UNOS an SWV: Wer Unternehmer:innen vertreten will, muss ihnen Möglichkeiten eröffnen, statt sie zu bevormunden

Wien (OTS) – Die Ablehnung liberalerer Ladenöffnungszeiten durch den
Sozialdemokratischen Wirtschaftsverband Wien (SWV) stößt bei UNOS –
Unternehmerisches Österreich auf klaren Widerspruch. „Der SWV hat
sehr wohl verstanden, was gefordert wird: Nämlich, dass
Eingentümer:innen selbst entscheiden können, am Sonntag aufzusperren,
ohne angestelltes Personal – und lehnt es trotzdem ab. Das ist das
eigentlich Bemerkenswerte: Eine Unternehmer:innen-Vertretung traut
den eigenen Betrieben nicht zu, selbst zu entscheiden, wann sie
aufsperren“, sagt Markus Hofer, stellvertretender UNOS
Bundessprecher. Bereits im UNOS Leitantrag 2025 wurde eine
Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten gefordert; im
Regierungsprogramm in Wien und im Bund sind Liberalisierungsschritte
verankert.

Zwtl.: Es geht um Wahlfreiheit, nicht um Zwang

UNOS fordern keine generelle Sonntagsöffnung und keine
Verpflichtung für Betriebe, sonntags aufzusperren. „Wer geschlossen
halten will, hält geschlossen. Niemand wird gezwungen. Es geht in der
aktuellen Diskussion um jene, die selbst im Geschäft stehen und ohne
angestelltes Personal auskommen. Sie sollen künftig selbst
entscheiden dürfen“, so Hofer. „Wer daraus eine flächendeckende
Sonntagsöffnung für den gesamten Handel macht, argumentiert bewusst
am Vorschlag vorbei.“

Auch das Dammbruch-Argument des SWV – heute die
eigentümergeführten Geschäfte, morgen die großen Ketten – lässt Hofer
nicht gelten: „Die Grenze zwischen Betrieben mit und ohne
angestelltem Personal steht im Regierungsprogramm klar drin. Wer
behauptet, der Gesetzgeber könne diese Grenze nicht ziehen, misstraut
nicht unserem Vorschlag, sondern der eigenen Fähigkeit, ein sauberes
Gesetz zu machen.“

Zwtl.: Das Verbot schützt nicht den kleinen Händler, sondern schadet
ihm

Am schärfsten widersprechen UNOS dem zentralen SWV-Argument, eine
Öffnung nütze nur den großen Konzernen. „Das Gegenteil ist der Fall.
Die Nachfrage am Sonntag verschwindet ja nicht, nur weil das kleine
Geschäft ums Eck zusperren muss. Sie wandert ab – zu Amazon, zur
Tankstelle, zum Bahnhofsshop, in die Einkaufszentren jenseits der
Grenze“, sagt Hofer. „Das aktuelle Verbot schützt nicht den Wiener
Mittelstand. Es liefert seinen Umsatz genau jenen aus, vor denen der
SWV angeblich warnt.“

Wer den kleinen Handel wirklich stärken will, muss ihm auch die
Chance geben, von der zusätzlichen Nachfrage am Sonntag zu
profitieren. „Wenn am Sonntag zusätzliche Nachfrage entsteht, sollte
diese auch bei heimischen Betrieben ankommen“, sagt Hofer.

Zwtl.: Weniger Bevormundung, mehr Eigenverantwortung

Bei den auch vom SWV geforderten Entlastungen – niedrigere
Lohnnebenkosten, weniger Bürokratie, Stärkung der Kaufkraft – sehen
UNOS durchaus Gemeinsamkeiten. „Aber das eine schließt das andere
nicht aus. Man kann Betriebe entlasten und ihnen zugleich Freiheit
geben. Beides gegeneinander auszuspielen, ist genau die Denkweise,
die dem Standort schadet“, so Hofer. „Weder der SWV noch die Kammer
noch die Politik sollten darüber entscheiden, wann jemand sein
eigenes Geschäft öffnet. Diese Entscheidung gehört zu den
Unternehmerinnen und Unternehmern selbst.“

UNOS – Unternehmerisches Österreich vertreten seit 2014 die
Interessen liberal denkender Unternehmerinnen und Unternehmer und
sind in acht Wirtschaftsparlamenten präsent.

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