Wiener Neudorf/Wagrain/Salzburg (OTS) – Im August 2026 veranstaltete
der Österreichische
Versuchssenderverband (ÖVSV) das internationale YOTA-Jugendlager (
Youngsters on the Air ) in Wagrain im Salzburger Land. Rund 100
Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 16 bis 25 Jahren aus 30
Ländern kamen für eine intensive Woche rund um Amateurfunk, Technik
und internationale Zusammenarbeit nach Österreich. Die
Teilnehmer:innen reisten aus aller Welt an – von Argentinien über
Kanada bis Korea.
Im Mittelpunkt der YOTA-Woche stand nicht nur die Nutzung
moderner Funktechnik, sondern vor allem das praktische Verständnis
dahinter. Jede Teilnehmer:in baute im Laufe der Woche zwei
unterschiedliche Antennen sowie ein eigenes Funkgerät auf. Gemeinsam
mit einer bereitgestellten Powerbank und den notwendigen
Versorgungskabeln entstand daraus eine komplette portable
Funkstation, die weltweiten Funkverkehr ermöglicht.
Dank der Unterstützung der Sponsoren konnte die gesamte
Ausrüstung den Jugendlichen kostenlos überlassen werden. Nach dem
Jugendlager nahmen sie ihre selbst aufgebauten Funkstationen mit in
ihre Heimatländer – und damit nicht nur technische Geräte, sondern
auch die Möglichkeit, das erworbene Wissen weiter anzuwenden und mit
anderen zu teilen.
Zwtl.: Funktechnik verstehen und selbst erleben
Das technische Programm umfasste darüber hinaus Workshops zu
Notfunk, elektromagnetischer Verträglichkeit (EMV) und Software
Defined Radio (SDR). Dabei konnten die jungen Funkamateur:innen ihr
Wissen vertiefen und unterschiedliche Bereiche moderner Funk- und
Kommunikationstechnik unmittelbar in der Praxis kennenlernen.
Ein besonderer Höhepunkt der Woche war die Live-Funkverbindung
mit der Internationalen Raumstation ISS . Rund 20 Minuten lang
beantwortete die französische Astronautin Sophie Adenot die Fragen
der Jugendlichen. Der direkte Kontakt mit der ISS machte
eindrucksvoll erlebbar, welche Möglichkeiten Funktechnik eröffnet –
von einer portablen Station am Boden bis zur Kommunikation mit
Menschen im Weltraum.
Video der Kontaktaufnahme: https://vimeo.com/1213958280
Neben dem Kontakt mit der ISS herrschte während des YOTA-Camps
reger Funkbetrieb: An sechs Amateurfunkstationen wurde parallel
gearbeitet und gefunkt. Auf den Kurzwellen-Amateurfunkbändern gelang
es den Jugendlichen, alle Kontinente zu erreichen und mehr als 6.000
Funkverbindungen mit Amateurfunkstationen weltweit herzustellen .
Damit wurde die internationale Dimension des Amateurfunks für die
Teilnehmer:innen unmittelbar erlebbar.
Zwtl.: Technik, Gemeinschaft und internationale Freundschaften
Neben dem umfangreichen technischen Programm bot das YOTA-Camp
auch Gelegenheit, Salzburg und die österreichische Bergwelt
kennenzulernen. Ausflüge in die Eisriesenwelt und zur Burg
Hohenwerfen gehörten ebenso zum Rahmenprogramm wie ein ARDF-
Wettbewerb ( Amateur Radio Direction Finding – Amateurfunkpeilen) und
ein gemeinsamer Aufstieg auf das Grießenkareck.
Nach einer ereignisreichen Woche traten die Teilnehmer:innen ihre
Heimreise in 30 Länder an – mit neuen technischen Fähigkeiten,
eigenen Funkstationen und zahlreichen internationalen Kontakten im
Gepäck.
Mit Veranstaltungen wie YOTA möchte der ÖVSV junge Menschen für
Technik begeistern und ihnen Möglichkeiten zur Weiterbildung
eröffnen. Amateurfunk verbindet dabei praktische Erfahrung mit
fundiertem technischem Verständnis: Junge Menschen lernen
Kommunikationstechnik nicht nur zu nutzen, sondern sie selbst
aufzubauen, zu erforschen und zu verstehen. Damit vermittelt der
Amateurfunk Kenntnisse und Fähigkeiten, die auch eine wertvolle Basis
für eine spätere technische Ausbildung oder Berufslaufbahn bilden.
Zwtl.: YOTA im Zeichen von 100 Jahren ÖVSV
Das YOTA-Jugendlager fand 2026 in einem ganz besonderen Jahr
statt: Der Österreichische Versuchssenderverband (ÖVSV) feiert heuer
sein 100-jähriges Bestehen . Seit seiner Gründung im Jahr 1926
verbindet der ÖVSV die Begeisterung für Funktechnik mit
Experimentieren, internationaler Verständigung sowie technischer Aus-
und Weiterbildung. Mit YOTA richtet sich der Blick dabei bewusst in
die Zukunft: Die Begeisterung für Amateurfunk, Technik und Forschung
soll an die nächste Generation weitergegeben werden.
Über YOTA
YOTA steht für Youngsters on the Air und ist eine Aktivität der
International Amateur Radio Union (IARU) , deren Mitglied der
Österreichische Versuchssenderverband (ÖVSV) ist. YOTA bringt junge
Funkamateurinnen und Funkamateure aus unterschiedlichen Ländern
zusammen. Neben der technischen Weiterbildung stehen der
internationale Austausch, gemeinsames Experimentieren sowie die
Begeisterung für Amateurfunk und Kommunikationstechnik im
Mittelpunkt.
Über den ÖVSV
Der Österreichische Versuchssenderverband (ÖVSV) wurde 1926
gegründet und ist die Interessenvertretung der Funkamateurinnen und
Funkamateure in Österreich. Der unabhängige und gemeinnützige Verein
fördert den völkerrechtlich geregelten Amateurfunkdienst sowie die
technische Aus- und Weiterbildung seiner Mitglieder. Der ÖVSV ist
österreichisches Mitglied der International Amateur Radio Union (IARU
) und gliedert sich in Landesverbände und Fachreferate. Zu den
Tätigkeitsfeldern zählen unter anderem technische Experimente und
Eigenbau, weltweiter Funkverkehr, Satellitenkommunikation, digitale
Betriebsarten, Nachwuchsarbeit sowie Not- und Katastrophenfunk.
Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie unter http://bild.ots.at