BMASGPK: Arbeitslosigkeit bleibt trotz steigender Beschäftigung weiterhin hoch

Wien (OTS) – Die Arbeitslosigkeit ist Ende August auf 311.448
Personen gestiegen
und ist damit +3,3% höher als im August 2025 . Die Register-
Arbeitslosenquote beträgt 7,2 % (+0,2%-Punkte gegenüber August 2025).
Die Beschäftigung hingegen entwickelt sich positiv und steigt um
10.000 Beschäftigungsverhältnisse verglichen mit dem Vorjahr.

Eine steigende Arbeitslosigkeit ist in allen Altersgruppen und
allen Bundesländern zu verzeichnen.

Die Zahl der Arbeitslosen und AMS-Schulungsteilnehmenden erreicht
im August 2026 den Gesamtwert von 375.730 (+8.610 oder +2,3%
gegenüber dem Vorjahr).

Die Arbeitslosigkeit von Frauen erhöht sich im August mit +6,3%,
während die Arbeitslosigkeit der Männer nur leicht ansteigt (+0,7%).

Die Jugendarbeitslosigkeit stagniert Ende August 2026 wieder (+98
oder +0,3%).

Die Zahl der beim AMS gemeldeten sofort verfügbaren
Lehrstellensuchenden steigt jedoch deutlich (+3,8% oder +422),
während die Zahl der beim AMS gemeldeten offenen Lehrstellen (-1.121)
gegenüber dem Vorjahr sinkt.

Die Lehrstellenlücke beträgt -5.286 Stellen.

Die Arbeitslosigkeit von Personen mit ausländischer
Staatsbürgerschaft steigt leicht um +1,3% an, während sich die
Arbeitslosigkeit von Inländer:innen mit +4,6% erhöht.

Da die Zahl der Arbeitssuchenden schon über viele Monate steigt,
wächst demzufolge auch die Zahl der Langzeitbeschäftigungslosen mit
Status Arbeitslos und mindestens einem Jahr AMS-Vormerkung auf
105.169 (+11.477 oder +12,2%). Der Anteil der
Langzeitbeschäftigungslosen an allen arbeitslos vorgemerkten Personen
liegt bereits bei 34%.

Die Bestandszahl der beim AMS gemeldeten sofort verfügbaren
offenen Stellen sinkt Ende August 2026 gegenüber dem Vorjahr um -1,3%
auf 79.769.

Der Zugang an offenen Stellen beim Arbeitsmarktservice ist im
August mit +10,9% jedoch bereits gegenüber dem Vorjahr etwas
ansteigend (+4.314).

Neue Technologien zur Anpassung an den Klimawandel bieten neue
Chancen für den Arbeitsmarkt

Die Folgen des Klimawandels sind in diesem Sommer besonders
deutlich spürbar – von Hitzewellen bis zu Extremwetterereignissen. Um
diese Herausforderungen zu bewältigen und gleichzeitig die Klimaziele
zu erreichen, sind sowohl wirtschaftliche als auch
arbeitsmarktpolitische Maßnahmen erforderlich. Die Regierung hat sich
daher auf die Schaffung eines neuen Klimagesetzes mit der Verankerung
einer Klimaneutralität bis 2040 geeinigt.

Ende August 2026 waren österreichweit beim Arbeitsmarktservice
12.896 sofort verfügbare Stellen in klimarelevanten Berufen gemeldet,
das entspricht rund 16,2 Prozent aller dem AMS gemeldeten offenen
Stellen. Dem gegenüber standen 19.929 arbeitslos vorgemerkte
Personen. Der Stellenandrang belief sich somit auf 1,5 – im Vergleich
zum gesamten Arbeitsmarkt sind die Chancen auf einen neuen
Arbeitsplatz im Bereich der grünen Berufe deutlich höher.

„Der Klimawandel verändert die Wirtschaft – und damit auch den
Arbeitsmarkt. Zugleich eröffnet die Transformation hin zur
Klimaneutralität neue Beschäftigungschancen, wie die vielen offenen
Stellen in klimarelevanten Berufen zeigen. Mit dem Arbeitsmarkt-
Transformationsfonds stellen wir sicher, dass Menschen die
Qualifizierungen erhalten, die für diese innovativen Berufe nötig
sind“, erläutert Sozial- und Arbeitsministerin Korinna Schumann.

Die Unterstützung der grünen Transformation ist daher auch ein
wichtiger Aspekt der neu erarbeiteten Arbeitsmarktpolitischen
Zielvorgaben von Arbeitsministern Schumann an das AMS. (Online unter:
Arbeitsmarktpolitische Zielvorgaben im Bereich Arbeitsmarktpolitik )

Mit dem neuen Arbeitsmarkt-Transformationsfonds beim AMS werden
außerdem zusätzliche Mittel für Qualifizierung und Beschäftigung in
Bereichen bereitgestellt, die sich durch Digitalisierung, KI und den
ökologischen Wandel besonders stark verändern. 2028 stehen dafür 26,7
Millionen Euro zur Verfügung und 2029 dann weitere 54,6 Millionen
Euro.