„Havanna – Rum, Rauch und Revolution“: Teil 2 der „Universum History“-Serie „Orte, die Geschichte schrieben“

Wien (OTS) – Mit der neuen Dokumentation „Havanna – Rum, Rauch und
Revolution“ von
Fabian Wolf (ORF-Bearbeitung: Stefan Binder) steht am Freitag, dem 7.
August 2026, um 22.30 Uhr Teil 2 der fünfteiligen „Universum History“
-Sommerserie „Orte, die Geschichte schrieben“ auf dem Programm von
ORF 2 und ORF ON. Es folgen die Neuproduktionen „Marrakesch – Die
Rote Stadt“ (21. August) und „Ibiza – Insel zwischen Freiheit und
Exzess“ (28. August) sowie am 14. August das Doku-Dacapo „Die
Geschichte der Côte d’Azur – Luxus, Glamour, blaues Meer“ (0.05 Uhr).

Die kubanische Hauptstadt Havanna ist in der ersten Hälfte des
20. Jahrhunderts eine schillernde Metropole mit Musiklokalen, Casinos
und Shows. Vor allem amerikanischen Touristen und Touristinnen
entfliehen den prüden USA und der rigiden Prohibition. Ikonen wie
Ernest Hemingway, Frank Sinatra und Ava Gardner sind begeistert vom
Flair der Stadt und ihrem karibischen Klima. Doch Havanna wird von
der US-Mafia kontrolliert. Dem ausschweifendem Partyleben steht die
bittere Armut auf der Insel Kuba gegenüber. Eine Revolution ist da
nur eine Frage der Zeit. 1959 übernimmt Fidel Castro die Macht und
beendet die US-Dominanz auf Kuba. Am 12. August hätte der 2016
verstorbene Castro seinen 100. Geburtstag gefeiert.

Für Menschen aus den USA gibt es Mitte des vergangenen
Jahrhunderts ein Paradies: Havanna, die Hauptstadt der Karibikinsel
Kuba. Hier können Besucherinnen und Besucher nicht nur der
Prohibition der 1920er Jahre entfliehen, sondern auch die prüde
Sexualmoral ihrer Heimat hinter sich lassen. Der 40-minütige
Direktflug Miami-Havanna wird zum Flug mit den meisten Passagieren
zwischen den Vereinigten Staaten und einer Stadt im Ausland. Das
Flair der Kolonialzeit und das karibische Klima locken auch
Schriftsteller, Stars und sogar Politgrößen an. Ernest Hemingway,
Marlon Brando, Ava Gardner, Frank Sinatra und John F. Kennedy
verfallen dem Rhythmus der kubanischen Hauptstadt, der sogenannten
„Perle der Karibik“. Im Hotel Nacional und in dem Cabaret Tropical
gehen sie ein und aus und genießen die Vorzüge der karibischen
Lockerheit. So manche sind auch häufig zu Gast in diversen
„Etablissements“.

Doch unter der glänzenden Oberfläche beherrschen Armut und
Repression den Alltag der kubanischen Bevölkerung. Die amerikanische
Mafia teilt die Stadt unter sich auf und schließt einen geheimen Deal
mit dem Diktator Fulgencio Batista. Abseits der amerikanischen
Strafverfolgungsbehörden errichten die Mafiosi ein „Las Vegas der
Karibik“.

Das Land versinkt in Korruption und Bürgerkrieg. Der perfekte
Nährboden für die Revolutionäre um ihren Anführer Fidel Castro. Am 8.
Jänner 1959 ziehen sie triumphal in Havanna ein und beenden die
amerikanische Vorherrschaft auf der Karibikinsel. Das US-
Handelsembargo, verhängt durch Präsident John F. Kennedy, bestimmt
die Zukunft Kubas in den folgenden Jahrzehnten entscheidend mit.
Angeblich unterzeichnet Kennedy das Embargo erst, nachdem ihm seine
Zigarrenlieferung aus Kuba bestätigt wurde.