Wien (OTS) – Die Österreichische Hotelvereinigung (ÖHV) begrüßt den
neuen
Leitfaden und die Hotline des BMWET zum Umgang mit Fake-Bewertungen.
„Es ist gut, dass das Ministerium das Thema aufgreift und den
Betrieben konkrete Unterstützung bietet“, erklärt ÖHV-Generalsekretär
Dr. Markus Gratzer. Beides helfe im konkreten Anlassfall. Das greift
aber erst, wenn der Schaden bereits entstanden ist. „Wir müssen dafür
sorgen, dass Fake-Bewertungen möglichst gar nicht erst online gehen.“
Dafür braucht es aus Sicht der ÖHV verbindliche gesetzliche Vorgaben
für Bewertungsplattformen.
Zwtl.: Bewertungen nur nach tatsächlicher Konsumation
Wie groß der Handlungsbedarf ist, zeigt eine bundesweite
Reppublika-Umfrage im Auftrag der ÖHV mit 1.000 Teilnehmer:innen:
Zwei Drittel der Österreicher haben bereits Erfahrungen mit Fake-
Bewertungen gemacht. Neun von zehn unterstützen die ÖHV-Forderung,
dass nur bewerten darf, wer die entsprechende Leistung tatsächlich in
Anspruch genommen hat. „Das Grundprinzip ist einfach: Wer ein Hotel
bewertet, muss tatsächlich dort gewesen sein“, so Gratzer. Dafür
braucht es eine verlässliche Echtheitsprüfung durch die Plattformen.
Zwtl.: Italien macht es vor
Italien hat 2026 gesetzliche Regeln gegen Fake-Bewertungen für
Tourismus- und Gastronomiebetriebe eingeführt. „Italien zeigt, dass
gesetzliche Regeln möglich sind“, betont Gratzer. Genau dieser Ansatz
ist aus Sicht der ÖHV richtig: Bewertungen müssen von Personen
stammen, die die jeweilige Leistung tatsächlich in Anspruch genommen
haben. Auch der Kauf und Verkauf von Bewertungen ist untersagt. Die
ÖHV fordert daher auch für Österreich klare gesetzliche Vorgaben zur
Echtheitsprüfung, transparente Prüfmechanismen und wirksame
Sanktionen gegen manipulierte Bewertungen. Leitfaden, Hotline und
freiwillige Standards wie der EU-Verhaltenskodex sind wichtige
Schritte, können eine verbindliche gesetzliche Regelung aber nicht
ersetzen.
Zwtl.: Online-Reputation professionell managen
Neben klaren gesetzlichen Rahmenbedingungen bleibt
professionelles Bewertungsmanagement auch für die Betriebe selbst
wichtig. Genau hier setzt der ÖHV-Lehrgang „Preisgestaltung und
Vertrieb 2026“ an. Der zweiteilige Lehrgang startet am 13. Oktober
2026 mit Modul 1 im G’sund & Natur Hotel Die Wasnerin in Bad Aussee.
Modul 2 findet von 10. bis 13. November 2026 im Gut Sonnberghof
Naturhotel in Mittersill statt. Inhaltlich geht es unter anderem um
Online-Reputation und Gästebewertungen, Revenue Management,
Direktvertrieb, Buchungsplattformen sowie digitale Hoteltechnologien
und KI.
Weitere Informationen zum Lehrgang finden Sie unter:
www.oehv.at/puv , weitere Pressemeldungen der ÖHV sowie Bildmaterial
finden Sie unter www.oehv.at/presse .