Schönheit

Diese Frage bewegt gerade ganz Deutschland: „Warum lässt Ursula von der Leyen das zu?“

Hannover/Berlin (OTS) – Käfighaltung, Kükentöten und sechs Jahre
gebrochene Versprechen:
Tierschutzorganisation fordert Ursula von der Leyen auf, die
versprochene Tierschutzreform in ihre Rede zur Lage der Union
aufzunehmen.

Zehntausende Menschen fanden in den vergangenen Tagen eine
wichtige Frage zu Ursula von der Leyen in ihren Briefkästen. Die EU-
Kommission unter der Präsidentschaft von der Leyens hatte bereits vor
sechs Jahren eine Tierschutzreform versprochen, doch die Gesetze
wurden bis heute nicht umgesetzt. Noch immer werden Küken am Tag
ihrer Geburt lebendig geschreddert oder mit Gas getötet. Weiterhin
leiden Tiere in engen Käfigen. Mit einer bundesweiten Flyer-Aktion
und einem gläsernen Truck macht die international tätige
Tierschutzorganisation Animal Equality auf das jahrelange Versagen
der EU-Kommission aufmerksam – und fordert von der Leyen auf, in
ihrer bevorstehenden Rede zur Lage der Union den Tierschutz endlich
zur Priorität zu machen.

Der Blick in die Post offenbart den Empfänger*innen in ganz
Deutschland die grausame Realität der Tierindustrie. Mutterschweine,
die sich im Käfig monatelang nicht einmal umdrehen können. Hühner,
die fast ihr ganzes Leben lang weniger Platz haben als die Fläche
eines DIN-A4-Blattes. Küken, die getötet und wie Abfall entsorgt
werden. In vielen EU-Mitgliedsstaaten sind diese tierquälerischen
Praktiken weiterhin Alltag.

Ursula von der Leyen und die EU-Kommission könnten das ändern.
Sie haben es sogar vor Jahren bereits versprochen. Aber sie haben
ihre Versprechen gebrochen, Fristen verstreichen lassen und
geschwiegen.

„Ursula von der Leyen trägt die politische Verantwortung für die
jahrelange Untätigkeit der EU-Kommission.“

„Die Menschen haben ein Recht darauf, zu erfahren, dass die EU-
Kommission unter ihrer Präsidentschaft seit Jahren
Tierschutzversprechen macht, ohne sie einzulösen“, erklärt Vanessa
Raith, Direktorin von Animal Equality Deutschland.

Gläserner Truck macht Tierleid sichtbar

Auch auf den Straßen hat Animal Equality die öffentliche
Aufmerksamkeit auf eine der grausamsten Praktiken der Tierindustrie
gelenkt. Ein gläserner Truck fuhr bereits durch weite Teile
Deutschlands, unter anderem durch Berlin, und macht demnächst im Raum
Hannover Halt – in Ursula von der Leyens Heimatregion. Durch die
transparenten Wände können Passant*innen einen echten Kastenstand für
Schweine sehen. Den Käfig, in dem Mutterschweine auch in Deutschland
monatelang nahezu bewegungsunfähig eingesperrt werden. Über einen
großen QR-Code auf dem Fahrzeug können die Menschen sofort weitere
Informationen auf der Kampagnenseite ( animalequality.de/vonderleyen
) erhalten.

Mit den Aktionen will die Tierschutzorganisation die
Öffentlichkeit aufklären, für das Leid der Tiere sensibilisieren und
den Bürger*innen die Möglichkeit geben, selbst aktiv zu werden.

Von der Leyen soll den Tierschutz in ihrer Rede zur Lage der
Union aufnehmen

Nach dem jahrelangen Einsatz von Tierschützer*innen und einer
intensiven Kampagne von Animal Equality in den vergangenen Monaten,
hat die EU-Kommission den Tierschutz zurück auf die politische Agenda
gesetzt. In der Anfang Juli veröffentlichten Livestock Strategy (EU-
Tierhaltungsstrategie) kündigt sie Gesetzesvorschläge an und
verspricht „gezielte Revisionen“ der Tierschutzstandards für
Legehennen, Masthühner und Schweine.

Animal Equality fordert Ursula von der Leyen jetzt auf, am 16.
September zu bestätigen, dass die Kommission Käfige abschaffen und
das Kükentöten beenden wird – mit Übergangsfristen, die das Leid der
Tiere nicht weiter verlängern, ohne Ausnahmen und Schlupflöcher. In
ihrer Rede zur Lage der Union, wird sie vor dem Europäischen
Parlament die Arbeitsschwerpunkte der Kommission für das kommende
Jahr vorstellen – die Tiere dürfen dabei nicht erneut fehlen.

„Wir haben in den vergangenen Jahren immer wieder leere
Versprechen von der EU-Kommission gehört. Das Problem liegt nicht bei
mangelnder Bereitschaft in der Gesellschaft oder Wirtschaft. Das
Problem liegt bei einer Politik, die den Willen ihrer Bürger*innen
ignoriert und ihre eigenen Versprechen nicht einhält. Das muss ein
Ende haben. Jeder Tag, an dem die EU-Kommission nicht handelt,
bedeutet weiteres Leid für Millionen fühlende Lebewesen.“

– Vanessa Raith, Direktorin von Animal Equality Deutschland

Jahrelanger Stillstand – trotz 1,4 Millionen Unterschriften

Bereits 2020 hatte die EU-Kommission unter von der Leyens Führung
angekündigt, die Tierschutzgesetzgebung umfassend zu überarbeiten.
Nachdem über 1,4 Millionen europäische Bürger*innen die Initiative
„End the Cage Age“ unterzeichnet hatten, folgte eine weitere klare
Zusage: Die Käfighaltung sollte schrittweise beendet werden – mit
verbindlichen Fristen. Sechs Jahre später ist nichts davon umgesetzt.
Die Fristen sind längst verstrichen, die Versprechen gebrochen.

„Die Tierschutzreform ist längst überfällig. Ursula von der Leyen
muss jetzt zu der Präsidentin werden, die sich für bessere
Tierschutzbedingungen einsetzt, ihren Pflichten gegenüber den Bürger*
innen nachkommt und dafür sorgt, dass die Kommission ihre gemachten
Versprechen einlöst“, fordert Raith.

Wir stehen Ihnen jederzeit für weitere Informationen und
Gespräche zur Verfügung. Wenden Sie sich gerne an unseren
Pressekontakt Till Hartmann via E-Mail an [email protected]
oder melden Sie sich telefonisch unter +49 (0)176 3004 0892.

Fotos und weitere Informationen:

– Pressekit

– Kampagne von Animal Equality: „EU-Tierschutzreform – jetzt“

– Aktionsseite zu Ursula von der Leyen

– Nutztierstrategie der EU-Kommission vom 07. Juli 2026

Bildnachweis: Animal Equality / Abbildungen beispielhaft. Es
handelt sich um Symbolbilder, die Zustände in der
landwirtschaftlichen Industrie der Europäischen Union darstellen. Nur
für redaktionelle Berichterstattung im Zusammenhang mit dieser
Pressemitteilung von Animal Equality.

Über Animal Equality

Animal Equality wurde 2006 von Sharon Núñez, Javier Moreno und
Jose Valle in Spanien gegründet und ist heute eine der weltweit
effektivsten Tierschutzorganisationen. Gemeinsam mit Gesellschaft,
Politik und Unternehmen arbeiten wir in acht Ländern auf vier
Kontinenten für eine Welt, in der alle Tiere respektiert und vor
Ausbeutung geschützt werden. Zudem unterstützt Animal Equality mit
der Plattform Love Veg zahlreiche Menschen bei ihrer
Ernährungsumstellung und bietet unter anderem kostenfreie pflanzliche
Kochbücher an. Animal Equality setzt sich durch Aufklärungsarbeit,
Unternehmenskampagnen und die Veröffentlichung von Undercover-
Recherchen dafür ein, die Grausamkeit gegenüber landwirtschaftlich
genutzten Tieren zu beenden. Ebenso strebt Animal Equality
Fortschritte für Tiere auf rechtlicher Ebene an.