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WKÖ zu PISA 2025: Am Ende der Schulpflicht müssen die Grundkompetenzen sitzen

Wien (OTS) – Ein erfreuliches Ergebnis für Österreichs Schüler:innen
in den
Naturwissenschaften, aber ein weiterer Absturz der Punktezahl bei den
Lese- und Mathematikkompetenzen: Das ist das Resümee der PISA-Studie
2025, die am Dienstag veröffentlicht wurde.

„Die PISA-Ergebnisse in Deutsch und Mathematik sind ernüchternd
und ein klarer Auftrag, bei den Grundkompetenzen unserer Schülerinnen
und Schüler konsequent gegenzusteuern. Österreich kann und darf sich
nicht damit abfinden, wenn junge Menschen die Schule verlassen, ohne
ausreichend lesen, schreiben und rechnen zu können“, sagt Melina
Schneider-Lugger , Leiterin der Abteilung für Bildungspolitik in der
Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ): „Das ist nicht nur eine Frage der
Bildungschancen jedes Einzelnen, sondern auch eine Zukunftsfrage für
unseren Wirtschaftsstandort.“

Grundkompetenzen müssen gesichert sein

Für die Wirtschaft ist entscheidend, dass die Schule junge
Menschen verlässlich auf weiterführende Ausbildung und Beruf
vorbereitet. „Unsere Betriebe sind starke Ausbildungsorte, können
aber nicht Defizite aus neun Jahren Schule kompensieren. Wer eine
Lehre oder eine andere Berufsausbildung beginnen will, muss die
Grundfertigkeiten sicher beherrschen“, so Schneider-Lugger.

Die aktuellen Ergebnisse müssten daher zum Anlass genommen
werden, das Lehrpersonal besser zu unterstützen und die nötigen
Ressourcen zu schaffen, damit individuelle Förderung während der
Pflichtschulzeit stärker in den Mittelpunkt rücken kann.

Früher fördern, Bildungspflicht rasch umsetzen

Aus Sicht der WKÖ muss Förderung dabei schon so früh wie möglich
ansetzen, damit sprachliche und grundlegende Lernrückstände nicht
erst in der Schule sichtbar werden: „Die PISA-Ergebnisse sind ein
starkes Argument für das verpflichtende zweite Kindergartenjahr.
Dieses gilt nun österreichweit konsequent und mit klarem Fokus aus
Qualitätssicherung umzusetzen. Wir brauchen eine starke
Elementarpädagogik mit gezielter Sprach- und Lernförderung“, betont
die Bildungsexpertin der WKÖ.

Darüber hinaus müsse die im Regierungsprogramm vorgesehene
Bildungspflicht (bzw. Bildungsgarantie) rasch umgesetzt werden.
„Entscheidend ist nicht, wie viele Jahre jemand in der Schule
abgesessen hat, sondern was die jungen Menschen am Ende tatsächlich
können. Unser Ziel ist klar: Jeder Jugendliche soll die Pflichtschule
mit den nötigen Grundkompetenzen als Rüstzeug verlassen. Jeder junge
Mensch soll die Chancen für einen erfolgreichen Berufseinstieg oder
eine weiterführende Ausbildung und somit für ein selbstbestimmtes
Leben haben“, so Schneider-Lugger abschließend. (PWK416/HSP)