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Teaming Up 4 Forests | Neue wissenschaftliche Studie: Forstwirtschaft und Biodiversität sind keine Gegensätze, sondern bedingen einander.

Wien (OTS) – – Studie und Business Brief , eine ausführliche
Medieninformation
sowie die Video-Aufzeichnung des Webinars samt Q & A zur heutigen
Studienpräsentation stehen hier zum Download bereit:

Productive and Biodiverse

– Download Bildmaterial

Europas Wälder stehen unter hohem Erwartungsdruck : Sie sollen
erneuerbare Rohstoffe bereitstellen, Kohlenstoff speichern, die
Biodiversität erhalten, Erholungsraum bieten, Wasser und Böden
schützen. Zugleich soll ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber den
Klimawandelfolgen wachsen. Kein einzelner Wald kann all diese
Leistungen gleichzeitig und im höchsten Ausmaß erbringen.
Zielkonflikte sind unvermeidbar. Die Herausforderung besteht darin,
diese Zielkonflikte durch wissenschaftlich fundierte Entscheidungen
verantwortungsvoll und vorausschauend zu steuern.

Genau dafür bietet die heute, am 16. September 2026
veröffentlichte Studie von Teaming Up 4 Forests (TU4F) wertvolle
Anregungen. Unter dem Titel „ Productive and Biodiverse: Managing
Europe’s Forests for Economic and Ecological Outcomes “ untersucht
sie mit wissenschaftlichen Methoden, wie die Waldbewirtschaftung
wirtschaftliche UND ökologische Ziele erreichen kann.

„Die Studie stützt sich auf Erkenntnisse aus einem breiten
Spektrum von Fachdisziplinen. Diese belegen, dass produktive
Forstwirtschaft und der Erhalt der Biodiversität keine
widerstrebenden Ziele sind, sondern einander ergänzen und gemeinsam
die langfristige Widerstandsfähigkeit, Produktivität und
gesellschaftliche Bedeutung der Wälder stärken“ , erklärt
Studienleiter Frank Krumm von der Eidgenössischen Forschungsanstalt
für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) .

Zwtl.: Aktives Waldmanagement und gezielte Naturschutzmaßnahmen
kombinieren

Fördert die Forstwirtschaft die Biodiversität, handelt sie nicht
nur ökologisch verantwortungsvoll, sondern investiert strategisch in
die künftige Produktivität und Stabilität der Wälder. Denn, so die
wichtigsten Studienergebnisse, nur resiliente Waldökosysteme sind in
der Lage, die vielfältigen Funktionen der Wälder aufrecht zu erhalten
. Biodiversität stärkt die Widerstandskraft der Wälder und befähigt
sie, Dürren, Stürme, Schädlingsbefall und Waldbrände zu überstehen
und sich davon zu erholen.

Europas Wälder sind eingebettet in stark fragmentierte
Landschaften und geprägt von sehr unterschiedlichen
Eigentumsstrukturen. Vor diesem Hintergrund verficht die Studie einen
integrativen und multifunktionalen Ansatz der Waldbewirtschaftung .
Anstatt ausschließlich auf intensiv genutzte Wirtschaftswälder oder
streng geschützte Naturwaldflächen zu setzen, sei die Verknüpfung von
aktiver Bewirtschaftung und gezielten Naturschutzmaßnahmen gefragt –
unter Berücksichtigung ökologischer, wirtschaftlicher und
gesellschaftlicher Rahmenbedingungen vor Ort.

„Der notwendige Wandel in der Holzwirtschaft betrifft nicht nur
eine größere Vielfalt und bessere Klimaanpassung der Baumarten,
sondern auch neue Formen des Waldmanagements. An die jeweiligen
Standorte angepasste Bewirtschaftung fördert die Holzproduktion,
erhält die Biodiversität und stärkt die Klimawandel-Resilienz. Zum
Erfolg tragen Strukturelemente wie Habitatbäume und Totholz ebenso
bei wie koordiniertes Monitoring und flexibles Wald-Management“ ,
erläutert Mitautorin Andreea Spinu von der Universität Freiburg .

Zwtl.: Informationen zur neuen TU4F-Studie

Die Studie „ Productive and Biodiverse: Managing Europe’s Forests
for Economic and Ecological Outcomes “ fasst den aktuellen Stand der
wissenschaftlichen Erkenntnisse zusammen und baut auf einem von
Teaming Up 4 Forests organisierten Think-Tank-Treffen im April 2025
auf, an dem mehr als 40 führende Vertreterinnen und Vertreter aus
Wissenschaft, Wirtschaft und Politik teilnahmen. Die International
Union of Forest Research Organizations (IUFRO) übernahm als
wissenschaftlicher Partner von Teaming Up 4 Forests die Konzeption
und Durchführung der Studie sowie die Erstellung der Publikation. Die
Finanzierung erfolgte durch Mondi . Im Einklang mit den Grundsätzen
von Teaming Up 4 Forests wurden während des gesamten Projekts höchste
Standards hinsichtlich wissenschaftlicher Qualität, Integrität und
Unabhängigkeit eingehalten. Die Studienergebnisse werden am 2.
Oktober 2026 bei der 28. Tagung des Forstausschusses (COFO 28) der
Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (
FAO) , im Rahmen der 10. World Forest Week vorgestellt.

Zwtl.: Teaming Up 4 Forests …

… wurde 2021 von IUFRO und Mondi gegründet und hat seitdem ein
professionelles Netzwerk von über 100 Wissenschaftler*innen,
Wirtschaftsvertreter*innen und politischen Entscheidungsträger*innen
entlang der forstwirtschaftlichen Wertschöpfungskette aufgebaut. Die
Plattform hat das Ziel, weltweit verfügbare wissenschaftliche
Erkenntnisse in praktische Lösungsansätze für den holzbasierten
Sektor zu übersetzen. Sie bietet einen Treffpunkt für regelmäßige
Interaktionen, Wissensaustausch und gegenseitiges Lernen und teilt
aktiv Ergebnisse, um Diskussionen über die Zukunft von waldbasierten
Gütern und Dienstleistungen zu erleichtern. Die Plattform strebt an,
ihre Wirkung zu erhöhen und neue Partner einzubeziehen, um die
Erreichung der UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) zu
unterstützen. https://teamingup4forests.com/