Nächster Straftäter direkt nach Afghanistan abgeschoben

Wien (OTS) – Am 31. August 2026 wurde der nächste straffällige
Afghane aus
Österreich abgeschoben. Die Abschiebung erfolgte von Wien über
Istanbul nach Kabul und wurde durchgehend begleitet und überwacht.

Österreich ist gemeinsam mit Deutschland das erste europäische
Land, das wieder direkt nach Syrien und Afghanistan abschiebt. Dabei
geht es nicht nur um die Anzahl der direkt in diese Länder
Abgeschobenen, sondern um eine ganz deutliche Signalwirkung: Wer in
Österreich straffällig wird oder kein Bleiberecht hat, muss
Österreich verlassen.

Der 26-jährige Afghane wurde in Österreich dreimal straffällig
und verbüßte Haftstrafen im Gesamtausmaß von über zweieinhalb Jahren
wegen schwerer Eigentums- und Suchtgiftdelikte. Darüber hinaus weist
sein Register zwanzig kriminalpolizeiliche Vormerkungen auf. Auch
während der Haft kam es zu strafrechtlich relevanten Zwischenfällen
mit einem Mithäftling.

Der Abgeschobene ist eine jener Personen, die im September 2025
von einer Delegation der afghanischen Verwaltung in Wien als
afghanischer Staatsangehöriger identifiziert und bestätigt worden
waren. Diese Identifizierungstermine bilden die Grundlage dafür, dass
Rückführungen direkt nach Afghanistan wieder möglich sind.

In den ersten sieben Monaten des Jahres 2026 mussten mehr als
8.800 illegal Aufhältige Österreich verlassen – mehr als 41 Personen
pro Tag (darunter etwa zehn Straftäter). Das ist ein absoluter
Rekordwert bei den Abschiebungen, die jemals aus Österreich
stattgefunden haben, und Ergebnis einer harten und konsequenten
Asylpolitik. Österreich ist hier europäischer Vorreiter.

Mehr als die Hälfte der 8.800 Personen wurde zwangsweise
abgeschoben. Davon waren 48 Prozent verurteilte Straftäter. Die
restlichen Personen mussten Österreich wegen eines fehlenden
Bleiberechts verlassen und kamen mit einer eigenständigen Ausreise
der zwangsweisen Abschiebung zuvor. Die eigenständige Ausreise hat
nach wie vor oberste Priorität, weil sie die mit Abstand
kostengünstigste Möglichkeit ist.

Gleichzeitig gibt es in Österreich so wenige neue Asylanträge wie
seit zehn Jahren nicht mehr. Auch die Anzahl der Asylwerber in der
Grundversorgung ist mit aktuell 5.100 Personen so gering wie zuletzt
vor 20 Jahren.

Ziel bleibt es, die Minuszuwanderung nachhaltig abzusichern: Es
müssen kontinuierlich mehr Personen ohne Bleiberecht Österreich
verlassen, als neue Asylanträge gestellt werden.

„Abschiebungen sind harte polizeiliche Arbeit. Dieser harte, aber
gerechte Weg wird konsequent fortgesetzt, um die Minuszuwanderung
abzusichern. Denn es ist absolut notwendig, dass wir Herr im eigenen
Haus sind“, sagte Innenminister Gerhard Karner.