Linz (OTS) – Mit der Berufung von Christoph Bertram geht die
Interdisciplinary
Transformation University (IT:U) einen bedeutenden Schritt im Aufbau
ihrer wissenschaftlichen Exzellenz. Der international renommierte
Wissenschafter wechselt von der University of Maryland nach
Österreich und übernimmt die Professur für Global Energy System and
Policy Analysis. Das US amerikanische Center for Global
Sustainability an der University of Maryland finanziert den neuen
Forschungsbereich in den nächsten Jahren auf Basis von
Stiftungsmitteln.
Wie verändern Klimawandel, neue Technologien und politische
Entscheidungen Wirtschaft und Gesellschaft? Christoph Bertram
untersucht diese Zusammenhänge mithilfe moderner Computer- und KI-
Modelle. Er entwickelt globale Szenarien, mit denen sich mögliche
Folgen besser einschätzen und Maßnahmen vorausschauender planen
lassen. Aus seiner Mitarbeit am letzten Klimabericht des
Weltklimarats IPCC bringt er zusätzliche internationale Erfahrung in
den neuen Forschungsbereich ein.
Mit Christoph Bertram stärkt die IT:U ihre internationale
Expertise an der Schnittstelle von Energieforschung, Modellierung und
Klimapolitik. Im Mittelpunkt der neuen Professur stehen
Transformationsfragen, die für Oberösterreich und ganz Österreich
besonders relevant sind: die Energiewende, die Transformation von
Industrie und Wirtschaft sowie die vorausschauende Planung von
Infrastruktur.
„Die Berufung von Christoph Bertram zeigt, welche internationale
Sichtbarkeit und Anziehungskraft die IT:U bereits entwickelt hat. Als
Universität für Transformation bauen wir in Linz international
vernetzte Forschung auf, die unterschiedliche Perspektiven verbindet
und Wissen für konkrete Entscheidungen zu regionalen und nationalen
Transformationsfragen nutzbar macht“
Zwtl.: Zukunftsszenarien als Grundlage für bessere Entscheidungen
Klimawandel wirkt sich längst auf Wirtschaft und Infrastruktur
aus: Technologieentwicklung, die ursprünglich aus klimapolitischen
Gründen begann hat mittlerweile eine starke Eigendynamik entfaltet.
Während Erneuerbare Energien und Batterien immer billiger werden,
haben Krisen in den letzten Jahren zu hohen Preisfluktuation bei Öl
und Erdgas geführt. Daher gewinnen Elektroautos, Sonnen- und
Windenergie Marktanteile in Ländern rund um die Erde. Globale
Szenarien helfen dabei, solche Zusammenhänge sichtbar zu machen,
unterschiedliche Entwicklungen zu simulieren und die möglichen Folgen
politischer Entscheidungen und technologischer Entwicklungen zu
vergleichen.
Die Forschung soll so Erkenntnisse liefern, mit denen sich
wirtschaftliche und volkswirtschaftliche Entwicklungen besser
einschätzen und Maßnahmen für Energiewende, Industrie und
Infrastruktur vorausschauender planen lassen. Damit entsteht an der
IT:U Wissen, das für Oberösterreich ebenso relevant ist wie für ganz
Österreich.
„Meine Forschung hilft zu verstehen, welche zukünftigen
Auswirkungen heutige Entscheidungen in der Energiepolitik haben, und
schaut dabei unter anderem auf Klima, Wirtschaft, und
Versorgungssicherheit. Für so eine vielschichtige Thematik benötigt
es Einsichten von vielen Disziplinen, und daher ist die IT:U für mich
ein idealer Standort. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit den
Kolleginnen und Kollegen sowie Studierenden und den hiesigen
Stakeholdern in Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft“
Zwtl.: Internationale Forschung für den Standort Österreich
Die Professur ist unbefristet eingerichtet; die eingeworbenen
Stiftungsgelder decken den Aufbau der Forschung über mehrere Jahre
ab. An der IT:U wird Bertram unter anderem mit Elisabeth Gsottbauer,
Falko Ueckerdt, Frank Neffke und Daniel Klotz zusammenarbeiten.
Zugleich bleibt die Verbindung zur University of Maryland und zur
internationalen Modelling Community bestehen. Weitere
Forschungskooperationen sind insbesondere mit Partnern in den USA und
Asien vorgesehen.
Die Berufung von Christoph Bertram markiert den nächsten Schritt
im wissenschaftlichen Aufbau der IT:U. Als Universität für
Transformation entwickelt sie gezielt interdisziplinäre Forschung an
der Schnittstelle von Technologie, Wirtschaft und Gesellschaft. Ziel
ist es, internationale wissenschaftliche Exzellenz nach Österreich zu
holen, reale Herausforderungen zu bearbeiten und aus Forschung
konkrete Wirkung entstehen zu lassen.
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