Wien (OTS) – „Die rüde Beschimpfung der Israelitischen Kultusgemeinde
durch Harald
Vilimsky zeigt, wessen Geistes Kind er wirklich ist“, sagt Reinhold
Lopatka, Delegationsleiter der ÖVP im Europäischen Parlament. „Die
IKG als ‚sehr, sehr linke‘ Organisation abzukanzeln und die jüdische
Gemeinde in Österreich auf ein ‚paar wenige Linke in Wien‘ zu
reduzieren, ist keine Entgleisung, sondern hat bei der FPÖ Tradition:
Jörg Haider, den FPÖ-Obmann Herbert Kickl vor Kurzem in Innsbruck
glorifizierte, wollte den damaligen IKG-Präsidenten Ariel Muzicant
mit seinem berüchtigten ‚Ariel‘-Sager der Lächerlichkeit preisgeben.
Und Martin Sellner, dessen identitäre Bewegung von Kickl zur ‚NGO von
rechts‘ erklärt wurde, hat als 17-Jähriger Hakenkreuz-Kleber an der
Synagoge in Baden angebracht. Wer in dieser Linie steht, verliert die
Glaubwürdigkeit, sich als Freund jüdischen Lebens zu inszenieren. Die
Herabwürdigung einer gesetzlich anerkannten Religionsgesellschaft hat
in einer liberalen Demokratie keinen Platz und kann vor dem
Hintergrund unserer historischen Verantwortung nicht widerspruchslos
hingenommen werden. Und ich sage auch: Mittlerweile bedauere ich es,
dass ich selbst beim Likud in Israel war und mich als Vorsitzender
des Außenpolitischen Ausschusses der Internationalen Demokratischen
Union für die Aufnahme der Partei in die IDU eingesetzt habe. Ich
bedauere das, wenn ihr internationaler Sekretär jetzt mit extrem
rechten Politikern in Straßburg an einem Tisch sitzt“, erklärt
Lopatka abschließend.