländische Taskforce hat
beim Entfernen von Asbest und dem Schutz der Menschen an besonders
kritischen Orten komplett versagt. Auch nach Monaten liegt im
Burgenland noch immer Asbestschotter selbst vor Kindergärten und
Freizeiteinrichtungen. Die für Luftverschmutzung zuständige Grüne
Landesrätin Anja Haider-Wallner muss daher endlich einschreiten und
für eine Sperre des Burgareals in Schlaining sorgen, bis eine
Sanierung umgesetzt ist. Sie darf sich nicht weiter hinter einer
Beschwichtigungs-Task-Force verstecken” , forderte Schuster.
Greenpeace-Beschwerde vor Gericht gegen Landesimmobilien
Burgenland
Nach der vermeintlichen Entwarnung vom 4. August hat Greenpeace
bei der LIB gemäß Informationsfreiheitsgesetz angefragt, wer die in
der Medienkommunikation zitierte, nicht namentlich genannte
“Fachfirma” war und um die Übermittlung des Gutachtens ersucht. Die
Antwort wurde von der LIB unter Verweis auf Datenschutz verweigert.
Die LIB gehört zu 100% dem Land Burgenland. Greenpeace hat nun über
ihren Anwalt Beschwerde beim Landesverwaltungsgericht Burgenland
eingebracht, mit der die Informationsherausgabe sichergestellt werden
soll.
Die Analyse der Proben, den Greenpeace Asbest-Aktionsplan sowie
passendes Bildmaterial finden Sie hier: https://bit.ly/4yYdkJa
Unter Angabe der Credits © Mitja Kobal / Greenpeace stehen die Fotos
kostenfrei zur redaktionellen Nutzung zur Verfügung.
Inhalte auf einen Blick
Thema / Anlass: Neue Greenpeace-Analysen belegen eine akute
Asbestgefahr auf der Friedensburg Schlaining, weshalb Beschwerde beim
Landesverwaltungsgericht Burgenland gegen die Landesimmobilien
Burgenland eingereicht wurde.
Datenbasis / Ergebnis: Materialproben zeigen bis zu 50 Prozent Asbest
im Schotter des Innenhofs sowie bis zu 120 Asbestfasern pro
Quadratzentimeter im Staub.
Hauptforderung: Landesrätin Anja Haider-Wallner muss eine sofortige
Totalsperre des Burgareals veranlassen. Die Landesimmobilien
Burgenland müssen die unter Verschluss gehaltenen Gutachten
herausgeben.
Akteur:innen / Adressat: Landesimmobilien Burgenland (LIB) und
Landesrätin Anja Haider-Wallner.
Quelle / Material: Greenpeace Österreich / Analysen, Asbest-
Aktionsplan und Bildmaterial: https://bit.ly/4yYdkJa