Bad Tatzmannsdorf/Wien (OTS) – Die Umweltschutzorganisation
Greenpeace hat erhebliche Asbest-
Belastungen im Kurort Bad Tatzmannsdorf aufgedeckt. Bei Stichproben
auf acht öffentlichen Flächen weisen Laboranalysen hohe Asbest-
Konzentrationen im Schotter und auf asphaltierten Flächen nach.
Bürgermeister Stefan Laimer hat die umgehende Sicherung, Sperrung und
Sanierung der belasteten Gemeinde-Areale bereits gestartet bzw. die
Sanierung zugesagt. Das gleiche gilt auch für das im Landeseigentum
stehende Kurzentrum “Reduce”. Greenpeace begrüßt diesen Schritt und
fordert von der burgenländischen Landesregierung, ähnliche Maßnahmen
konsequent überall im Burgenland umzusetzen.
Herwig Schuster, Umweltchemiker bei Greenpeace Österreich: „Hier
rollten täglich Autos über Asbeststeine mit Risiken für Bewohnende,
Arbeitnehmende und Gäste. Erfreulicherweise hat der ÖVP-Bürgermeister
Stefan Laimer den Ernst der Situation erkannt und umgehend eine
Sanierungsoffensive gestartet.“
Betroffen sind über das ganze Gemeindegebiet verteilt vor allem
Schotterstraßen und stark frequentierte Schotter-Parkplätze, die sich
im Besitz der Gemeinde, des Kurzentrums oder von Privaten befinden.
Dazu zählen auch die Fahrbahnen der neu errichteten Wohnstraßen Sepp-
Rehling-Gasse und Baron-Toth-Gasse sowie eine Baustelle direkt neben
dem Freibad. Durch vorbeifahrende Autos und Wind werden die feinen
Asbestfasern gerade in der aktuellen Dürreperiode stark aufgewirbelt
und stellen bei Einatmung ein Risiko dar. Während die Flächen von
Gemeinde und Kurzentrum rasch gesichert und saniert werden, hat der
Bürgermeister betroffenen Privatbesitzer:innen Unterstützung bei der
Sanierung angeboten.
„Über Jahrzehnte wurde asbesthaltiges Material im ganzen
Burgenland verbaut. Bad Tatzmannsdorf handelt hier vorbildlich. Jede
Verdachtsfläche wurde überprüft und es werden unverzüglich Maßnahmen
gesetzt. Erste Flächen wurden bereits saniert. Daran müssen sich das
Land Burgenland und die anderen betroffenen Gemeinden ein Beispiel
nehmen” , so Schuster.
Fotos und Laborberichte: https://bit.ly/4hNYwr7
Unter Angabe der Credits © Mitja Kobal / Greenpeace stehen die Fotos
kostenfrei zur redaktionellen Nutzung zur Verfügung.