Wien (OTS) – „Die Negativschlagzeilen rund um die Wiener Kinder- und
Jugendhilfe
nehmen kein Ende. Aufgrund der Berichterstattung der Tageszeitung
,Kurier‘ wurde nun bekannt, dass für jugendliche Intensivtäter und
sogenannte Problemkinder in der Obhut der MA 11 seit Jahren auch
Auslandsaufenthalte nach Madeira, in skandinavische Länder und andere
europäische Destinationen finanziert werden. Wieder einmal bleiben
dabei zentrale Fragen unbeantwortet. Das zieht sich mittlerweile wie
ein roter Faden durch die MA 11. So wie bereits bei der Auszeit-WG
werden auch jetzt wesentliche Fragen zum Konzept nicht beantwortet.
Es stellt sich daher die große Frage, warum die verantwortliche Neos-
Stadträtin Bettina Emmerling auch hier Transparenz vermissen lässt“,
kritisiert die Familiensprecherin der Wiener Volkspartei,
Gemeinderätin Sabine Keri.
„Niemand bestreitet, dass diese Kinder intensive Betreuung
brauchen. Gerade deshalb müssen solche Maßnahmen höchsten fachlichen
Standards entsprechen und nachvollziehbar sein. Umso erschreckender
ist es, dass die MA 11 weder konkrete Kosten noch belastbare Zahlen
oder eine wissenschaftliche Evaluierung dieser Auslandsmaßnahmen
vorlegen kann. Das ist das Gegenteil von Transparenz“, so Keri.
Bereits bei der Auszeit-WG habe die Wiener Volkspartei aufgrund
der Kritik von renommierten Experten auf gravierende fachliche
Bedenken hingewiesen. „Anstatt berechtigte Kritik ernst zu nehmen,
reiht sich nun die nächste fragwürdige Maßnahme in eine lange Serie
von Negativschlagzeilen rund um die MA 11 ein. Gerade in diesem
sensiblen Bereich braucht es höchste fachliche Qualität und volle
Transparenz.“
Die Wiener Volkspartei fordert daher die vollständige Offenlegung
der Auslandsmaßnahmen. „Die Wienerinnen und Wiener haben ein Recht
darauf zu erfahren, wie viele Minderjährige an diesen Projekten
teilgenommen haben, welche Kosten dadurch entstanden sind auf welcher
wissenschaftlichen Grundlage diese Maßnahmen erfolgen. Nach den
zahlreichen Vorfällen der vergangenen Monate braucht es bei der MA 11
endlich Transparenz statt weiterer offener Fragen. Wir werden daher
auch eine entsprechende schriftliche Anfrage an die verantwortliche
Neos-Stadträtin Bettina Emmerling stellen“, so Keri abschließend.