Wien (OTS) – Ein unmissverständliches Bekenntnis zum kommunalen
Wohnbau legt SPÖ
Wien-Landesparteisekretär Jörg Neumayer, MA, ab: „Der Gemeindebau ist
und bleibt im Eigentum der Stadt Wien. Er steht nicht zur Diskussion
und nicht zum Verkauf. Ganz im Gegenteil wird er in Zukunft weiter
ausgebaut. Während andernorts allein der Markt entscheidet, betreibt
Wien seit mehr als 100 Jahren aktive Wohnbaupolitik und sorgt so für
leistbare Mieten nicht nur im kommunalen Sektor, sondern auch am
privaten Wohnungsmarkt. Wir haben in den vergangenen Jahren
Milliarden in den sozialen Wohnbau investiert und wir investieren
weiter.“***
Die Dimension des Wiener Modells ist international einzigartig:
In den 220.000 Wiener Gemeindewohnungen leben rund 500.000 Menschen,
dazu kommen 200.000 geförderte Miet- und Genossenschaftswohnungen.
Insgesamt wohnen damit rund 60 Prozent der Wiener:innen in einer
geförderten Wohnung. „Sozialer Wohnbau ist in Wien keine
Randerscheinung, sondern Normalität. Er ist Teil der Daseinsvorsorge
und arbeitet nicht gewinnorientiert, sondern für das Wohl der
Wienerinnen und Wiener. Die Mieten im sozialen Wohnbau liegen unter
jenen am privaten Markt“, so Neumayer.
Das Wiener Modell gilt weit über die Stadtgrenzen hinaus als
Vorbild: „EU-Wohnkommissar Dan Jørgensen wählte Wien als erste
Station seiner Europa-Tour zum neuen EU-Plan für leistbares Wohnen.
Die OECD empfiehlt das österreichische Modell der
Wohnungsgemeinnützigkeit als vorbildhaft. Die New York Times nannte
Wien ein Mieterparadies, und viele internationale Delegationen kommen
regelmäßig nach Wien, um vom Wiener Modell zu lernen. Man reist nicht
um die halbe Welt, um ein Auslaufmodell zu studieren“, unterstreicht
Neumayer.
Der SPÖ Wien-Landesparteisekretär betont weiter: „Bis 2030 werden
1.500 zusätzliche Gemeindewohnungen auf den Weg gebracht. Im Rahmen
der Wohnbau-Offensive 2024+ befinden sich bis 2030 mehr als 22.800
geförderte Wohnungen für über 45.000 Menschen in Entwicklung bzw.
Umsetzung. Und mit der 2019 eingeführten Widmungskategorie
‚Geförderter Wohnbau‘ sind bei Flächen, die neu in Wohngebiet
umgewidmet werden, zwei Drittel dem sozialen Wohnbau vorbehalten.“
Auch der Bestand wird konsequent modernisiert: Allein in die
laufende Sanierung von rund 100 Wohnhausanlagen investiert Wien 1,37
Milliarden Euro. Davon profitieren knapp 16.000 Haushalte mit rund
40.000 Menschen. Seit 2020 wurden bereits 91 Sanierungen
abgeschlossen und damit die Wohnqualität von mehr als 26.000
Gemeindebau-Bewohnerinnen und -Bewohnern spürbar verbessert.
Neumayer abschließend: „Unbefristete Mietverträge im kommunalen
Sektor geben den Mieterinnen und Mietern Sicherheit und Planbarkeit.
In Wien ist Wohnen keine Ware, sondern ein Grundrecht und die
Voraussetzung für ein gutes Leben.“ (Schluss)