Wien (OTS) – Die Lebensrealität von Jugendlichen ist komplexer
geworden.
Zukunftsängste, schulischer Druck und gesellschaftliche Dynamiken
hinterlassen ihre Spuren. Offene Jugendarbeit bietet jungen Menschen
Räume, in denen sie Gehör finden und ernst genommen werden.
Fachkräfte der Offenen Jugendarbeit begleiten Jugendliche beim
Erwachsenwerden, leisten psychosoziale Unterstützung und betreiben
wertvolle Primärprävention. Indem Probleme von Jugendlichen
frühzeitig aufgefangen werden, kann die Offene Jugendarbeit das
Risiko längerfristiger Lebenskrisen, Jugendeinsamkeit und Isolation
verringern und damit das gesamte soziale System entlasten.
Zwtl.: Demokratiebildung und gesellschaftliche Teilhabe
In den Jugendzentren sowie mit mobilen Angeboten im öffentlichen
und digitalen Raum wird Demokratie im Kleinen gelebt. Jugendliche
lernen, ihre Meinung zu äußern, Konflikte gewaltfrei zu lösen und
Vielfalt als Bereicherung zu begreifen.
Jugendministerin Claudia Bauer betont die Bedeutung verlässlicher
Angebote für junge Menschen: „Jugendpolitik muss jungen Menschen
Chancen eröffnen und ihnen zugleich Orientierung geben. Die Offene
Jugendarbeit leistet dazu einen wichtigen Beitrag: Sie bietet
verlässliche Ansprechpersonen, unterstützt bei konkreten Problemen
und erreicht oft auch jene Jugendliche, die sonst durchs Netz fallen
würden. Junge Menschen ernst zu nehmen heißt, ihnen Mitgestaltung zu
ermöglichen, ihnen etwas zuzutrauen und sie dabei zu unterstützen,
Verantwortung für sich und andere zu übernehmen.“
„Der Tag der Jugend darf kein reiner Symboltag sein. Jugendliche
brauchen Räume, die ihnen gehören, in denen sie sich ausprobieren und
scheitern dürfen, ohne bewertet zu werden. Offene Jugendarbeit ist
eine gesellschaftliche Notwendigkeit.“ So Christian Dworzak-Jungherr,
Vorsitzender von bOJA, dem bundesweiten Netzwerk Offene Jugendarbeit.
Zwtl.: Über bOJA – bundesweites Netzwerk Offene Jugendarbeit
bOJA vertritt das Handlungsfeld der Offenen Jugendarbeit, das aus
österreichweit 302 Trägerorganisationen mit ca. 624 Einrichtungen
besteht. Die rund 2.500 Fachkräfte der Offenen Jugendarbeit –
Pädagoginnen und Pädagogen und Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter
– erreichen mit ihrer Arbeit jährlich im Schnitt 250.000 Jugendliche
in Jugendtreffs, Jugendzentren sowie durch Mobile
Jugendarbeit/Jugendstreetwork.