Druck- und Medienbranche fordert faire Wettbewerbsbedingungen

Wien (OTS) – Hohe Kosten, zunehmende Bürokratie und schwierige
Wettbewerbsbedingungen setzen die heimische Druck- und Medienbranche
unter Druck. Das aktuelle Stimmungsbild des Verband Druck Medien
unter den Betrieben zeigt klare Forderungen an die Politik:
Niedrigere Lohnnebenkosten, weniger Verwaltungsaufwand, faire Chancen
bei öffentlichen Vergaben und bessere Voraussetzungen für
Zukunftsinvestitionen.

59 Prozent der befragten Unternehmen erwarten 2026 einen
geringeren Umsatz als im Vorjahr, nur zwölf Prozent rechnen mit einem
moderaten Plus. Auch die aktuelle Auftragslage wird nur mit
Befriedigend bewertet. Die Unternehmen kämpfen neben hohen Kosten vor
allem mit gestiegenem Verwaltungsaufwand (60%), rechtlichen
Unsicherheiten bei Sachbezügen (48%) und zunehmender öffentlicher
Auftragsvergabe an Unternehmen aus dem Ausland (38%).

Zwtl.: Klare Erwartungen an die Politik

„ Die Rückmeldungen unserer Mitgliedsbetriebe sind eindeutig: Sie
brauchen Rahmenbedingungen, die unternehmerisches Handeln erleichtern
und Investitionen ermöglichen “, betont Peter Sodoma, Geschäftsführer
des Verband Druck Medien Österreich. Um die Unternehmen zu entlasten
und Innovation „Made in Austria“ zu fördern, braucht es aus Sicht des
Verband Druck Medien nur vier Punkte:

1. Senkung der Lohnnebenkosten: Der Verband Druck Medien begrüßt die
kürzlich erfolgte Senkung der Lohnnebenkosten und fordert eine
weitere. Die aktuelle Debatte um die Finanzierung des Insolvenzfonds
darf nicht eine Erhöhung der Lohnnebenkosten nach sich ziehen.

2. Abbau von teurem Verwaltungsaufwand: Der Verband Druck Medien
appelliert, Vorschriften und verpflichtende Reportings zu
vereinfachen und Erleichterungen für KMU zu schaffen.

3. Chancengleichheit bei öffentlichen Auftragsvergaben: Das Ziel der
Bundesregierung, die öffentliche Beschaffung stärker auf den
wirtschaftlich und innovationsstrategisch größten Nutzen
auszurichten, ist ein positives Signal. Der Verband Druck Medien
wünscht sich zudem eine verstärkte Berücksichtigung von Kriterien wie
Nachhaltigkeit, Transportwege, Qualität oder Sicherung von
Arbeitsplätzen, um faire Marktbedingungen zu schaffen.

4. Finanzierung von Innovationen erleichtern: Damit die Druck- und
Medienbetriebe notwendige Zukunftsinvestitionen wie in KI und Energie
tätigen können, ist ein besserer Zugang zu Förderungen und
Investitionskrediten erforderlich.