Voglauer/Grüne: Historische Dürre – Regierung muss jetzt liefern

Wien (OTS) – Die neuesten Daten der GeoSphere Austria sind
alarmierend: Die
vergangenen zwölf Monate waren die trockensten in Österreich seit
Messbeginn 1850. Wiesen verdorren, Böden trocknen aus und Kulturen
leiden unter Wassermangel. Besonders hart trifft die historische
Trockenheit die heimische Landwirtschaft.

„Die Klimakrise steht nicht vor der Tür – sie steht längst auf
unseren Feldern und Wiesen. Wir Bäuerinnen und Bauern erleben
unmittelbar, was es bedeutet, wenn Regen ausbleibt und Ernten
wegbrechen. Trotzdem eiert die Bundesregierung weiter herum, anstatt
unsere Landwirtschaft auf diese neue Realität vorzubereiten“, sagt
Olga Voglauer, Bio-Bäuerin und Landwirtschaftssprecherin der Grünen.

Voglauer fordert konkrete Entscheidungen: „Wir brauchen endlich
ein wirksames Klimaschutzgesetz, das seinen Namen verdient. Bis 1.
September muss Österreich seinen nationalen Wiederherstellungsplan im
Rahmen der EU-Renaturierungsverordnung vorlegen. Und wir müssen jetzt
vorsorgen, damit ausreichend Wasser für Menschen, Landwirtschaft und
Natur zur Verfügung steht.“

Entscheidend sei, von der kurzfristigen Krisenbewältigung zur
langfristigen Vorsorge zu kommen, denn die aktuelle Dürre ist kein
einmaliges Extremereignis. „Mit der fortschreitenden Klimakrise
steigt das Risiko von Hitze, Trockenheit und Ernteausfällen. Wer
jetzt weiter wertvolle Zeit verliert, gefährdet bäuerliche Existenzen
und unsere Lebensmittelversorgung“, warnt Voglauer.

„Unsere Bäuerinnen und Bauern können ihre Felder nicht ins
klimatisierte Büro verlegen. Sie sind auf gesunde Böden, ausreichend
Wasser und ein stabiles Klima angewiesen. Klimaschutz und
Klimawandelanpassung sind die wichtigste Versicherung für unsere
Landwirtschaft. Wer Versorgungssicherheit ernst nimmt, muss Klima,
Boden und Wasser schützen.“