Wien (OTS) – Wie gelingt es, Lehrende in einen regelmäßigen Austausch
über gute
Hochschullehre zu bringen – auch dann, wenn sie nur wenige Stunden
pro Woche an der Hochschule tätig sind? Mit dem Projekt E’SPRESSO –
Virtuelle Communities of Practice in der Hochschullehre hat die
Hochschule Campus Wien eine Antwort gefunden: kurze, digitale
Austauschformate, eine moderne Vernetzungsplattform und eine
gemeinsame Videobibliothek schaffen neue Möglichkeiten,
hochschuldidaktisches Wissen gemeinsam weiterzuentwickeln.
Das von der Stadt Wien | Wirtschaft, Arbeit und Statistik (MA 23)
geförderte Projekt lief von September 2022 bis Juli 2026 und
verfolgte ein klares Ziel: den hochschulweiten Lehrdiskurs nachhaltig
zu stärken und insbesondere nebenberuflich Lehrende besser in die
akademische Community einzubinden.
Zwtl.: E’SPRESSO: Kurz, stark und wirkungsvoll
Namensgeber und Herzstück des Projekts ist das digitale Format
E’SPRESSO – inspiriert vom gleichnamigen Kaffee: kurz, stark und
belebend. Die kompakten Online-Sessions folgen dem Flipped-Classroom-
Prinzip: Ein kurzes Video führt in ein hochschuldidaktisches Thema
ein, das anschließend in einer moderierten Diskussion gemeinsam
vertieft wird.
Die bewusst kurze Dauer, die flexible Online-Durchführung und der
unmittelbare Praxisbezug senkten die Teilnahmehürden deutlich –
insbesondere für nebenberuflich Lehrende, die klassische
Präsenzangebote häufig nur schwer wahrnehmen können.
Im Projektzeitraum fanden insgesamt elf Veranstaltungen statt –
zehn reguläre E’SPRESSO-Runden sowie ein E’SPRESSO kompakt. Darüber
hinaus wurde das Format im Rahmen einer internationalen Kooperation
erstmals als E’SPRESSO transkontinental durchgeführt. Rund 80
Lehrende beteiligten sich an den Veranstaltungen. Im Mittelpunkt
standen aktuelle Themen wie KI-gestützte Lehr- und Lernsettings,
digitale Prüfungsformate, Lehrportfolios sowie Barrierefreiheit und
Chancengleichheit in Lehre und Prüfung, letztere in Zusammenarbeit
mit der Stelle für Gleichbehandlungsfragen sowie dem Gender- und
Diversity Management der Hochschule.
Zwtl.: Campus Connect vernetzt Lehrende über Fachgrenzen hinweg
Ergänzend zum Austausch wurde die hochschulweite Plattform Campus
Connect gezielt weiterentwickelt. Neue Funktionen wie
Kommentarmöglichkeiten, ein Diskussionsforum und ein Newsletter
fördern den kontinuierlichen fachlichen Austausch unter den
Lehrenden.
Besonderes Augenmerk lag zudem auf der digitalen
Barrierefreiheit. Mit der Integration des Tools Eye-Able stehen
Funktionen zur Anpassung von Schriftgrößen und Kontrasten, zur
verbesserten Tastaturnavigation sowie zur Unterstützung assistiver
Technologien zur Verfügung. Damit bietet Campus Connect einen
niedrigschwelligen digitalen Treffpunkt für Lehrende aller
Beschäftigungsformen und verbindet synchrones und asynchrones Lernen
innerhalb einer lebendigen Community of Practice.
Zwtl.: CampusTube macht Lehrwissen sichtbar
Als dritte Projektsäule entstand CampusTube , eine kuratierte
Videobibliothek auf Basis der bestehenden Plattform Panopto. Ziel ist
es, Lehrvideos innerhalb der Hochschule systematisch zugänglich zu
machen und den kollegialen Wissensaustausch zu fördern – nach dem
Prinzip „Von Lehrenden für Lehrende“ .
Im Projekt wurden dafür die technischen und organisatorischen
Voraussetzungen geschaffen, darunter ein differenziertes
Berechtigungs- und Tagging-Konzept sowie eine Moodle-Schnittstelle,
die den einfachen Zugriff direkt über das Learning Management System
ermöglicht. „Exzellente Lehre entsteht dort, wo Lehrende voneinander
lernen und neue Ideen gemeinsam weiterentwickeln. Mit E’SPRESSO haben
wir Rahmenbedingungen geschaffen, die diesen Austausch nachhaltig
fördern und die hochschuldidaktische Weiterentwicklung an der
Hochschule Campus Wien langfristig unterstützen. Das Projekt ist
damit ein wichtiger Beitrag zur Sicherung und Weiterentwicklung
unserer Lehrqualität“, sagt Evelyn Süss-Stepancik , Vizerektorin für
Lehre und Internationales an der Hochschule Campus Wien.
Zwtl.: Hohe Akzeptanz und nachhaltige Wirkung
Die Evaluation bestätigt den Erfolg des Projekts: Rund 90 Prozent
der befragten Lehrenden bewerten die behandelten Themen als relevant
und sehen im Format einen deutlichen Mehrwert für den kollegialen
Austausch. „Gute Hochschullehre lebt vom Austausch. Mit E’SPRESSO ist
es uns gelungen, ein Format zu etablieren, das Lehrende unkompliziert
miteinander ins Gespräch bringt – unabhängig davon, ob sie haupt-
oder nebenberuflich an der Hochschule tätig sind. Gleichzeitig haben
wir mit Campus Connect und CampusTube eine nachhaltige Infrastruktur
geschaffen, die den Wissenstransfer und die Vernetzung auch über
einzelne Veranstaltungen hinaus unterstützt“, sagt Christopher Hanzl
, Leiter des Teaching Support Centers der Hochschule Campus Wien und
Projektverantwortlicher.
Zwtl.: Factbox: Projekt E’SPRESSO auf einen Blick
(Stand Juli 2026)
– Projektlaufzeit: September 2022 bis Juli 2026
– Förderung: Stadt Wien | Wirtschaft, Arbeit und Statistik (MA 23)
– Projektziel: Stärkung des hochschulweiten Lehrdiskurses und bessere
Vernetzung von haupt- und nebenberuflich Lehrenden
– Kernformat: E’SPRESSO – kurze digitale Austauschformate nach dem
Flipped-Classroom-Prinzip
– Veranstaltungen: 11 Formate (10 E’SPRESSO-Sessions, 1 E’SPRESSO
kompakt) sowie ein internationales E’SPRESSO transkontinental
– Teilnehmende: Rund 80 Lehrende
– Schwerpunktthemen: KI in der Lehre, digitale Prüfungen,
Lehrportfolios, Barrierefreiheit und Chancengleichheit
– Neue Infrastruktur: Weiterentwicklung der Plattform Campus Connect
mit Diskussionsforum, Kommentarfunktion und Newsletter
– Barrierefreiheit: Integration von Eye-Able zur Verbesserung der
digitalen Zugänglichkeit
– Wissensplattform: Aufbau von CampusTube – kuratierte
Videobibliothek „Von Lehrenden für Lehrende“
– Technische Neuerungen: Moodle-Schnittstelle sowie Berechtigungs-
und Tagging-Konzept für Lehrvideos
– Evaluation: Rund 90 % der befragten Lehrenden bewerten die Inhalte
als relevant und sehen einen deutlichen Mehrwert für den kollegialen
Austausch
– Nachhaltigkeit: Dauerhafte digitale Infrastruktur für Vernetzung,
Wissensaustausch und hochschuldidaktische Weiterentwicklung an der
Hochschule Campus Wien
– Quelle: Hochschule Campus Wien
Hochschule Campus Wien
Mit über 9.000 Studierenden am Campus Altes Landgut, einem
weiteren Standort und zwei Kooperationsstandorten, ist die Hochschule
Campus Wien die größte Fachhochschule Österreichs. In den Departments
Angewandte Pflegewissenschaft, Applied Life Sciences, Bauen und
Gestalten, Gesundheitswissenschaften, Sozialwissenschaften, Technik
sowie Verwaltung, Wirtschaft, Sicherheit, Politik steht ein Angebot
von mehr als 70 Studienprogrammen in berufsbegleitender und Vollzeit-
Form zur Auswahl. Anwendungsbezogene Forschung und Entwicklung wird
in neun fachspezifischen Forschungszentren gebündelt. Fort- und
Weiterbildung in Form von Seminaren, Modulen und
Zertifikatsprogrammen deckt die Hochschule über die Campus Wien
Academy ab. Die Hochschule Campus Wien ist Gründungsmitglied im
Bündnis Nachhaltige Hochschulen.
> Besuchen Sie unseren Press Room: www.hcw.ac.at/pressroom