Wien (OTS) – Die Schadensbilanz der Österreichischen
Hagelversicherung bestätigt
die historische Dimension der Dürrekatastrophe. Der bisherige
Gesamtschaden in der heimischen Landwirtschaft wird auf eine
Milliarde Euro geschätzt. Betroffen sind sämtliche Bundesländer und
nahezu alle Kulturen. Gleichzeitig verschärft sich die
Futterknappheit in der Tierhaltung. Im Grünland wird der
Ertragsausfall bereits auf 45 Prozent geschätzt, bei Kulturen wie
Mais auf rund 25 Prozent und beim Getreide auf 14 Prozent. Regional
liegen die Einbußen noch deutlich höher.
„Die notwendige Hilfe für unsere Bäuerinnen und Bauern ist kein
Wunsch der ÖVP, sondern Aufgabe der gesamten Bundesregierung. Ein
Dürreschaden von einer Milliarde Euro ist bittere Realität auf
unseren Höfen. Dahinter stehen vernichtete Ernten, fehlendes Futter
und Bauernfamilien, die um die Zukunft ihrer Betriebe kämpfen. Das
SPÖ-geführte Finanzministerium muss seine Blockadehaltung aufgeben
und den notwendigen finanziellen Spielraum schaffen“, betont
Bauernbund-Präsident Abg.z.NR DI Georg Strasser .
Umschichtungen im Landwirtschaftsbudget reichen nicht aus
Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig hat nach Bekanntwerden
der Schadenszahlen umgehend Gespräche mit dem Finanzminister
aufgenommen und Vertreter aus Landwirtschaft, Wissenschaft und
Versicherungswirtschaft zu einem Runden Tisch zusammengebracht. In
den nächsten Tagen soll ein Unterstützungspaket vorgelegt werden.
„Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig legt Tempo vor und
arbeitet an konkreten Lösungen. Er hat zugleich unmissverständlich
klargestellt, dass Umschichtungen innerhalb des
Landwirtschaftsbudgets nicht ausreichen. Die Landwirtschaft kann sich
die Hilfe in einer historischen Katastrophe nicht selbst finanzieren.
Das SPÖ-geführte Finanzministerium muss jetzt den notwendigen
zusätzlichen Spielraum schaffen“, fordert Strasser .
Klimaschutz und Akuthilfe gehören zusammen
Der Bauernbund bekennt sich klar zum Klimaschutz und zu einem
wirksamen Klimagesetz. Gleichzeitig braucht es rasche,
unbürokratische und treffsichere Hilfe für die besonders betroffenen
Betriebe.
„Klimaschutz und Akuthilfe sind kein Widerspruch. Wer unsere
heimische Lebensmittelversorgung sichern will, muss den
Bauernfamilien jetzt konkret helfen. Außergewöhnliche Situationen
erfordern außergewöhnliche Maßnahmen“, so Strasser abschließend.