Wien (OTS) – Was bewegt die Menschen in Meidling? Was schätzen sie an
ihrem
Bezirk, welche Themen beschäftigen sie und wo sehen sie
Handlungsbedarf? Das herauszufinden war Ziel der großen Meidling-
Umfrage – einem der „12 Projekte für den 12. Bezirk“ für das Jahr
2026. Einbringen konnten sich neben den Bezirksbewohner*innen auch
Menschen, die im Bezirk arbeiten, einkaufen oder regelmäßig ihre
Freizeit verbringen. Die Themen reichten von Wohnen und Sicherheit
über Nahversorgung bis hin zu Parks und Schulen. Von 1. Juni bis zum
12. Juli lief die Befragung auf mitgestalten.wien.gv.at, heute,
Mittwoch, präsentierte Meidlings Bezirksvorsteher Wilfried Zankl die
Ergebnisse am Meidlinger Markt.
In der Bezirksarbeit höre man immer verschiedene Wünsche – von mehr
Parkplätzen bis hin zu mehr Bäumen oder einem neuen Radweg. Jede und
jeder habe dabei eine eigene Perspektive. „Politik heißt, einen
Kompromiss zu finden. Und dieser ist nur dann gut, wenn man weiß, wie
viele Personen hinter welchen Positionen stehen“, erläuterte
Bezirksvorsteher Wilfried Zankl.
Die Ergebnisse der Umfrage sollen nun eine Grundlage für
Schlussfolgerungen und Maßnahmen bieten. 1.013 gültige Fragebögen
wurden ausgewertet, 51 Fragen konnten auf einer Notenskala von 1 (
positiv) bis 5 (negativ) bewertet werden, außerdem gab es Fragen zu
Themen wie Mobilität oder nach dem Lieblingsplatz im Bezirk. Bei
letzterer führt klar der Meidlinger Markt, gefolgt vom Kabelwerk und
der Meidlinger Hauptstraße auf den Plätzen 2 und 3. Fast 97 Prozent
der Teilnehmenden wohnen in Meidling.
Bei neun von zehn abgefragten Bereichen gibt es mehr Zufriedene als
Unzufriedene, konkret bei 46 von 51 Fragen. „Für jene, die hier
leben, funktioniert Meidling“, resümiert der Bezirksvorsteher. Vor
allem in den Bereichen Nahversorgung, Kindergärten und Schulen sowie
Wohnen und Wohnumfeld sind die Befragten zufrieden.
Zwtl.: Wunsch nach mehr Hitzeschutz und öffentlichen WCs
Ganz oben auf Platz 1 der Wünsche stehen für 80,5 Prozent der
Befragten mehr Bäume oder Gehwege, wenn es um die Aufteilung des
öffentlichen Raums geht – quer durch alle Gruppen, also auch bei den
Autobesitzer*innen.
Die höchste Unzufriedenheit im Bezirk gibt es bei den Themen
Hitzeschutz und bei öffentlichen WCs. Bezirksvorsteher Wilfried Zankl
sieht das als Auftrag: „Ein kühler öffentlicher Raum ist die
Klimaanlage für alle, die keine haben. Die Ergebnisse bestätigen uns,
dass wir dranbleiben müssen. In diesem Bereich laufen bereits
Projekte.“ Konkret wurde 2025 eine Begrünung in der Bony- und der
Sagedergasse umgesetzt, im heurigen Jahr wurden Baumscheiben auf der
Meidlinger Hauptstraße bepflanzt, 2027 soll die Rosasgasse grüner
werden. Bis Mitte 2027 wird der Christine-Busta-Park neugestaltet.
Dort ist auch eine neue öffentliche WC-Anlage in Planung.
Alle Ergebnisse der großen Meidling-Umfrage können in Kürze unter
meidling.wien.gv.at nachgelesen werden.
(Schluss) mag