Wien (OTS) – Heißluftfritteusen haben die klassische Fritteuse in
vielen
Haushalten weitgehend verdrängt – sie versprechen eine schnelle und
fettarme Zubereitung. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat
im Rahmen eines internationalen Gemeinschaftstests 51 Airfryer
getestet. Das Ergebnis: 39 Modelle erhielten ein „gutes“, 12 ein
„durchschnittliches“ Testurteil. Kein Gerät fiel durch. Welche
Airfryer am besten abschnitten, ist ab heute auf www.vki.at/airfryer-
2026 abrufbar.
Gute Geräte müssen nicht teuer sein
Getestet wurden unterschiedliche Bauformen – von kompakten
Einkorb-Geräten über Dual-Airfryer bis hin zu Multifunktionsgeräten
mit Dampfgar- oder Multikocherfunktion. Der Durchschnittspreis der
getesteten Modelle liegt bei 151 Euro, die Hälfte kostet weniger als
130 Euro. Die teuerste Heißluftfritteuse im Test (329 Euro) weist
zugleich den höchsten Energieverbrauch auf.
Volle Körbe bringen viele Geräte an ihre Grenzen
Hendlkeulen und Schokoladekuchen gelangen den meisten Geräten
problemlos. Schwieriger wurde es bei Quiche Lorraine, Aufbackbrötchen
und vor allem bei Pommes Frites in maximaler Füllmenge. Nur ein
einziges Gerät bereitete die maximale Portion Pommes „sehr gut“ zu,
acht weitere erreichten ein „gut“. Hier zeigt sich der größte
Unterschied zur klassischen Fritteuse, die auch bei voller Beladung
konstant gute Ergebnisse liefert. „Für die Praxis heißt das: Zwei
Durchgänge mit halb gefülltem Korb liefern meist bessere Ergebnisse
als ein voller“, rät VKI-Projektleiterin Birgit Beck. „Wer häufig
größere Mengen zubereitet, sollte bereits beim Kauf auf ein
ausreichend großes Fassungsvermögen achten.“
Acrylamid: Lieber goldgelb als dunkelbraun
Auch im Airfryer kann Acrylamid entstehen, jener unerwünschte
Stoff, der beim starken Erhitzen stärkehaltiger Lebensmittel gebildet
wird. Entscheidend sind Temperatur, Garzeit, Wassergehalt und
Bräunungsgrad, nicht die Marke oder der Gerätetyp. „Stärkehaltige
Lebensmittel wie Erdäpfel sollten möglichst nicht über 180 Grad
Celsius erhitzt und nur so lange wie nötig gegart werden. ,Vergolden
statt verkohlen‘ ist hier die Devise. Dunkelbraune Stellen sollten
vermieden werden“, empfiehlt VKI-Ernährungswissenschafterin Birgit
Beck. „Wer Pommes Frites selbst schneidet, sollte die Stifte vorher
wässern und sie danach gut abtrocknen, auch das reduziert die
Acrylamidbildung.“
Energieverbrauch, Reinigung und Lautstärke
Je kleiner das Gerät, desto sparsamer ist es zumeist. Bei kleinen
Portionen arbeitet eine Heißluftfritteuse zumeist energieeffizienter
als ein Backrohr. Für größere Mengen oder mehrere Durchgänge ist der
Backofen jedoch oft die sparsamere Wahl. Die Bedienung ist bei fast
allen Geräten einfach, bei der Reinigung gibt es jedoch deutliche
Unterschiede: Während die Garkörbe meist gut und im Geschirrspüler zu
reinigen sind, bereiten vor allem ein glänzendes Gehäuse und schwer
zugängliche Rillen auf der Oberseite mehr Aufwand. Nur 14 Geräte
erhielten in diesem Prüfpunkt ein „gutes“ oder „sehr gutes“ Urteil.
Auch bei der Lautstärke unterscheiden sich die Modelle deutlich. 16
Airfryer fielen hier unangenehm auf.
Worauf beim Kauf achten?
–
Passende Größe: Für wie viele Personen wird im Regelfall gekocht?
Ein zu kleines Gerät erfordert mehrere Durchgänge, ein zu großes
Gerät verbraucht unnötig Strom und Stellfläche.
–
Anzahl der Körbe: Wer häufig mehrere Speisen gleichzeitig
zubereitet, für den kann ein Dual-Airfryer mit zwei getrennten
Garräumen sinnvoll sein.
–
Leistung (Watt): Diese beeinflusst, wie schnell das Gerät
aufheizt, sie sagt aber nichts über Garqualität oder Stromverbrauch
aus.
–
Reinigung: Auf spülmaschinengeeignete Körbe und leicht zu
reinigende Oberflächen achten.
–
Lautstärke: Diese ist besonders in offenen Küchen ein wichtiges
Kriterium.
SERVICE: Die ausführlichen Testergebnisse gibt es ab heute auf
www.vki.at/airfryer-2026 .