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25 Jahre 9/11: „WeltWeit“, „Universum History“ und Daytime-Formate erinnern an die Terroranschläge vom 11. September

Wien (OTS) – Die Terroranschläge vom 11. September 2001 erschüttern
die
Vereinigten Staaten in ihren Grundfesten. Amerika wird –- erstmals in
seiner Geschichte – auf eigenem Boden angegriffen. In der sogenannten
Bush-Doktrin werden die neuen außen- und sicherheitspolitischen
Grundsätze der US-Regierung unter George W. Bush formuliert: Die USA
beanspruchen darin u. a. das Recht, Präventivkriege zu führen, und
rufen einen weltweiten „War on Terror“ aus. Im Rahmen des ORF-
Programmschwerpunkts „25 Jahre 9/11“ – Details unter
https://presse.ORF.at – schauen sich die „WeltWeit“-Reporter:innen
Barbara Wolschek, Karim El-Gawhary und Benedict Feichtner am 25.
Jahrestag, am Freitag, dem 11. September 2026, um 21.20 Uhr in ORF 2
und auf ORF ON in den USA, im Irak und in Molenbeek an, wie sehr die
Anschläge und ihre Folgen die Welt verändert haben.

Im Zeichen von „25 Jahre 9/11“ stehen am 11. September in ORF 2
und auf ORF ON weiters Teil 2 des „Universum History“-Zweiteilers
„9/11 – Ein Tag verändert die Welt“ sowie die Daytime-Formate „Guten
Morgen Österreich“, „Aktuell nach eins“, „Hinter den Schlagzeilen“
und „Studio 2“ mit Rückblicken von Raimund Löw, Peter Fritz,
Hannelore Veit und Eugen Freund sowie Hartmut Fiedler.

WeltWeit: „9/11 – Terror mit weltweiten Folgen“ (21.20 Uhr)

Am 11. September 2001 steuern Terroristen der islamistischen
Terrororganisation Al-Qaida zwei Passagierflugzeuge in die Türme des
World Trade Centers in New York, ein weiteres trifft das Pentagon bei
Washington. Ein viertes entführtes Flugzeug stürzt in Pennsylvania
ab. Fast 3.000 Menschen sterben. In den USA hat Barbara Wolschek als
Korrespondentin 2001 wochenlang über die Ereignisse vom 11. September
berichtet. Heute – 25 Jahre später – blickt sie auf das Erlebte
zurück und geht der Frage nach, wie stark das Land von den Anschlägen
geprägt ist. Am Ground Zero trifft sie Monica Iken-Murphy, die ihren
Mann im South Tower des World Trade Centers verloren hat. Als
Hinterbliebene hat sie maßgeblich an der Gestaltung des „9/11
Memorial & Museum“ mitgewirkt. In Washington spricht sie mit einem
der Architekten des „Patriot Act“, jenes umstrittene Anti-
Terrorgesetz, das damals im Eiltempo verabschiedet wurde, um die USA
vor weiteren Anschlägen zu bewahren.

Karim El-Gawhary ist in den Irak zurückgekehrt, aus dem er viele
Male für den ORF berichtet hat. 2003 sind die USA unter Berufung auf
die Bush-Doktrin in das Land einmarschiert. Ein Präventivschlag gegen
die angebliche Gefahr irakischer Massenvernichtungswaffen, die in die
Hände von Terroristen fallen könnten. Ein Vorwurf, der später als
Vorwand für den Einmarsch entlarvt wurde. Die US-Invasion hat das
Land verwüstet und die Menschen traumatisiert. El-Gawhary spricht mit
Kawthat Al Muhammadi, die sich um Menschen kümmert, die nach wie vor
unter den Folgen des Krieges leiden. Menschen wie Mustafa Ahmad, der
zwei Jahre alt war, als er beim Einschlag einer amerikanischen Rakete
ein Bein und eine Niere verliert. Bis heute ist das Land zerrissen
und politisch instabil. Schon 2006 hat der Zusammenbruch des
irakischen Staates den Aufstieg des IS begünstigt.

Die Terroristen des Islamischen Staats haben Europa über Jahre
mit Anschlägen in Angst und Schrecken versetzt. Benedict Feichtner
ist in Molenbeek unterwegs, jener Brüsseler Gemeinde, die später zum
Synonym für Europas Dschihadisten-Szene wird. Er trifft Montasser
AlDe’emeh, der in einem palästinensischen Flüchtlingslager in
Jordanien geboren wird und in Belgien aufwächst. Für ihn wird 9/11
zum persönlichen Erweckungserlebnis: Als Jugendlicher ist er bereit,
als Selbstmordattentäter zu sterben, danach vollzieht er einen
radikalen Kurswechsel und beschließt „den Hass zu hassen“. Inzwischen
hat sich die Terror-Bedrohung gewandelt, doch die Faszination der
Ideologie bleibt brandgefährlich. Molenbeek sucht einen Neuanfang. Im
Café, wo einst die Attentäter von Paris und Brüssel verkehrten,
befindet sich heute das Maison des Béguines: ein Ort, an dem
Sozialarbeiter täglich mit Jugendlichen daran arbeiten, dass sich
Geschichte nicht wiederholt.

Universum History: „9/11 – Ein Tag verändert die Welt“; Teil 2:
„Die Folgen“ (22.35 Uhr)

Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 beginnt in den USA die
Suche nach den Verantwortlichen. Teil 2 des „Universum History“-
Zweiteilers „9/11 – Ein Tag verändert die Welt“ von Benoît Cressent
gibt Einblick in eine der größten Ermittlungen der US-Geschichte und
beleuchtet die politischen Entscheidungen, die den Kampf gegen den
Terror bis heute prägen. Vertreter:innen von US-Behörden,
Geheimdiensten und Medien zeichnen nach, wie dieser Schicksalstag die
Vereinigten Staaten – und die Welt – nachhaltig verändert hat: Noch
am selben Tag beginnt eine der größten Kriminal-Ermittlungen in der
Geschichte der USA. Der Verdacht fällt rasch auf Osama bin Laden und
sein Terrornetzwerk Al-Qaida. Erst am Abend kehrt US-Präsident George
Bush nach Washington zurück, er kündigt eine entschlossene Reaktion
auf die Anschläge an. Dieser „Krieg gegen den Terror“ wird in den
folgenden Jahren die amerikanische Außen- und Sicherheitspolitik
prägen. Die USA greifen Afghanistan an, Überwachungsbefugnisse werden
ausgeweitet und die CIA erhält weitreichende Möglichkeiten für
Einsätze im Ausland. Auch das Verhältnis von Medien, Politik und
Öffentlichkeit verändert sich. Der Film verfolgt diese Entwicklungen
bis in die Gegenwart und fragt nach dem politischen und
gesellschaftlichen Vermächtnis des 11. September 2001.

Einblick in die Ermittlungen und den Kampf gegen Al-Qaida gibt
der frühere FBI-Agent Ali Soufan. Auch der damalige stellvertretende
CIA-Direktor John McLaughlin kommt in der Dokumentation zu Wort. Es
geht etwa darum, was CIA und FBI schon vor den Anschlägen über die
späteren Attentäter wussten und welche Informationen zwischen den
Diensten ausgetauscht wurden. Soufan zieht zudem kritisch Bilanz zum
„Krieg gegen den Terror“ – er fragt nach den langfristigen Erfolgen
und dem heutigen Zustand im Nahen und Mittleren Osten sowie in Teilen
Afrikas.

Zeitzeuginnen und Zeitzeugen der Feuerwehr, Flugsicherung,
Geheimdienste und Medien eröffnen unterschiedliche Perspektiven auf
den 11. September und seine Folgen. Archivmaterial führt zudem zurück
in die Nachrichtenwelt des Jahres 2001, Medienexpertinnen und –
experten analysieren, wie die Bilder der Anschläge die kollektive
Erinnerung und Feindbilder prägten. Die Dokumentation verbindet die
minutiöse Rekonstruktion eines dramatischen Tages mit einer
Betrachtung seiner politischen, medialen und gesellschaftlichen
Langzeitfolgen.

„25 Jahre 9/11“: Raimund Löw, Peter Fritz, Hannelore Veit und
Eugen Freund sowie Hartmut Fiedler blicken zurück

Robert Reder war am 11. September 2001 mit anderen Studenten aus
Linz auf dem Weg zur New Yorker Börse und konnte das Flugzeug
beobachten, das in das World Trade Center raste. Aus Linz
zugeschaltet erzählt der Oberösterreicher in „Guten Morgen
Österreich“ (6.30 Uhr) über die erste Panik in der Stadt und dass er
erst im Laufe des Tages realisiert hatte, wie knapp er den Tod
entronnen war. Im Studio berichtet Raimund Löw über seine Arbeit als
ZIB-Moderator während der stundenlangen Sondersendungen. Peter Fritz
leitete 2001 das ORF-Büro in Washington. Es schien ein ruhiger
Arbeitstag zu werden, doch dann überschlugen sich die Ereignisse. Die
ersten Live-Berichte vom rauchenden Pentagon erfolgten noch
telefonisch, später berichtete er per Video und das rund um die Uhr.

In „Aktuell nach eins“ (13.30 Uhr) erzählt Peter Fritz von seinen
persönlichen Erlebnissen und über die politischen Veränderungen nach
9/11. Die Katastrophe vom 11. September traf die
Nachrichtenredaktionen unvorbereitet, aber kaum ein Sender im
deutschen Sprachraum reagierte so schnell und umfassend wie der ORF.

Es war mit 42 Stunden die längste Live-Berichterstattung in der
Geschichte des ORF und für das ZIB-Duo Hannelore Veit und Eugen
Freund eine Feuertaufe. Zum 25. Jahrestag von 9/11 blicken die beiden
in „Hinter den Schlagzeilen“ (16.20 Uhr) auf die Terroranschläge in
den USA zurück.

Hartmut Fiedler war damals ORF-Korrespondent in Washington und
nahezu von einer Minute auf die andere im Dienst, um über die
dramatischen Ereignisse zu berichten. In „Studio 2“ (17.30 Uhr)
schildert er seine Erinnerungen an 9/11.