Wien (OTS) – Nachdem Niederösterreichs ÖVP-Landeshauptfrau Johanna
Mikl-Leitner
Bundeskanzler Christian Stocker nach dessen Aussagen zur
Kinderbetreuung öffentlich zur Seite gesprungen war, forderte FPÖ-
Generalsekretär und Heimatschutzsprecher NAbg. Michael Schnedlitz nun
eine klare Distanzierung.
Bei fehlender Distanzierung ist LH Mikl-Leitner als
Landeshauptfrau auch rücktrittsreif
„Frau Mikl-Leitner muss sich entscheiden: Steht sie als
Landeshauptfrau auf der Seite der Frauen, Mütter, Kinder und Familien
oder auf der Seite eines Kanzlers, der Kinderbetreuung nicht als
Arbeit sieht, Frauen, Familien und die Bevölkerung demütigt? Dieses
Schönreden und Weginterpretieren einer derart respektlosen Aussage
ist unerträglich. Stockers Aussage war kein Versprecher, sondern hat
einen tiefen Einblick in das Denken dieser abgehobenen ÖVP gegeben.
Wer jetzt versucht, ihm dafür auch noch die Mauer zu machen, macht
sich politisch mitverantwortlich und ist als Landeshauptfrau in
diesem Fall genauso rücktrittsreif wie Stocker“, so FPÖ-
Generalsekretär NAbg. Michael Schnedlitz.
Das Verhalten der letzten Tage zeige laut FPÖ, wie die ÖVP
wirklich tickt und auch Entschuldigungen seien nicht ernst zu nehmen,
sondern nur geheuchelt. „Zuerst erklärt man Millionen Eltern und
insbesondere Müttern, ihre tägliche Leistung bei der Kinderbetreuung
sei keine Arbeit, und wenn der öffentliche Druck zu groß wird, folgt
eine Entschuldigung. Damit ist die Sache aber nicht erledigt. Nach
Nehammers 1,40-Euro-Hamburger für Kinder folgt nun der nächste
Einblick in das wahre Gesicht dieser Volkspartei: abgehoben,
respektlos und meilenweit von der Lebensrealität der Menschen
entfernt.“
Auch SPÖ und NEOS müssten sich nach Ansicht des FPÖ-
Generalsekretärs klar positionieren. „Es reicht nicht, festzustellen,
dass Kinderbetreuung natürlich Arbeit ist, oder eine spätere
Richtigstellung zu begrüßen. Wer mit Stocker gemeinsam dieses Land
regiert, trägt auch Verantwortung dafür, wer an der Spitze dieser
Regierung steht. Babler, Meinl-Reisinger und die gesamte
Bundesregierung müssen sagen, ob sie diesen Kanzler weiterhin für
tragbar halten.“
„Österreich hat einen Kanzler, der derartige Aussagen tätigt,
nicht verdient. Stocker muss die Konsequenzen ziehen und
zurücktreten. Und dieses Kickl-Verhinderungs-Konstrukt aus
Wahlverlierern muss endlich den Weg für sofortige Neuwahlen
freimachen. Der Souverän muss darüber entscheiden, wer Österreich
regiert“, so Schnedlitz.