Wien (OTS) – Die Hubschrauber des Bundesheeres sind heuer bereits
17-mal zur
Bekämpfung von Waldbränden aus der Luft angefordert worden. Zum
Vergleich: Im gesamten Jahr 2025 waren die Heereshubschrauber
lediglich einmal bei einem Waldbrand im Einsatz. Seit Jahresbeginn
haben die Bundesheerhubschrauber bereits mehr als drei Millionen
Liter Löschwasser in oft schwer zugängliche Brandgebiete
transportiert. Die Piloten absolvierten dabei knapp 340 Flugstunden.
Bei den Löscheinsätzen ist höchste Konzentration gefragt: Mit ihren
mehrere hundert Liter fassenden Wassertanks müssen die Piloten die
Abwürfe präzise über den Brandherden platzieren. Entscheidend für den
Erfolg ist dabei auch die enge Abstimmung mit den am Boden
eingesetzten Feuerwehren.
Für Verteidigungsministerin Klaudia Tanner sind die bisherigen
Einsätze ein eindrucksvoller Beleg für die Bedeutung der
Hubschrauberflotte: „Der Einsatz der Heereshubschrauber bei den
Waldbränden zeigt, wie wichtig die Beschaffung und Modernisierung der
Hubschrauberflotte für das Bundesheer ist. Piloten, Techniker und das
Bodenpersonal leisten hervorragende und hochprofessionelle Arbeit.
Gemeinsam mit den Einsatzorganisationen haben die Soldatinnen und
Soldaten so einen wichtigen Beitrag geleistet, um Menschen,
Infrastruktur und Natur bestmöglich zu schützen. Ich danke allen
Einsatzkräften und insbesondere meinen Soldatinnen und Soldaten für
diese herausfordernden Einsätze.“
Zum Einsatz kamen Hubschrauber der Typen AW169 „Lion“, S-70
„Black Hawk“ und Agusta-Bell 212. Sie starteten von den
Fliegerhorsten in Aigen im Ennstal (Steiermark), Hörsching (
Oberösterreich) und Langenlebarn (Niederösterreich). Im Einsatz waren
die Maschinen bislang in Tirol, Kärnten, der Steiermark,
Oberösterreich und Niederösterreich.
Die Anforderung von Bundesheerhubschraubern für Assistenzeinsätze
bei Waldbränden erfolgt über die jeweiligen Landeswarnzentralen. Dank
des regelmäßigen Austauschs und der guten Vernetzung zwischen den
beteiligten Einsatzorganisationen und Institutionen ist die
Alarmierung der Luftstreitkräfte mittlerweile ein eingespieltes
Verfahren. Die Waldbrandbekämpfung wird zudem regelmäßig gemeinsam
trainiert. Bei speziellen Seminaren üben die Einsatzorganisationen
unter anderem auch die fliegerische Einsatzleitung. Denn bei
Waldbränden sind neben dem Bundesheer häufig auch die Flugpolizei und
Hubschrauber ziviler Betreiber im Einsatz. Eine koordinierte
Zusammenarbeit aus der Luft und am Boden ist daher entscheidend.
Für künftige Waldbrandereignisse hat das Bundesheer schon weitere
Vorsorge getroffen. 2 der 4 neuen Transportflugzeuge C-390 Embraer
werden mit einem Löschmodul ausgestattet, das speziell für den Kampf
gegen Waldbrände konzipiert ist. So können im Bedarfsfall 11.000
Liter Löschmittel eingesetzt werden. Die ersten C-390 werden im Jahr
2028 in Österreich eintreffen.
Zusammenfassung:
– Bundesheerhubschrauber waren heuer bereits bei 17 Waldbränden im
Einsatz.
– Mehr als drei Millionen Liter Löschwasser sind von den
Hubschraubern transportiert worden.
– 2 neue C-390 Embraer werden mit Löschausrüstung ausgestattet
– Ministerin Tanner: “Einsätze zeigen, wie wichtig Investitionen in
neue Hubschrauber und Modernisierung der Flotte sind“.
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