Erdbeben in Kolumbien: CARE bereitet Nothilfe vor

Wien (OTS) – Ein Erdbeben der Stärke 7,4 hat am Montag, dem 10.
August, den Westen
Kolumbiens erschüttert. Das Epizentrum lag nahe San José del Palmar
in der Region Chocó. Die Erschütterungen waren jedoch in weiten
Teilen des Landes bis hin nach Bogotá zu spüren. Besonders betroffen
sind Pereira, Quibdó, Cali und Manizale. Mehr als 100 Tote und
Dutzende Verletzte wurden bislang gemeldet. Zudem wurden Gebäude und
kritische Infrastruktur beschädigt oder zerstört. Die Such- und
Rettungsmaßnahmen dauern an. Die Aussetzung von Flügen an mehreren
Regionalflughäfen sowie weitere Beeinträchtigungen erschweren die
Lage für die betroffenen Gemeinden. Das volle Ausmaß der Schäden und
des humanitären Bedarfs wird derzeit ermittelt.

Catalina Vargas, CARE-Länderdirektorin in Kolumbien, berichtet:

„Wir versuchen aktuell, den Kontakt zu unseren
Partnerorganisationen und den Gemeinden, mit denen wir
zusammenarbeiten, herzustellen, um die Auswirkungen des Erdbebens
besser einschätzen zu können. Den Menschen, die von dem schweren
Erdbeben betroffen sind – insbesondere bei jenen, die Angehörige
verloren haben, verletzt wurden oder miterleben mussten, wie ihre
Häuser zerstört und ihre Heimatorte beschädigt wurden – muss so rasch
wie möglich geholfen werden. Gleichzeitig verstärkt die Angst vor
Nachbeben die Unsicherheit der Menschen hier.

Wir sind besonders besorgt um Frauen und Mädchen, Kinder, ältere
Menschen sowie Menschen mit Behinderungen. Nach großflächigen
Katastrophen wie dieser können sie mit zusätzlichen Herausforderungen
konfrontiert sein. Wenn Häuser zerstört und Familien vertrieben
werden, können sich bestehende Ungleichheiten verschärfen und
Schutzrisiken steigen, insbesondere für Frauen und Mädchen.

CARE steht mit betroffenen Gemeinden und lokalen Organisationen
in Verbindung, um herauszufinden, wo der dringendste
Unterstützungsbedarf besteht. Die konkrete Ausgestaltung der Hilfe
steht noch nicht fest. Sie könnte jedoch beispielsweise Bargeld oder
Gutscheine für den Kauf von Lebensmitteln und anderen dringend
benötigten Gütern umfassen. Über das CARE-Nothilfe-Paket können zudem
wichtige Hilfsgüter für den unmittelbaren Alltag bereitgestellt
werden. Darüber hinaus sind Schutzangebote, Gesundheitsversorgung und
psychosoziale Unterstützung mögliche Bestandteile der Hilfe.

Diese Notlage tritt nur wenige Wochen nach den verheerenden
Erdbeben im benachbarten Venezuela ein. Dort leitet CARE Kolumbien
die humanitäre Hilfe der Organisation und unterstützt lokale
Partnerorganisationen.

Wir stehen den betroffenen Familien in Kolumbien in dieser
schwierigen Zeit zur Seite und werden weiterhin eng mit unseren
Partnern zusammenarbeiten, während sich die Lage entwickelt.“

So hilft CARE: CARE arbeitet seit 1954 in Kolumbien und ist heute
gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen und Gemeinden in fünf
Departamentos tätig, darunter Valle del Cauca, eines der vom Erdbeben
am stärksten betroffenen Gebiete. Der Schwerpunkt liegt auf Schutz,
Gesundheit und der Unterstützung von Menschen bei der Bewältigung von
Krisen.

Spenden für die Katastrophenhilfe werden dringend benötigt:
CARE Österreich Spendenkonto IBAN: AT77 6000 0000 0123 6000 oder
online