FPÖ-Haimbuchner/Kaniak: Hepatitis-C-Betroffene endlich dauerhaft absichern

Linz (OTS) – Ende der 1970er-Jahre und in den 1980er-Jahren
infizierten sich in
Österreich zahlreiche Menschen im Zuge von Blutplasmaspenden
unverschuldet mit Hepatitis C. Für viele Betroffene folgten
jahrzehntelange gesundheitliche Einschränkungen, Leberschäden,
Erwerbsminderung, Einkommensverluste und seelische Belastungen. Trotz
dieser Lebensrealität wurden in den vergangenen Jahren
Unterstützungsleistungen, die vom eigens dafür geschaffenen HCV-Fonds
gewährt werden, gekürzt oder gestrichen.

Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Manfred Haimbuchner und der
freiheitliche Gesundheitssprecher im Nationalrat, NAbg. Mag. Gerhard
Kaniak, fordern daher erneut eine dauerhafte, faire und verlässliche
Absicherung der Betroffenen. „Es ist ein Armutszeugnis für einen
Sozialstaat, wenn unverschuldet in Not geratene Staatsbürger nach
jahrzehntelangem Leidensweg ohne echte Absicherung bleiben, während
über andere Bevölkerungsteile das Füllhorn ausgeschüttet wird. Wer
durch ein Versagen im Gesundheitsbereich schwer geschädigt wurde,
darf nicht mit bürokratischen Ausreden abgespeist werden“, betont LH-
Stv. Dr. Manfred Haimbuchner.

Besonderen Dank sprechen Haimbuchner und Kaniak dem Linzer Gerald
Oberrader aus, der sich als Betroffener und Sprachrohr der
Betroffenen seit Jahren unermüdlich für eine Verbesserung der
Situation einsetzt. „Gerald Oberrader hat mit großem persönlichen
Einsatz, Hartnäckigkeit und Sachkenntnis dafür gesorgt, dass das
Schicksal dieser Menschen nicht in Vergessenheit gerät. Er kämpft für
viele, die gesundheitlich und finanziell längst am Limit sind. Dieser
Einsatz verdient größten Respekt“, so NAbg. Mag. Gerhard Kaniak.

Zwt.: FPÖ auf Seiten der Betroffenen – Gesundheitsminister ohne
Reaktion

Seit dem Jahr 2020 kämpft die FPÖ gemeinsam mit den Betroffenen
für eine dauerhafte Lösung. Bereits damals gab es im
Oberösterreichischen Landtag eine Resolution zur Beibehaltung der
finanziellen Unterstützung. Seither wurden parlamentarische
Initiativen gesetzt, Anfragen eingebracht und Gespräche geführt.
Dennoch hat sich an der konkreten Situation vieler Betroffener bis
heute nichts Entscheidendes verbessert. „Die Betroffenen sind
weiterhin ungehörte Bittsteller ohne Rechtsanspruch. Damit geht oft
eine psychische Belastung einher, die die körperlichen Beschwerden
verstärkt“, kritisieren Haimbuchner und Kaniak.

Kaniak kritisiert insbesondere, dass die Unterscheidung zwischen
„virenfrei“ und „gesund“ von den zuständigen Stellen zu wenig
berücksichtigt werde: „Moderne Medikamente können das Virus in vielen
Fällen erfolgreich bekämpfen. Das bedeutet aber nicht, dass
jahrzehntelange Leberschäden, Erwerbseinbußen und gesundheitliche
Folgeschäden plötzlich verschwinden. Viele Betroffene haben
irreversible Schäden erlitten. Diese Menschen brauchen keine Almosen,
sondern eine gerechte Absicherung. Mit wenigen hunderttausend Euro im
Jahr wäre eine solche Absicherung für alle Betroffenen
sichergestellt.“

Die FPÖ fordert daher eine dauerhafte und würdige finanzielle
Absicherung der unverschuldet geschädigten Hepatitis-C-Betroffenen,
eine realistische Bewertung bleibender gesundheitlicher Schäden und
Einkommensverluste sowie einen Runden Tisch mit Ministerium, HCV-
Fonds, AUVA und Vertretern der Betroffenen. „Eine faire Lösung kostet
nicht die Welt. Bei einem jährlichen Budgetbedarf von wenigen
hunderttausend Euro aus dem Bundesbudget wäre sie finanziell
problemlos darstellbar – menschlich wäre sie von enormer Bedeutung“,
erklären Haimbuchner und Kaniak abschließend.

Link zu den parlamentarischen Initiativen der FPÖ:

– Antrag Nationalrat von Juni 2026:
https://www.parlament.gv.at/dokument/XXVIII/A/943/fname_1765429.pdf

– Antrag Nationalrat von Dezember 2024:
https://www.parlament.gv.at/dokument/XXVIII/A/19/fname_1663966.pdf

– Antrag Nationalrat von Juli 2022:
https://www.parlament.gv.at/dokument/XXVII/A/2709/fname_1458909.pdf

Antrag Oö. Landtag von Oktober 2020: https://www2.land-
oberoesterreich.gv.at/internetltgbeilagen/Beilage%201462/2020%20-%
20Initiativantrag.pdf?id=15666&n=1462&j=2020

– Anfragebeantwortung von Juli 2026:
https://www.parlament.gv.at/dokument/XXVIII/AB/5522/imfname_1773239.-
pdf

– Anfragebeantwortung von Juli 2024:
https://www.parlament.gv.at/dokument/XXVII/AB/18101/imfname_1647595.-
pdf

– Anfragebeantwortung von Jänner 2024:
https://www.parlament.gv.at/dokument/XXVII/AB/16397/imfname_1605756.-
pdf