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Suchtmittelkriminalität: Anzeigen deutlich unter Höchststand von 2019

Wien (OTS) – Die Zahl der Anzeigen nach dem Suchtmittelgesetz liegt
weiterhin
deutlich unter den Werten der Jahre 2017 und 2019. Aus einer
parlamentarischen Anfrage geht hervor, dass im Jahr 2025
österreichweit 36.801 Anzeigen registriert wurden. Zum Vergleich:
2017 waren es 42.610 Anzeigen, 2019 wurde mit 43.329 Anzeigen ein
Höchststand verzeichnet. Damit lag die Zahl 2025 um rund 15 Prozent
unter dem Wert von 2019.

Zwtl.: Inländische Tatverdächtige

Bei den Tatverdächtigen zeigt sich eine unterschiedliche
Entwicklung. Die Zahl der inländischen Tatverdächtigen sank von
20.672 im Jahr 2017 beziehungsweise 27.008 im Jahr 2019 auf 19.256 im
Jahr 2025. Gegenüber 2017 entspricht das einem Rückgang um rund 1.400
Personen.

Zwtl.: Fremde Tatverdächtige

Bei den fremden Tatverdächtigen wurden 2025 insgesamt 14.107
Personen registriert. 2017 waren es 14.612 und 2019 13.052. Damit
liegt die Zahl unter dem Wert von 2017, jedoch um rund 1.050 über
jener des Jahres 2019.

Zwtl.: Maßnahmen zur Bekämpfung der Drogenszene

Die Polizei setzt bei der Bekämpfung der Suchtmittelkriminalität
weiterhin auf Lageanalysen, gezielte Schwerpunktkontrollen und
intensive Ermittlungen gegen organisierte Strukturen.

Insbesondere in Ballungsräumen stehen internationale Tätergruppen
und Vertriebsnetzwerke im Fokus. Neben klassischen Suchtmitteln
gewinnen synthetische beziehungsweise neuartige psychoaktive
Substanzen sowie digitale Vertriebswege über soziale Medien,
verschlüsselte Kommunikationsdienste und das Darknet zunehmend an
Bedeutung.

Ziel der kriminalpolizeilichen Maßnahmen ist es, organisierte
Täterstrukturen entlang der Liefer- und Vertriebskette zu bekämpfen,
Hintermänner und Finanzströme zu identifizieren und
grenzüberschreitende Netzwerke nachhaltig zu zerschlagen.