Wien (OTS) – Heute findet die Jahrestagung der Austrian Development
Agency (ADA)
in der Wiener Urania statt. Das Thema: Entwicklungszusammenarbeit im
Wandel. GIZ-Vorstandssprecher Thorsten Schäfer-Gümbel, ICMPD-
Generaldirektorin Susanne Raab und MED-EL-Geschäftsführerin Ingeborg
Hochmair gewähren Einblicke in Partnerschaften mit der ADA. Ihre
gemeinsame Botschaft: Internationale Zusammenarbeit ist kein Zusatz,
sondern Voraussetzung für Stabilität, Sicherheit und nachhaltige
Entwicklung.
Heute Donnerstag findet die Jahrestagung der Austrian Development
Agency (ADA) statt. Rund 120 Gäste – in erster Linie die
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ADA sowie der Sektion für
Internationale Partnerschaften und Humanitäre Hilfe im
österreichischen Außenministerium – beschäftigen sich in der Wiener
Urania mit dem übergreifenden Thema von Entwicklungszusammenarbeit im
Wandel und den sich daraus ergebenden Implikationen für Agenturen wie
die ADA.
Zwtl.: Appell für internationale Zusammenarbeit
Aber auch gewichtige Kooperationspartner wie die Deutsche
Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH, das
International Centre for Migration Policy Development (ICMPD) und das
Tiroler Familienunternehmen MED-EL, einer der weltweit führenden
Hersteller und Entwickler von Hörimplantaten, leisten aktiv einen
Beitrag zum Programm der Veranstaltung. Ihre Arbeitsbereiche sind
genauso wie jene der ADA mit den sich aktuell rapide verändernden
geopolitischen Rahmenbedingungen konfrontiert.
Der gemeinsame Appell von GIZ-Vorstandssprecher Thorsten Schäfer-
Gümbel, ICMPD-Generaldirektorin Susanne Raab sowie MED-EL-
Geschäftsführerin Ingeborg Hochmair lautet daher klar: Globale
Herausforderungen lassen sich nicht im Alleingang lösen. Es braucht
verlässliche internationale Partnerschaften und
Entwicklungsagenturen, die Sicherheit stärken, Perspektiven schaffen
und nachhaltige Entwicklung konkret wirksam machen.
Zwtl.: Brünner: „Interessen Österreichs in Einklang mit jenen unserer
Partner bringen“
„Die Welt verändert sich, und das gefühlt so rasant wie noch nie.
Für das Feld von Entwicklungszusammenarbeit und ganz konkret unsere
Arbeit als Österreichs Agentur für Entwicklungszusammenarbeit und
humanitäre Hilfe bedeutet das, dass auch wir uns verändern müssen,
wenn wir relevant bleiben und Österreichs Außenpolitik weiterhin
wirkungsvoll mitgestalten wollen. Unsere Gäste aus den Bereichen
europäische Kooperation, Migration und Wirtschaft verdeutlichen, wie
starke Partnerschaften dazu beitragen können, die Interessen
Österreichs und jene unserer Partnerländer in Einklang zu bringen“,
betont ADA-Geschäftsführer Bernd Brünner.
Zwtl.: Schäfer-Gümbel: „Partnerschaften sind strategisches Kapital“
Das bestätigt auch GIZ-Vorstandssprecher Thorsten Schäfer-Gümbel
in seiner Keynote: „Internationale Zusammenarbeit ist wichtiger denn
je. Sie sorgt dafür, dass Konflikte entschärft werden, bevor sie
eskalieren. Sie schafft Perspektiven, bevor Menschen ihre Heimat
verlassen müssen. Sie hilft dabei, dass Lieferketten funktionieren,
Märkte und verlässliche Partnerschaften entstehen. Wir machen weit
mehr als Wohltätigkeit, wir arbeiten an einer tragfähigen Zukunft.
Frieden braucht Entwicklung. Im ,Team Europe‘ arbeiten ADA und GIZ
seit Jahren vertrauensvoll zusammen – zuletzt in Serbien und in
Moldau. Solche Partnerschaften sind unser strategisches Kapital.“
Zwtl.: Raab: „Bereiche stärker zusammendenken und Kooperation gezielt
weiterentwickeln“
„Migration, Entwicklung und internationale Zusammenarbeit sind
eng miteinander verbunden. Um nachhaltige Perspektiven zu schaffen,
müssen wir diese Bereiche stärker zusammendenken und unsere
Kooperation gezielt weiterentwickeln. Im Mittelpunkt steht dabei ein
klares Ziel: den Menschen in unseren Partnerländern bessere Chancen
auf ein selbstbestimmtes Leben in Sicherheit und Würde zu
ermöglichen. Die diesjährige ADA-Jahrestagung ist zweifellos ein
wichtiger Baustein, um Partnerschaften zu stärken und gemeinsam
Verantwortung zu übernehmen“, betont ICMPD-Generaldirektorin Susanne
Raab.
Zwtl.: Hochmair: „Innovation wird zu nachhaltiger Entwicklung“
MED-EL-Geschäftsführerin Ingeborg Hochmair ergänzt: „Gutes Hören
öffnet Türen zu Bildung, Arbeit und Teilhabe – überall auf der Welt.
Seit 2018 bauen wir gemeinsam mit der Austrian Development Agency in
Afrika und Asien Strukturen auf, die bleiben: ausgebildete
Fachkräfte, Hörscreenings für Neugeborene und lokale Versorgung, wo
es sie bisher kaum gab. Diese Partnerschaft zeigt, wie viel entsteht,
wenn öffentliche Hand und Unternehmen ihre Stärken bündeln –
Innovation wird so zu nachhaltiger Entwicklung, gerade in unsicheren
Zeiten.“ MED-EL und die ADA arbeiten seit 2018 zusammen, um die
Verbesserung von Gesundheitssystemen im Bereich Hörgesundheit
voranzutreiben – zuletzt in 14 Ländern Afrikas südlich der Sahara
sowie Südasiens.
Zwtl.: ADA-Bilanz 2025: Gemeinsam mit Partnern 446 Vorhaben möglich
gemacht
Die Ergebnisse der ADA sprechen für sich: Mit dem vom
Außenministerium zur Verfügung gestellten Kernbudget, Mitteln aus dem
Auslandskatastrophenfonds der österreichischen Bundesregierung sowie
zusätzlich akquirierten Drittmitteln machte Österreichs Agentur für
Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe im vergangenen Jahr
gemeinsam mit ihren Partnern 446 Projekte möglich – und konnte
dadurch viel bewegen: In der Ukraine und ihren Nachbarländern etwa
erhielten 120.000 Menschen lebensrettende Nothilfe und psychosoziale
Unterstützung sowie Zugang zu Bildung und medizinischer Versorgung.
Über 2,8 Millionen Menschen erhielten Zugang zu Trinkwasser, während
Nahrungsmittelhilfe aus Österreich mehr als 850.000 Menschen
erreichte, 13 Naturschutzgebiete gestärkt und fast 50 Kooperationen
mit österreichischen und europäischen Unternehmen umgesetzt wurden.
Austrian Development Agency
Die Austrian Development Agency (ADA) ist Österreichs Agentur für
Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe. Die ADA arbeitet mit
internationalen Organisationen, öffentlichen Stellen, der
Zivilgesellschaft, Bildungseinrichtungen und Unternehmen in Afrika,
Asien, Südost- und Osteuropa zusammen. Gemeinsam mit den Menschen in
Österreichs Partnerländern schafft die ADA bessere Lebensbedingungen
in deren Heimat – etwa durch Aus- und Weiterbildung, die Förderung
von Kleinunternehmen oder innovative Lösungen für Wasserversorgung
und Landwirtschaft. Armut mindern, Frieden fördern und Umwelt
schützen stehen im Zentrum ihrer Arbeit. Für ein gutes Leben und eine
sichere Zukunft für alle.