Wien (OTS) – Die Causa Ruck hat einen Punkt erreicht, an dem ein
symbolischer
Parteiausschluss nicht mehr ausreicht. Der Ausschluss aus der ÖVP hat
an den Machtverhältnissen und Zuständen in der Wirtschaftskammer Wien
nichts geändert: Walter Ruck bleibt Präsident, der Wirtschaftsbund
hält an ihm fest, und die Kammer beschäftigt sich weiter mit sich
selbst statt mit ihren Mitgliedern. UNOS fordern daher den sofortigen
Rücktritt von Walter Ruck als Wiener Kammer-Chef und Neuwahlen zur
Wiener Wirtschaftskammer.
„Was in den vergangenen Wochen sichtbar geworden ist, ist kein
Ausrutscher einer einzelnen Person, sondern das Abbild eines Systems:
Frauenfeindlichkeit, Postenschacher und ein despektierlicher Umgang
mit den eigenen Mitgliedern. Ein solches System kann man nicht
reformieren, solange es sich selbst die Mehrheiten sichert. Es muss
abgewählt werden“, sagt Markus Hofer, stellvertretender UNOS-
Bundessprecher und NEOS-Wirtschaftssprecher.
Für UNOS sind Neuwahlen der einzige Weg, der Wiener
Wirtschaftskammer ihre Glaubwürdigkeit zurückzugeben: „Wer die Kammer
erneuern will, muss den Mitgliedern das Wort geben. Niemand außer dem
Wiener Wirtschaftsbund und dem Wiener Bürgermeister will Walter Ruck
mehr im Amt haben“, so Hofer.
Volle Unterstützung für Martha Schultz
Ausdrückliche Unterstützung sprechen UNOS WKÖ-Präsidentin Martha
Schultz aus. „Martha Schultz treibt auf Bundesebene einen ernsthaften
Reformkurs voran. Genau dieser Kurs wird durch das Festhalten an
Walter Ruck in Wien untergraben. Wer die Wirtschaftskammer
reformieren will, braucht in Wien einen Neuanfang – und keine
Blockade aus dem Wiener Wirtschaftsbund“, betont Hofer.
Kritik üben UNOS auch am Sozialdemokratischen Wirtschaftsverband
und am Wiener Bürgermeister Michael Ludwig. „Wer wie der SWV
jahrelang beim Aufteilen von Posten und Macht mitgespielt hat und
dann glaubt, aus der Causa Ruck parteipolitisches Kapital schlagen zu
können, verkennt den Ernst der Lage. Und wenn Ludwig an Ruck
festhält, während eine Wiener Institution täglich an Glaubwürdigkeit
verliert, dann stellt er persönliche Loyalität über die Interessen
hunderttausender Unternehmerinnen und Unternehmer – und stützt damit
nicht nur Walter Ruck, sondern auch dessen Machtverständnis und
Frauenbild“, so Hofer.
„Die Wirtschaftskammer Wien gehört ihren Mitgliedern, nicht ihren
Funktionären. Neuwahlen sind der ehrlichste Weg, das wieder
klarzustellen“, so Hofer abschließend.
UNOS – Unternehmerisches Österreich vertreten seit 2014 die
Interessen liberal denkender Unternehmerinnen und Unternehmer und
sind in acht Wirtschaftsparlamenten präsent.
Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie unter http://bild.ots.at