ÖVP – Korosec ad Ludwig: Gastpatientenkosten-Direktverrechnung senkt die Rechnung nicht – mehr Effizienz im Wiener System schon

Wien (OTS) – Bürgermeister Michael Ludwig will die Kosten für
Gastpatientinnen und
Gastpatienten künftig direkt zwischen den Bundesländern verrechnen.
Für die Gesundheitssprecherin der Wiener Volkspartei, Gemeinderätin
Ingrid Korosec, greift das zu kurz: „Eine Direktverrechnung ändert
nur, auf welchem Weg das Geld fließt. An der Höhe der Rechnung ändert
sie nichts. Wer die Summe senken will, muss das Wiener System
effizienter machen.“

Eine Behandlung in einem Krankenhaus kostet in Wien rund 40
Prozent mehr als im übrigen Österreich. Der Kostentreiber liegt dabei
in der Infrastruktur. Sie kostet pro Behandlung rund doppelt so viel
wie im übrigen Österreich. Allein 2023 hätte sich Wien rund 1,1
Milliarden Euro erspart, wenn es im Spitalsbereich so gewirtschaftet
hätte wie die anderen Bundesländer.

Rund 500 Millionen Euro dieser Mehrkosten entfallen auf Abgaben,
Gebühren und Beiträge. Genau hier liege der Hebel: Jeder Euro, der
nicht bei der Behandlung, sondern in Verwaltung und Gebühren anfalle,
erhöhe die Summe, die anderen Bundesländern präsentiert werde.

„Wien muss dringend mehr Effizienz in seine Spitalskosten
bringen, dann schrumpft die Rechnung für behandelte Gastpatienten an
die anderen Bundesländer von selbst. Dieser Weg liegt allein in der
Hand der Stadtregierung.“ Korosec fordert daher einen verbindlichen
Plan zur Kostensenkung.

„Man zeigt mit dem Finger auf die Gastpatienten, damit niemand
fragt, warum das Wiener System so teuer ist. Das ist kein
Finanzierungsproblem, das ist ein Effizienzproblem“, so Korosec
abschließend.