Schönheit

100 Jahre „Christliches Vereinshaus“: Ein Ort mit Geschichte und Zukunft

Wien (OTS) – FCG-Bundesvorsitzende Romana Deckenbacher und
Kummer-Institut-Obmann
Matthias Tschirf würdigen die Bedeutung des Hauses für die christlich
-soziale Arbeitnehmerbewegung

Mit einem ökumenischen Gottesdienst wurde am 8. September die
Veranstaltung zum 100-jährigen Bestehen des Johann-Gassner-Hauses in
der Laudongasse in Wien eröffnet. Seit seiner Errichtung ist das Haus
eng mit der Geschichte der christlich-sozialen Arbeitnehmer- und
Gewerkschaftsbewegung verbunden und bis heute ein Ort des Austauschs,
der Begegnung und der politischen Bildung.

Das Haus wurde 1926 vom Verein „Christliches Arbeiterhaus“ erworben
und entwickelte sich zu einem wichtigen Zentrum der christlichen
Arbeitnehmerbewegung. Eine besondere historische Bedeutung erlangte
die Laudongasse im April 1945, als hier die Weichen für die
Neugründung des ÖAAB und in weiterer Folge für den überparteilichen
Österreichischen Gewerkschaftsbund gestellt wurden.

„100 Jahre christliches Vereinshaus – das ist ein Stück
Geschichte, das hier geschrieben wurde, und ein Ort, der Gemeinschaft
von Anfang an gelebt hat. Gemeinsam mit 75 Jahren FCG feiern wir
heute eine großartige Veranstaltung, bei der der Mensch im
Mittelpunkt steht. Unser christlich-soziales Prinzip war und ist die
Grundlage unseres Wirkens – und dieses Haus soll auch in Zukunft ein
Ort der Begegnung und des Dialogs bleiben,“ betont FCG-
Bundesvorsitzende Abg.z.NR Romana Deckenbacher.

Auch Matthias Tschirf, Obmann des Dr.-Karl-Kummer-Instituts,
unterstreicht die historische Bedeutung des Hauses: „Das Johann-
Gassner-Haus ist ein Stück österreichischer Arbeitnehmergeschichte.
Aufbruch bedeutet für uns nicht nur baulichen, sondern vor allem
inhaltlichen Aufbruch. Bereits 1926 wurde beim Arbeiter Papst Leo
XIII gedacht – heute, hundert Jahre später, beschäftigen sich viele
unserer Veranstaltungen mit der Arbeitswelt von morgen und der
Künstlichen Intelligenz. Es ist bemerkenswert, dass genau dieses
Thema nun Gegenstand der ersten Enzyklika von Papst Leo XIV geworden
ist. Das zeigt: Die Fragen, die uns 1926 bewegt haben, sind heute
aktueller denn je.“

Über das Johann-Gassner-Haus

Das 1926 erworbene Haus in der Laudongasse 16 im 8. Wiener
Gemeindebezirk wurde zu einem wichtigen Zentrum der christlichen
Gewerkschaftsbewegung. Benannt ist es nach Johann Gassner, der von
1975 bis 1985 Bundesvorsitzender der FCG war. Nach seinem Tod wurde
das Christliche Vereinshaus in der Laudongasse in Johann-Gassner-Haus
umbenannt.