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Grüne Wien/Malle, Stadler: „Chancenbonus verkommt zum Feigenblatt – Wiener Schulen brauchen psychosoziale Unterstützung mehr denn je“

Wien (OTS) – „Während die Wiener Bildungskrise ungebremst
voranschreitet, lassen
SPÖ und NEOS die erst vor zwei Jahren aufgebauten
multiprofessionellen Teams an Pflichtschulen auslaufen. Das ist
bildungspolitisch völlig absurd: Der Bund stellt zusätzliches Geld
für jene Schulen bereit, die mehr Unterstützung brauchen – und die
Stadtregierung fährt gleichzeitig die eigene Unterstützung zurück.
Der viel gepriesene Chancenbonus wird damit zum Feigenblatt von SPÖ
und Neos“, kritisieren die Bildungssprecher:innen der Grünen Wien,
Julia Malle und Felix Stadler.

Mit Stand Juni 2025 waren nach Angaben von Gesundheitsstadtrat
Hacker 34,5 Vollzeitäquivalente in den multiprofessionellen Teams
tätig. Nun sollen diese Strukturen bis Juni 2027 auslaufen. „Wir
reden hier von der Betreuung und Begleitung von tausenden
Schüler:innen. Das ist keine Kleinigkeit, die man einfach mit einem
neuen Fördertopf gegenrechnen kann. Wenn SPÖ und NEOS diese Stellen
in Wien streichen, sobald der Bund zusätzliches Geld bereitstellt,
dann haben die Schulen am Ende wieder keine zusätzlichen Ressourcen.
Aber genau das wäre ja die Absicht hinter dem Chancenbonus gewesen“,
so Malle und Stadler.

Rot-pinke Bildungspolitik, die an den Schulen vorbeigeht

Gerade bei der psychosozialen Unterstützung brauche es mehr statt
weniger. „Schulen sind längst mit psychischen Belastungen, familiären
Problemen, Konflikten und sozialen Herausforderungen konfrontiert.
Wer hier bei Sozialarbeiter:innen und Psycholog:innen kürzt, macht
Politik, die am tatsächlichen Bedarf unserer Schulen vorbeigeht“,
halten Malle und Stadler fest.

Die Wiener Grünen fordern daher, die bestehenden
multiprofessionellen Teams zu erhalten und den Chancenbonus
tatsächlich als zusätzliche Ressource einzusetzen. Ein entsprechender
Antrag wird im nächsten Gemeinderat eingebracht. „Wenn SPÖ und NEOS
es mit mehr Chancengerechtigkeit ernst meinen, dürfen sie nicht genau
jene Strukturen abbauen, die Kinder und Schulen dringend brauchen.
Die Stadtregierung muss ihre Verantwortung übernehmen – und zwar
zusätzlich zum Chancenbonus, nicht statt ihm“, so Malle und Stadler
abschließend.