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WKÖ-Schultz: „Unser Einsatz wirkt: Aktivpension kommt auch für Selbstständige“

Wien (OTS) – „Mit der Aktivpension wird eine zentrale Forderung der
Wirtschaftskammer umgesetzt: Wer über das gesetzliche Pensionsalter
hinaus arbeitet oder auch in der Pension erwerbstätig bleibt, erhält
dafür künftig einen spürbaren finanziellen Anreiz“, sagt WKÖ-
Präsidentin Martha Schultz. Der geplante Steuerfreibetrag von 15.000
Euro pro Jahr sei ein wichtiger Schritt, um längeres Arbeiten
attraktiver zu machen. „Angesichts der demografischen Entwicklung
werden unsere Unternehmen die Erfahrung und das Know-how älterer
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter künftig noch stärker brauchen. Die
Aktivpension ist daher auch eine wichtige Maßnahme gegen den
Fachkräftemangel.“

Der Steuerfreibetrag soll ab 2027 gelten und sowohl für Personen zur
Anwendung kommen, die nach Erreichen des gesetzlichen Pensionsalters
weiterarbeiten, als auch für Pensionist:innen mit zusätzlicher
Erwerbstätigkeit. Voraussetzung sind grundsätzlich 40
Versicherungsjahre in der Pensionsversicherung. Für Frauen soll zum
Start des Modells eine Übergangsregelung mit 34 Versicherungsjahren
gelten. Zusätzlich entfällt für Zuverdienste neben der Alterspension
auch der Dienstnehmerbeitrag zur Pensionsversicherung. Für
Selbstständige wird der Beitrag fast halbiert.

„Die Aktivpension setzt gleich an zwei Stellen an: Sie verbessert den
Zuverdienst in der Pension und schafft zugleich einen Anreiz, den
Pensionsantritt hinauszuschieben. Damit wird die Erwerbsbeteiligung
Älterer gestärkt“, betont Schultz.

Als wichtigen Erfolg der WKÖ bezeichnet Schultz zudem, dass die
Aktivpension auch Selbstständigen offensteht. „Für uns war
wesentlich, dass die Regelung unabhängig von der Beschäftigungsform
gilt. Denn Leistungsbereitschaft muss sich lohnen, ganz egal, ob man
angestellt oder selbstständig ist.“

Zwtl.: Betriebliche Altersvorsorge stärken

Positiv bewertet die WKÖ-Präsidentin außerdem die geplante Stärkung
der zweiten Säule des Pensionssystems. Arbeitnehmer:innen sollen
künftig die Möglichkeit erhalten, ihre Abfertigungsansprüche in eine
echte Pensionsvorsorge umzuwandeln. „Eine stärkere betriebliche
Altersvorsorge bringt den Menschen unmittelbar Vorteile und sorgt
gleichzeitig dafür, dass unser Pensionssystem auf breitere Beine
gestellt wird. Auch das ist eine Antwort auf die demografische
Entwicklung, die eine Reform unseres Pensionssystems immer nötiger
macht“, so Schultz. (PWK424/DFS)