Wien (OTS) – Innenminister Gerhard Karner hat gemeinsam mit Dänemark
bereits im
Frühjahr 2022 erstmals auf europäischer Ebene Asylverfahren außerhalb
der EU gefordert und die Debatte vorangetrieben. Heute ist dieses
Modell allgemein anerkannt und muss nun schleunigst in die Tat
umgesetzt werden. Die Vorfälle in der spanischen Exklave Ceuta am
afrikanischen Kontinent haben nun zusätzlich Dynamik in das Vorhaben
gebracht.
„Die rechtlichen Möglichkeiten wurden mit dem Asylpakt
geschaffen. Den Worten müssen nun Taten folgen und Asylverfahren
außerhalb der EU – Stichwort Albanien-Modell – konkret umgesetzt
werden. Das Ziel dabei: Bilder, wie sie in den vergangenen Tagen von
Ceuta aus um die Welt gingen, und Tote im Meer verhindern “, hielt
Innenminister Gerhard Karner im Vorfeld der Innenministerkonferenz am
4. August 2026 fest.
„Gruppe der Umsetzer“ arbeitet an konkreten Lösungen zu
Rückkehrzentren und Asylverfahren in Staaten außerhalb der EU
Österreich arbeitet seit Beginn dieses Jahres in der „Gruppe der
Umsetzer“ gemeinsam mit Deutschland, den Niederlanden, Griechenland
und Dänemark an Rückkehrzentren, aber auch an der Durchführung von
Asylverfahren in Staaten außerhalb der Europäischen Union.
Rückkehrzentren und Asylverfahren in Staaten außerhalb Europas
zerstören die Erzählungen der Schlepper bzw. auch die Verbreitung von
Falschmeldungen, die Bewegungen der illegalen Migration auslösen oder
verstärken. Insbesondere die Erzählung „Wir bringen dich nach Europa
und du kannst dortbleiben, mit oder ohne Schutzstatus“ wird dadurch
nachhaltig durchkreuzt. Szenen und Bilder, wie sie vergangene Woche
in der spanischen Exklave zu sehen waren, können dadurch nachhaltig
verhindert werden, indem klare Signale an die Schleppermafia gesendet
werden.