Wien (OTS) – Seit 24 Jahren steht die Pink Ribbon-Aktion der
Österreichischen
Krebshilfe für die Erinnerung an die Mammografie und die Solidarität
mit Frauen, die an Brustkrebs erkrankt sind. 24 Jahre, in denen
Bewusstsein geschaffen, über Früherkennung informiert und Spenden
gesammelt wurden, um der steigenden Zahl an Betroffenen rasch und
konkret helfen zu können.
Anlässlich des Internationalen Brustkrebstages rückt die
Österreichische Krebshilfe die komplexe Gesamtsituation von
Brustkrebspatientinnen in den Mittelpunkt. Denn die
Herausforderungen, mit denen Frauen nach der Diagnose konfrontiert
sind, sind vielfältig – und gehen weit über die medizinische
Behandlung hinaus. Eine besondere Dimension stellt dabei die
metastasierte und unheilbare Erkrankung dar.
Zwtl.: Eine Diagnose – viele Herausforderungen
Die Behandlung von Brustkrebs ist heute so individuell und
differenziert wie nie zuvor. Neue, hochspezialisierte und zunehmend
komplexe Therapien eröffnen vielen Patientinnen neue Chancen.
Gleichzeitig bringt die Vielfalt der Behandlungsmöglichkeiten auch
große Herausforderungen mit sich: Therapien müssen verstanden,
Entscheidungen getroffen und oftmals belastende Nebenwirkungen
bewältigt werden.
Hinzu kommt die omnipräsente Angst – vor der nächsten
Untersuchung, vor einem Rückfall, einem Fortschreiten, vor
Nebenwirkungen und vor einer ungewissen Zukunft. Für viele Frauen
verändert sich mit der Diagnose das Verhältnis zum eigenen Körper und
zum bisherigen Leben grundlegend.
Eine Krebserkrankung hat immer auch eine soziale Dimension : Wie
verändert sich die Rolle innerhalb der Familie? Was bedeutet die
Erkrankung für Partnerschaft und Sexualität? Wie gehen Kinder und
Angehörige damit um? Und wer ist da, wenn die eigene Kraft nicht mehr
ausreicht?
Für immer mehr Betroffene stellen sich auch berufliche und
finanzielle Fragen : Wie geht es nach langen Krankenständen oder bei
eingeschränkter Arbeitsfähigkeit beruflich weiter? Was bedeutet die
Erkrankung für die finanzielle Situation? Und wie findet man sich im
österreichischen Paragraphendschungel rund um Krankenstand,
Pflegegeld, Berufsunfähigkeit, Rehageld etc. zurecht – insbesondere
in einer emotionalen Ausnahmesituation?
“Die medizinische Behandlung ist ein wichtiger Teil der Therapie.
Aber wir müssen die Gesamtsituation von Betroffenen, ihre
Herausforderungen, Belastungen und Anliegen noch stärker zum
gesundheitspolitischen Thema machen: Was brauchen Menschen, damit sie
mit einer Krebserkrankung bestmöglich leben können – während der
Therapie, danach und in einer palliativen Situation? ” – Krebshilfe-
Präsident Univ.-Prof. Dr. Paul Sevelda.
Zwtl.: Expert:innen und Patientinnen im Gespräch
Die Österreichische Krebshilfe stellt deshalb einen offenen
Bühnentalk in den Mittelpunkt der diesjährigen Auftaktveranstaltung
zum Brustkrebsmonat Oktober. Die Krebshilfe-Expert:innen Univ.-Prof.
Dr. Paul Sevelda, Doz. Dr. Maximilian Marhold und Univ.-Prof. Dr. Eva
Masel beleuchten gemeinsam mit Patientinnen die unterschiedlichen
Aspekte und Herausforderungen, die mit einer Brustkrebserkrankung
verbunden sind. Der Bühnentalk wird von der langjährigen Pink-Ribbon-
Botschafterin, Journalistin und Herausgeberin Uschi Pöttler-Fellner
moderiert.
Zwtl.: Österreichische Krebshilfe: Unverzichtbarer Pfeiler für
Patient:innen und Angehörige
Mit ihren 63 Krebshilfe-Beratungsstellen in ganz Österreich
begleitet die Österreichische Krebshilfe jährlich rund 30.000
Menschen – von psychoonkologischer Beratung und Information über
sozialrechtliche Unterstützung bis hin zu finanzieller Soforthilfe.
Diese wichtige Hilfe unter einem Dach ist für viele Betroffene (jeder
Krebsart) und ihre Angehörigen eine unverzichtbare Unterstützung. Das
umfassende Beratungs- und Betreuungsangebot wird weitgehend durch
private Spenden und Sponsoring finanziert. Einzelne Krebshilfe-
Landesvereine erhalten darüber hinaus regionale Unterstützungen.
“Der überwiegende Teil der Hilfesuchenden sind Frauen,
insbesondere Brustkrebspatientinnen. Genau hier setzt die Pink Ribbon
-Aktion an: Unsere Vision war es, gemeinsam mit Partnern und
Unterstützern eine starke ‚Pink Ribbon Familie‘ zu bilden und dafür
Sorge zu tragen, dass Betroffene und ihre Angehörigen jene Hilfe
erhalten, die sie in dieser schwierigen Zeit benötigen.” – Krebshilfe
-Geschäftsführerin und Pink Ribbon-Projektleiterin Doris Kiefhaber.
„Wir sind daher Estée Lauder und allen anderen Pink Ribbon-
Partnern und Unterstützer:innen von Herzen dankbar. Mit ihrem
großartigen Engagement, ihren Spenden, ihrem Sponsoring und ihrer
Unterstützung tragen sie ganz wesentlich dazu bei, dass wir
Brustkrebspatientinnen und ihre Angehörigen nicht nur heute, sondern
auch weiterhin mit Beratung und Unterstützung kostenlos zur Seite
stehen können“, so Kiefhaber.
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