Wien (OTS) – Lebensmittelverschwendung beginnt nicht erst im
Supermarkt oder in
der Produktion. Mehr als die Hälfte aller in Österreich erfassten
Lebensmittelabfälle entsteht dort, wo bislang nur schwer direkt
angesetzt werden konnte: in den privaten Haushalten.
Nach aktuellen Zahlen des Bundesministeriums fielen im Jahr 2023
in Österreich rund 1,18 Millionen Tonnen Lebensmittelabfälle an. Mit
638.305 Tonnen bzw. 53,9 Prozent entfiel mehr als die Hälfte davon
auf private Haushalte. Dahinter folgen Gastronomie und
Verpflegungsdienstleistungen mit 22,5 Prozent, Verarbeitung und
Herstellung mit 17,2 Prozent, Handel und Vertrieb mit 6,0 Prozent
sowie die Primärerzeugung mit 0,4 Prozent. Insgesamt wären laut
Ministerium 52,3 Prozent der erfassten Lebensmittelabfälle
vermeidbar.
Zwtl.: Seit 2014 gegen Lebensmittelverschwendung
Initiator Alexander Mühlhauser beschäftigt sich seit 2014
intensiv mit der Rettung und sinnvollen Weitergabe von Lebensmitteln.
Mit dem von ihm gegründeten Verein START UP und dessen FOODPOINT-
Sozialmärkten sowie heute als Obmann des eigenständigen Vereins
Lebensmittelrettung Österreich wurden über die Jahre Strukturen
geschaffen, um überschüssige Lebensmittel aus Einzelhandel,
Großhandel, Lebensmittelproduktion und Landwirtschaft vor der
Entsorgung zu bewahren und einer sinnvollen Verwendung zuzuführen.
Der größte Bereich der Lebensmittelverschwendung lässt sich mit
klassischen Abholtouren jedoch nur schwer erreichen: private
Haushalte.
Genau hier setzt die neue RetterApp an.
Zwtl.: „Jetzt bringen wir Lebensmittelrettung direkt in die
Nachbarschaft“
„Seit mehr als zwölf Jahren beschäftigen wir uns damit, wie
Lebensmittel aus Handel, Großhandel, Produktion und Landwirtschaft
sinnvoll weitergegeben werden können. Aber die Zahlen zeigen ganz
klar: Der größte Hebel liegt mittlerweile bei uns allen zu Hause.
Genau dort wollen wir mit der RetterApp ansetzen“, sagt Alexander
Mühlhauser.
„Wenn jemand vor dem Urlaub noch Lebensmittel im Kühlschrank hat,
zu viel gekocht wurde oder Lebensmittel einfach nicht rechtzeitig
verbraucht werden können, muss die Alternative zum Mistkübel so
einfach wie möglich sein. Mit der RetterApp kann der Nachbar von
nebenan genau diese Lebensmittel übernehmen.“
Zwtl.: Kostenlos weitergeben statt wegwerfen
Dabei unterscheidet sich die RetterApp bewusst von kommerziellen
Lebensmittelrettungsplattformen:
Es gibt keinen Verkauf, keine Preise, keinen Warenkorb und keinen
Bezahlvorgang.
Die angebotenen Lebensmittel werden kostenlos weitergegeben. Auch
die Nutzung der RetterApp selbst ist kostenlos und werbefrei.
Zwtl.: Nicht nur Privatpersonen können mitmachen
Neben der Weitergabe von Privat zu Privat können auch kleinere
Betriebe wie Bäckereien, Restaurants oder Cafés überschaubare
Tagesmengen direkt und kostenlos an Menschen in ihrer Umgebung
weitergeben.
Größere Warenmengen aus Handel, Großhandel, Produktion oder
Landwirtschaft laufen weiterhin über Lebensmittelrettung Österreich
und werden direkt mit dem Verein koordiniert.
Damit verbindet die RetterApp erstmals zwei Ebenen miteinander:
die organisierte Lebensmittelrettung größerer Mengen und die direkte
Weitergabe kleiner Mengen innerhalb der Nachbarschaft.
Zwtl.: Jeder Kühlschrank kann Teil der Lebensmittelrettung werden
Für Mühlhauser ist die App deshalb mehr als ein zusätzliches
digitales Angebot:
„Lebensmittelrettung darf nicht an der Haustüre enden. Wenn 53,9
Prozent der Lebensmittelabfälle in privaten Haushalten entstehen,
dann müssen wir den Menschen auch ein Werkzeug geben, mit dem sie
selbst unkompliziert Teil der Lösung werden können.“
Die Vision: Aus Millionen einzelnen Kühlschränken entsteht ein
österreichweites Netzwerk, in dem Lebensmittel nicht weggeworfen,
sondern rechtzeitig weitergegeben werden.
Zwtl.: RetterApp kostenlos herunterladen
Apple App Store – iPhone:
https://apps.apple.com/at/app/retterapp/id6783116127
Google Play – Android:
https://play.google.com/store/apps/details?id=
at.lebensmittelrettung.lebensmittelrettung
Alle Informationen zur RetterApp:
https://landing.lebensmittelrettung.at/retterapp
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