Schönheit

Bundesjugendvertretung zu Sondernationalrat: Kein Klimagesetz ohne Jugendbeteiligung

Wien (OTS) – Anlässlich der Sondersitzung des Nationalrats zum Thema
Klima- und
Hitzeschutz fordert die Bundesjugendvertretung (BJV), dass das neue
Klimagesetz nicht ohne die Einbindung junger Menschen erarbeitet
wird.

„Seit Jahren warten wir darauf, dass es eine Neuauflage des
Klimagesetzes gibt. Nach zahlreichen Verhandlungen und immer wieder
aufgeschobenen Versprechen ist es jetzt an der Zeit, jene Menschen
einzubinden, die von den Folgen der Klimakrise am längsten betroffen
sein werden – und das ist die junge Generation. Unsere Anliegen
müssen gehört werden“, betont BJV-Vorsitzende Lejla Visnjic.

Auswirkungen der Klimakrise auf junge Menschen ernstnehmen

Mehr Beteiligung in der Klimapolitik fordern Jugendliche auch
jedes Jahr beim Klimajugendrat ein, den die BJV heuer bereits zum
fünften Mal veranstalten wird. Rund 100 Jugendliche haben dort die
Möglichkeit, mit Abgeordneten des Nationalrats über klimapolitische
Themen und konkrete Bereiche wie Mobilität oder Landwirtschaft zu
diskutieren. Neben einem starken Klimagesetz haben sich die
Jugendlichen in der Vergangenheit dort auch für ein von der Regierung
finanziertes Jugendgremium zu Klimathemen ausgesprochen.

„Wir appellieren an die Regierung, hier endlich Bewegung
hineinzubringen. Ein Runder Tisch mit Vertreter*innen des
Jugendbereichs zum Klimagesetz wäre nicht nur ein erster Schritt, um
jungen Menschen mehr Mitsprache zu ermöglichen. Er würde auch zeigen,
dass die Politik die besondere Betroffenheit junger Menschen durch
die Klimakrise anerkennt und ihre Anliegen ernst nimmt“, sagt BJV-
Vorsitzende Anna Schwabegger.

Kein Klimagesetz ohne verbindliche Emissionsziele und Sanktionen

Abschließend bekräftigt die BJV ihre Forderung nach einem
Klimagesetz, das die Klimaneutralität bis 2040 garantiert. Dafür
braucht es verbindliche Emissionsziele für Bund, Länder, Gemeinden
und alle Sektoren sowie klare Konsequenzen, wenn diese Ziele nicht
erreicht werden.

„Ohne verbindliche Ziele und Sanktionen wird das Klimagesetz dem
Ernst der Lage nicht gerecht. Wir erwarten uns von der Regierung hier
ein klares Bekenntnis dazu, unsere Lebensgrundlage und die der
kommenden Generationen zu schützen“, so die BJV-Vorsitzenden
abschließend.