Grüne Wien/Prack: „Weiterhin massiver Sanierungsrückstau bei Wiens Gemeindebauten“

Wien (OTS) – „Wien war immer dafür bekannt, leistbaren Wohnraum zu
ermöglichen.
Diese Gewissheit ist verlorengegangen. Die Stadtregierung verspielt
das Erbe des Roten Wiens. Wiener Wohnen verzeichnet einen massiven
Sanierungsrückstand, der Einsatz von erneuerbaren Energien steckt
noch immer in den Kinderschuhen. Wir brauchen günstige und grüne
Energie für die Mieter:innen im Gemeindebau“, so Georg Prack,
Klubobmann und Wohnsprecher der Wiener Grünen, zur heute
angekündigten Sanierung von 16.000 Wohnungen, die über die nächsten
Jahre andauern wird.

Bei den Grünen verweist man auf den kritischen
Rechnungshofbericht aus 2021 . Seitdem sei viel zu wenig passiert:
„Um den Sanierungsrückstau aufzuholen, müssten bis 2040 mehr als
10.000 Wohnungen pro Jahr saniert werden, aktuell ist es aufs Jahr
gerechnet nicht einmal die Hälfte“, so Prack. „Das Schneckentempo der
Stadtregierung reicht bei weitem nicht aus, die Mieter:innen im
Gemeindebau werden mit den immer weiter steigenden Energiekosten
allein gelassen und bleiben der Hitze schutzlos ausgeliefert“,
kritisiert Prack.

Katastrophal ist die Bilanz der Stadtregierung auch bei der
Energiewende im Gemeindebau: „In 1670 Wohnhausanlagen gab es laut
einer Anfragebeantwortung aus 2026 nur 17 Photovoltaikanlagen, 4
Solarthermieanlagen und 5 Wärmepumpen. Während einige gemeinnützige
Wohnbauträger ihre Mieter:innen bereits mehrheitlich mit günstiger,
grüner Energie versorgen, ist die Stadtregierung im Gemeindebau über
Symbolprojekte nicht hinausgekommen. Wiener Wohnen muss vom
Schlusslicht zum Vorreiter in Sachen erneuerbarer Energie werden“,
fordern Prack abschließend.