Diskriminierende Rektorenbesetzung an der PH NÖ durch BM Wiederkehr

Wien (OTS) – Die Bestellung des neuen Rektors an der PH NÖ hat ein
juristisches
Nachspiel. Minister Wiederkehr bestellte den Christgewerkschafter
Langensteiner, den erklärten Wunschkandidaten des
Dienststellenausschusses für Lehrende. Die bisherige Vizerektorin
Edda Polz, die vom Hochschulrat einstimmig und deutlich als
Erstgereihte im Bewerbungsverfahren qualifiziert worden war, wurde
vom Minister kommentarlos übergangen.

Dagegen erhob Polz jetzt Beschwerde an die
Gleichbehandlungskommission — wegen geschlechtlicher und
weltanschaulicher Diskriminierung.

Polz dazu: “ Es handelt sich um eine parteipolitische Besetzung
des Ministers, die der Gewerkschaft und nicht dem Hochschulrat folgt.
Wissenschaftliche Qualifikation und langjährige Führungsarbeit in der
tertiären Bildung sowie mein Einsatz an der PH NÖ sind offenbar egal.
Geschlecht und Parteipolitik wiegen beim NEOS-Minister offenkundig
schwer. ”

Rechtsanwalt Konlechner, der Polz vertritt: “ Der Minister muss
nach dem Hochschulgesetz seine Entscheidung nicht begründen —
praktisch, wenn man unsachliche Gründe hat. Aber vor der
Gleichbehandlungskommission muss er Farbe bekennen. Es bleibt
abzuwarten, welche Entscheidung die Kommission treffen wird — diese
wird jedenfalls eine sachliche Begründung haben. ”