Wien (OTS) – „Wer die Ursache einer Katastrophe nicht kennen will,
wird die
nächste nicht verhindern. Er wird sie höchstens wieder verwalten“,
kommentierte FPÖ-Nationalratsabgeordnete Marie-Christine Giuliani die
Antwort der Bundesregierung auf ihre parlamentarische Anfrage zum
Ursprung von SARS-CoV-2. Darin hielt SPÖ-Gesundheitsministerin fest,
die Quelle des Virus sei „für die Auswirkungen der Pandemie auf die
Gesundheit der Bevölkerung und das Gesundheitssystem nicht relevant“.
Für Giuliani sei genau diese Formulierung der eigentliche
Skandal: „Für die Behandlung eines akut Kranken mag der Ursprung
zweitrangig sein. Für die Frage, wie wir die nächste Pandemie
verhindern, ist er die entscheidende Frage überhaupt. War es ein
Laborunfall, dann braucht es strenge Kontrollen für Hochrisikolabore
statt immer neuer, gefährlicher Virenforschung.“
Angesichts von Erkenntnissen westlicher Nachrichtendienste, die
einen Laborunfall im Zuge von „Gain-of-Function“-Forschung für
hochwahrscheinlich halten, gehe es auch um handfeste Verantwortung.
„Sollte sich bestätigen, dass SARS-CoV-2 im Zuge von Gain-of-Function
-Forschung erzeugt oder verändert wurde und durch einen Laborunfall
in Umlauf kam, dann stellt sich zwingend die Frage, wer diese
Forschung durchgeführt, finanziert, genehmigt und beaufsichtigt hat“,
betonte Giuliani. „Wenn selbst Nachrichtendienste zu solchen
Einschätzungen gelangen und Hinweise auf Gain-of-Function-Forschung
vorliegen, ist es geradezu absurd, dass die Bundesregierung den
Ursprung heute für ‚nicht relevant‘ erklärt.“
Zudem hätten frühe Warnungen renommierter Wissenschaftler vor
einem toxischen Spike-Protein zwingend Konsequenzen haben müssen.
„Wenn diese Warnungen nicht einmal ordentlich geprüft wurden, dann
wird die Aussage der Ministerin endgültig fahrlässig. Denn dann war
der Ursprung keine akademische Nebenfrage, sondern hätte Auswirkungen
auf zentrale gesundheitspolitische Entscheidungen bis hin zur
Impfpflicht gehabt. Eine solche Pflicht hätte unter diesen
Voraussetzungen niemals beschlossen oder auch nur in Erwägung gezogen
werden dürfen“, so die Abgeordnete.
Scharfe Kritik übte Giuliani an der WHO-Hörigkeit der Regierung:
„Man erklärt den Ursprung für unwichtig und richtet sich zugleich
nach genau der Organisation, die bei der Aufklärung dieses Ursprungs
bis heute keine abschließende Antwort liefern konnte. Und
ausgerechnet diesem Apparat soll Österreich über den Pandemievertrag
künftig noch mehr Macht über unsere Gesundheit übertragen. Das ist,
als würde man dem Brandstifter die Feuerwehr überlassen.“
Die mangelnde Verantwortungskultur zeige sich vom heimischen
Ministerien-Pingpong bis zur US-Begnadigung von Anthony Fauci. „In
diesem Land wird ein Bürger für ein vermeintliches ‚Hassposting‘ vor
Gericht gezerrt. Nur für jene, die die größte Verantwortung tragen,
gilt das offenbar nicht. Egal ob in Washington oder in Wien: Wer
Verantwortung trägt, muss auch geradestehen“, forderte Giuliani.
Die FPÖ verlangt daher ein klares Nein zum WHO-Pandemievertrag,
ein Verbot von Gain-of-Function-Forschung, lückenlose Aufklärung der
Ursprungsfrage sowie die Prüfung rechtlicher und finanzieller
Verantwortlichkeiten. „Der Souverän ist das Volk, nicht ein Gremium
in Genf, das sich für die Wahrheit nicht interessiert. Wer die Lehren
aus der Pandemie verweigert, hat das Recht verwirkt, über unsere
Gesundheit zu bestimmen“, stellte Giuliani abschließend fest.